Fabasoft

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Fabasoft AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1988
Sitz Linz, Österreich

Leitung

Mitarbeiter 200 (Stichtag 31. März 2014)[1]
Umsatz 25 Mio. Euro (2014)[2]
Branche Softwareentwicklung
Website www.fabasoft.com

Fabasoft (eine Abkürzung aus Fallmann Bauernfeind Software) ist ein Softwarehersteller mit Sitz in Linz, Oberösterreich. Hauptprodukt ist die eGov-Suite, die heute in der öffentlichen Verwaltung in fast ganz Österreich, und verbreitet in Deutschland und der Schweiz verwendet wird.

Geschichte und Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1988 von Helmut Fallmann und Leopold Bauernfeind gegründet.

Die Aktien der Fabasoft AG notieren seit dem 4. Oktober 1999 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.[3] Den überwiegenden Anteil der Aktien hält die Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung der Firmengründer (67,19 %, davon 5 % in Form der FB Beteiligungen GmbH). Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft mbH (3 Banken-Gruppe Oberbank, Bank für Tirol und Vorarlberg, BKS Bank mit Generali Holding Vienna)[4] hält 3,96 % der Aktien, die Ludic GmbH 5,06 %[5] und der Rest befindet sich im Streubesitz.[6][7]

Produkte[Bearbeiten]

Fabasoft stellt Software für E-Government, Elektronische Aktenführung und Enterprise-Content-Management her. Das Unternehmen betreut Kunden in den Bereichen der Bundes- und Landesverwaltungen,[8][9] der Kommunen, von Interessenvertretungen und privaten Unternehmen.

E-Government Software ermöglicht das Einbringen von Anträgen über das Internet, elektronische Geschäftsfallbearbeitung und die elektronischen Austausch von Dokumenten zwischen Verwaltung und Bürger sowie revisionssichere Archivierung.[10] Im Jahr 2001 erhielt das Unternehmen von der Republik Österreich gemeinsam mit dem Bundesrechenzentrum und IBM den Zuschlag zur Einführung des elektronischen Aktes ELAK im Bund,[11] und mittlerweile auch von der Mehrheit der Länder und einigen Gemeinden verwendet wird. In der Schweiz ist das Unternehmen ebenfalls mit einem Produkt vertreten, das im Bund als Standard gilt.[12]

Im Enterprise-Content-Management Bereich wird MoReq2-zertifizierte Software zum Erfassen, Verwalten und Archivieren von Dokumenten angeboten sowie für die Automatisierung von Geschäftsprozessen.[13]

Fabasoft ist nach eigenen Angaben gemäß ISO 9001, ISO 20000, ISO 27001 zertifiziert und hat das Prüfverfahren nach ISAE 3402 Type 2[14] abgeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht, auf fabasoft.com, eingesehen am 12. Juni 2014
  2. Finanzbericht Fabasoft, S. 3, auf fabasoft.com, eingesehen am 12. Juni 2014.
  3. Fabasoft-Aktie, finanzen.at (mit älteren Börsenachrichten).
  4. 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H, oberbank.at
  5. Mitteilungen gem. § 26 WpHG / § 93 öst. BörseG, fabasoft.com
  6. Unternehmensdaten Fabasoft AG, Deutsche Börse.
  7. Firma Fabasoft AG in Linz, Firmenbuchdaten, Creditreform/firmenabc.at.
  8. Die bayerische Polizei löst ihre Kriminalfälle mit Austria-Software, in eGovernment Computing.de (abgerufen am 13. Juni 2013).
  9. eAkte beim Magistrat Wien, in eGovernment Computing.de (abgerufen am 12. Juni 2013).
  10. Rekordergebnis für die Linzer Computerfirma Fabasoft, in: Wiener Zeitung online (Abgerufen am 10. Juni 2013).
  11. Der elektronische Akt | Das Projekt ELAK im Bund, digitales.oesterreich.gv.at (abgerufen am 10. Juni 2013).
  12. Bund: Aufregung um GEVER, inside-it.ch (Abgerufen am 10. Juni 2013)
  13. Fabasoft, moreq2.eu – Folio weltweit erstes Produkt mit bestandener MoReq2 Zertifizierung - Medienecho (englisch; abgerufen am 7. April 2010).
  14. Zertifizierungen und Prüfungen, fabasoft.com (abgerufen am 10. Juni 2013).