Kölnische Rundschau

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Kölnische Rundschau
Kölnische Rundschau
Beschreibung Tageszeitung
Verlag Verlag M. DuMont Schauberg – Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH und Co. KG
Erstausgabe 19. März 1946
Erscheinungsweise täglich außer sonntags
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2017, Mo–Sa)
263.148[1] Exemplare
Chefredakteur Cordula von Wysocki
(Zentral-Redaktion Kölnische/Bonner Rundschau)[2]
Herausgeber Helmut Heinen
Weblink www.rundschau-online.de

Die Kölnische Rundschau ist eine regionale, unabhängige Tageszeitung für den Raum Köln/Bonn. Sie wird vom Kölner Heinen-Verlag mit eigenständigen Lokalredaktionen herausgegeben. Im Verlauf des ersten Quartals 2010 wurde die Produktion des Mantels schrittweise von der Redaktion des Bonner General-Anzeigers übernommen.[3][4] Die gemeinsam mit dem Kölner Stadt-Anzeiger ausgewiesene verkaufte Auflage beträgt 263.148 Exemplare, ein Minus von 37,3 Prozent seit 1999.[5]

Die Titel- und Verlagsrechte werden seit 1999 von der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg gehalten, die in Köln den Kölner Stadt-Anzeiger und den Express, darüber hinaus die Berliner Zeitung und den Berliner Kurier, die Mitteldeutsche Zeitung und die Hamburger Morgenpost publiziert. Jeden Freitag enthält die Rundschau die Fernsehzeitschrift Prisma. Die Kölnische Rundschau galt in der Vergangenheit als konservativ im Vergleich zum als linksliberal eingestuften Kölner Stadt-Anzeiger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kölnische Rundschau wurde von dem Journalisten und Kommunalpolitiker Reinhold Heinen (1894–1969) begründet und erschien erstmals am 19. März 1946. Heinen, der während der NS-Zeit vier Jahre lang im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war, erhielt gemeinsam mit anderen Lizenzträgern von der britischen Besatzungsmacht die Erlaubnis zur Herausgabe einer CDU-nahen Zeitung, nahm diese aber erst an, nachdem seine journalistische Unabhängigkeit sichergestellt war. Dies führte in den folgenden beiden Jahrzehnten zu ständigen Konflikten mit Konrad Adenauer. Zu den Mitgründern gehörte der Jurist und Politiker Hugo Mönnig. 1948 begann der Versuch einer überregionalen Ausgabe als Allgemeine Kölnische Rundschau, der zu einem Millionenverlust führte und mit der Einstellung dieses Blattes 1950 scheiterte. 1952 wurde das 1890 begründete Traditionsblatt Bergische Landeszeitung (Bergisch Gladbach) vom Heider Verlag übernommen[6], 1955 die Oberbergische Volkszeitung. Nach dem Tod des Zeitungsgründers Reinhold Heinen 1969 wurde dessen Adoptiv- und Schwiegersohn Heinrich Heinen (1921–2008) alleiniger Herausgeber der Rundschau.

Seit Oktober 1949 durfte der damalige Konkurrent DuMont Schauberg wieder den Kölner Stadt-Anzeiger publizieren. Die anfangs heftige publizistische und wirtschaftliche Auseinandersetzung beider Verlagshäuser wurde seit den 1980er Jahren durch eine zunehmende Kooperation abgelöst. 1982 übernahm DuMont eine Kapitalbeteiligung am Heinen-Verlag. Auch nach der Übernahme der Verlagsrechte durch DuMont 1999 ist die Redaktion unabhängig geblieben. Herausgeber ist seit dem 8. Mai 2000 Helmut Heinen, Enkel des Gründers und ehemaliger Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflage der Kölnischen Rundschau wird vom Verlag M. DuMont Schauberg seit 1999 gemeinsam mit dem Kölner Stadt-Anzeiger ausgewiesen. In den vergangenen Jahren haben die beiden Zeitungen erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1999 um 37,3 Prozent gesunken.[7] Sie beträgt gegenwärtig 263.148 Exemplare.[8] Das entspricht einem Rückgang von 156.519 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 86,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]

1998 nur Kölner Stadt-Anzeiger; ab 1999 Kölnische Rundschau plus Kölner Stadt-Anzeiger

Lokalteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölnische Rundschau – Haus der Lokalredaktion Köln in der Stolkgasse. Ansicht von der Tunisstraße

Die Kölnische Rundschau besitzt Lokalredaktionen, die dazu beitragen, dass es acht unterschiedliche Versionen mit jeweils anderem Lokalteil gibt. Aus dem südlichen Bereich – Kreis Ahrweiler mit Lokalredaktion der Rhein-Ahr-Rundschau – hat sich die Zeitung zum 1. Mai 2005 gänzlich zurückgezogen. Im Oberbergischen Kreis war sie bereits vor dem (allerdings durch eine Kooperationsverpflichtung der Häuser verschleierten) Rückzug der dortigen Lokalredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers Marktführerin. Im Jahr 2014 wurden Lokalredaktionen der Kölnischen Rundschau und des Kölner Stadt-Anzeigers in einer externen Gesellschaft ausgelagert und produzieren Inhalte für beide Zeitungen. Lediglich in Köln, Leverkusen und Bonn gibt es weiterhin eigenständige Lokalredaktionen.[10]

Die Kölnische Rundschau und ihre Schwesterblätter sind in folgenden kreisfreien Städten bzw. Kreisen verbreitet:

  • Köln (Kölnische Rundschau)
  • Bonn (Bonner Rundschau)
  • Rhein-Erft-Kreis (Rhein-Erft-Rundschau mit insgesamt drei Ausgaben)
  • Rhein-Sieg-Kreis (Rhein-Sieg Rundschau)
  • Rheinisch-Bergischer Kreis (Bergische Landeszeitung)
  • Oberbergischer Kreis (2 Ausgaben: Bergische Landeszeitung, Oberbergische Volkszeitung)
  • Euskirchen (Kölnische Rundschau mit insgesamt zwei Ausgaben)
  • Wipperfürth/Lindlar

Redaktions- und Ressortleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chefredaktion wurde in den ersten Jahren zeitweilig vom Verleger Reinhold Heinen, von Hans Rörig und von Karl und Edmund Pesch geleitet. Über ein Jahrzehnt war Rudolf Heizler, der gleichzeitig einen Lehrauftrag für Publizistik an der Universität Mainz hatte, Chefredakteur. Von 1974 bis 1979 war Anton Sterzl Chefredakteur. Ihm folgte bis zu seinem Tod im Jahr 1992 Jürgen C. Jagla. Dessen Nachfolge trat Dieter Breuers an, der nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 von Jost Springensguth abgelöst wurde. Dieser verließ das Blatt im Sommer 2009, um sich Kommunikationsaufgaben zu widmen. Die Redaktion wurde danach von Engelbert Greis und Cordula von Wysocki geleitet. Diese übernahmen auch die neue Chefredaktion der Lokalausgaben. Greis trat Ende 2015 in den Ruhestand.

Hauptausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verantwortlich: Cordula von Wysocki (Chefredaktion)
  • Mantelbeauftragte: Raimund Neuß, Sandro Schmidt (Stv.)
  • Kultur: Hartmut Wilmes
  • Wirtschaft: Hermann Steveker
  • Sport: Joachim Schmidt
  • Lokales Köln: Stefan Sommer
  • Verantwortlich für die von der Bonner Zeitungsdruckerei zugelieferten Inhalte: Helge Matthiesen (Chefredakteur)

Lokalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bonner Rundschau: Dieter Brockschnieder
  • Rhein-Sieg Rundschau: Jürgen Röhrig
  • Oberbergische Volkszeitung: Uta-Kristina Maul
  • Bergische Landeszeitung: Sarah Brasack und Guido Wagner
  • Rhein-Erft Rundschau: Bernd Rupprecht
  • Redaktion Euskirchen: Christoph Heup
  • Redaktion Gemünd: Christoph Heup
  • Redaktion Wipperfürth: Sarah Brasack und Guido Wagner[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kölnische Rundschau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mit Kölner Stadt-Anzeiger
  2. a b Impressum. In: Kölnische Rundschau. Abgerufen am 16. Juni 2016.
  3. Zusammenarbeit von Rundschau und General-Anzeiger. Rundschau Online, 27. November 2009, abgerufen am 26. April 2017.
  4. „Kölnische Rundschau“ bekommt Mantel von „General-Anzeiger Bonn“. Horizont.Net, 30. November 2009, abgerufen am 11. August 2010.
  5. laut IVW, erstes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. 125 Jahre Heider Verlag - Sonderpublikation. Abgerufen am 21. November 2016.
  7. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  8. laut IVW, erstes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  10. Kölnische Rundschau: «Kölner Stadt-Anzeiger» und «Rundschau» teilen sich Lokalredaktionen. In: Kölnische Rundschau. (rundschau-online.de [abgerufen am 14. November 2016]).