Falenko

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Landgemeinde Falenko
Landgemeinde Falenko (Niger)
Landgemeinde Falenko
Landgemeinde Falenko
Koordinaten 14° 16′ N, 8° 32′ O14.268.5325Koordinaten: 14° 16′ N, 8° 32′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Tanout
Einwohner 13.993 (2012)

Falenko (auch: Falanko) ist eine Landgemeinde im Departement Tanout in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Falenko liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Gangara im Norden, Olléléwa im Osten, Tirmini im Südosten, Ourafane im Süden, El Allassane Maïreyrey im Südwesten und Tarka im Westen. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Falenko[1] und aus 44 weiteren ländlichen Siedlungen, von denen 11 wie der Hauptort Dörfer mit eigenen Dorfvorstehern sind.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Falenko wurde – vermutlich in den 1920er Jahren – von einem Tuareg-Anführer gegründet. Die Kontakte zu den großen Tuareg-Föderationen im Aïr blieben aufrecht. 1962 wurde im Hauptort ein zementierter Brunnen angelegt. Das Gebiet um Falenko war bis zur in den 1970er Jahren einsetzenden Dürreperiode bekannt für seine Hirse-Produktion.

Obwohl kein eigener Kanton, besaß Falenko etwa bei der Steuereintreibung eine gewisse Eigenständigkeit.[3] Die Landgemeinde Falenko ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem südlichen Teil des Kantons Gangara hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2012 hat die Gemeinde 13.993 Einwohner. Diese leben in 1928 Haushalten, von denen 1775 bäuerliche Haushalte sind. Im Hauptort leben 3365 Einwohner in 408 Haushalten, wobei es sich bei 354 um bäuerliche Haushalte handelt.[2] Bei der Volkszählung 2001 hatte der Hauptort 2221 Einwohner[4] und im Jahr 1977 etwa 1400 Einwohner. Die Tuareg in der Gemeinde gehören mehrheitlich der niederen Gesellschaftsklasse der Bouzou an.[3] In Falenko leben außerdem Angehörige der vor allem Ackerbau betreibenden Hausa-Untergruppen Gobirawa und Damagarawa sowie der auf Fernweidewirtschaft spezialisierten Fulbe-Untergruppe Oudah’en.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  •  John E. Crow, Helen K. Henderson: A report of survey findings from three villages in Zinder. Appendix 9. In: Final report of the Natural Resource Planning Project for the Province of Zinder, Niger. Arid Lands Natural Resources Committee, University of Arizona, Tucson 1979 (PDF).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  République du Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux. (PDF; 108 kB).
  2. a b Répertoire National des Localités (ReNaLoc). Institut National de la Statistique de la République du Niger, Juli 2014, S. 671–672, abgerufen am 7. August 2015 (RAR, französisch).
  3. a b  John E. Crow, Helen K. Henderson: A report of survey findings from three villages in Zinder. Appendix 9. In: Final report of the Natural Resource Planning Project for the Province of Zinder, Niger. Arid Lands Natural Resources Committee, University of Arizona, Tucson 1979, S. 3–4 (PDF, abgerufen am 15. August 2015).
  4. Répertoire National des Communes (RENACOM). Institut National de la Statistique de la République du Niger, abgerufen am 8. November 2010 (RAR, französisch).
  5. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (PDF; 11,3 MB), S. 30 und 33.