FC Sportfreunde Leipzig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
FC Sportfreunde Leipzig
Vereinslogo
Voller Name Fußballclub Sportfreunde
1900 Leipzig
Ort
Gegründet 30. Juli 1900
Aufgelöst unbekannt
Vereinsfarben schwarz-weiß
Stadion Sportpark Connewitz
Höchste Liga Gau Leipzig/Nordwestsachsen
Erfolge Finalist Mitteldeutscher Pokal 1931
Heim
Auswärts

Der FC Sportfreunde Leipzig war ein deutscher Fußballclub aus Leipzig, der von 1900 bis 1945 existierte. Heimstätte der Sportfreunde war der Sportpark Connewitz.

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Sportfreunde Leipzig wurde am 30. Juli 1900 gegründet und nahm anfangs kurzzeitig an der Meisterschaft des Verbandes Leipziger Ballspiel-Vereine teil. Mit der Auflösung des VLBV beteiligten sich die Sachsen in der Folgezeit an den Meisterschaften des Verbandes Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine.

In den Spielzeiten 1914/15, 1928/29 sowie 1930/31 gewannen die Sportfreunde die Meisterschaft von Nordwestsachsen bzw. Groß-Leipzig. In den damit verbundenen Qualifikationsspielen zur Mitteldeutschen Meisterschaft erreichten die Leipziger 1929 das Halbfinale, in dem sie dem CBC 1899 mit 1:7 unterlagen. 1931 scheiterten die Sportfreunde bereits im Achtelfinale an Thüringen Weida. Größter Erfolg der Vereinsgeschichte war das Erreichen des Finales im Mitteldeutschen Pokal. Gegen die klar favorisierte SpVgg 1899 Leipzig unterlagen die Connewitzer mit 1:3.

Mit der Einführung der Gauliga konnten die Sportfreunde nicht mehr an frühere sportliche Erfolge anknüpfen. Lediglich im Tschammerpokal erreichten die Sachsen 1939 über die NSTG Warnsdorf und Göttingen 05 das Achtelfinale, in dem sie Blau-Weiß 90 Berlin deutlich mit 2:9 unterlagen. Davor hatten die Sportfreunde in Zwischen- und Hauptrunden bereits sechs Siege errungen. So u. a. gegen die Gauligisten Fortuna Leipzig 1:0.

Von 1933 bis 1944 spielten die Sportfreunde in der Bezirksklasse bzw. Klasse 1 Leipzig (2 Ebene) und erreichten zumeist Mittelfeldplatzierungen. Im April 1942 musste der 1912 eröffnete Sportpark in Connewitz zur Erweiterung des Gaswerkes aufgegeben werden. Bis zum Kriegsende wurde auf dem Platz des SV Thalysia gespielt und eine neue Anlage in Dölitz geplant.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Club 1945 aufgelöst und fand auch später keine Fortsetzung in anderen Strukturen. Ggf. hat die Platzproblematik dazu mit beigetragen

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilnahme Tschammerpokal 1939
  • Teilnahme Mitteldeutsche Meisterschaft: 1928/29, 1930/31
  • Finalist Mitteldeutscher Pokal: 1931

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Hempel, 11-facher deutscher Fußballnationalspieler, spielte von 1908 bis 1912 beim FC Sportfreunde
  • Camillo Ugi, 15-facher deutscher Fußballnationalspieler, spielte 1918/19 für den FC Sportfreunde
  • Max Grafe, internationaler Fußballschiedsrichter und Mitglied beim FC Sportfreunde; leitete u. a. das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1910.
  • Kurt Dossin, Olympiasieger 1936 (Gold) sowie dreifacher Deutscher Meister im Feldhandball, begann seine sportliche Karriere beim FC Sportfreunde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]