Falkenhütte

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Falkenhütte
DAV-Hütte Kategorie I
Die Falkenhütte vor der Herzogkante (Laliderer Spitze)
Die Falkenhütte vor der Herzogkante (Laliderer Spitze)
Gebirgsgruppe Falkengruppe, Karwendel
Geographische Lage: 47° 23′ 58″ N, 11° 29′ 55″ OKoordinaten: 47° 23′ 58″ N, 11° 29′ 55″ O
Höhenlage 1848 m ü. A.
Falkenhütte (Tirol)
Falkenhütte
Besitzer DAV-Sektion Oberland
Erbaut 1921–1923
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Mitte Oktober, seit September 2017 wegen Generalsanierung geschlossen
Beherbergung 28 Betten, 120 Lager
Winterraum Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Falkenhütte (manchmal auch Adolf-Sotier-Haus) ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins in 1848 m ü. A. direkt nördlich über dem Spielissjoch (1773 m ü. A.). Die Hütte ist bis voraussichtlich 2020 wegen einer Generalsanierung geschlossen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das stattliche Schutzhaus befindet sich in der Falkengruppe im Karwendel in Tirol (Bundesland) gegenüber den Nordabstürzen der Laliderer Spitze und zwischen Kleinem und Großem Ahornboden. Wegen der Lage und den umfangreichen Tourenmöglichkeiten ist die Hütte für Bergsteiger ein ausgezeichneter Stützpunkt bei mehrtägigen Touren, beispielsweise längeren Karwendeldurchquerungen. Darüber hinaus können auch Tagesgäste die Wegstrecke von der Eng zur Hütte bewältigen und nach einer Rast wieder am selben Tag absteigen. Vorrangig ist die Falkenhütte jedoch ein wichtiger Stützpunkt am Fernwanderweg Via Alpina, welcher im Karwendel von Scharnitz zum Achensee führt. Im Winter steht ein unverschlossener, beheizbarer Raum für Skitourengeher im Nebengebäude zur Verfügung, allerdings müssen lawinensichere Verhältnisse herrschen, um in der Umgebung der Hütte lohnende Skitouren unternehmen zu können.

Die Falkenhütte befindet sich nördlich über dem Spielissjoch
Auf dem Fahrweg zur Hütte im Johannestal

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte wurde von 1921 bis 1923 auf Initiative des Vorsitzenden der Sektion Oberland, Adolf Sotier, erbaut. Es handelt sich um einen zweigeschoßigen, verschindelten Holzbau über rechteckigem Grundriss, mit einem aus Bruchsteinen gemauerten Sockelgeschoß, ebenerdigem Stubenerker und steilem Satteldach mit Dachhäuschen. An der südwestlichen Traufseite befindet sich, quer zum Haupthaus gestellt, ein dreiachsiger verschindelter Anbau mit Satteldach. An der Südostseite ist eine große Terrasse vorgelagert. Das Innere wird durch einen getäfelten Gang im südwestlichen Hausteil und ein Treppenhaus an der Westseite erschlossen.[1] Das Gebäude steht seit 2016 unter Denkmalschutz. Am 11. September 2017 stellte die Hütte ihren Betrieb ein, bis spätestens zum Beginn der Saison 2020 wird eine Generalsanierung stattfinden.[2]

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der Eng (Mautstraße) über den Hüttenweg und das Hohljoch (1794 m ü. A.), leicht, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Vom Rißtal (Mautstraße) durch das Laliderer Tal und über den Lalidersalm-Niederleger (1526 m ü. A.), leicht, Gehzeit: 3½ Stunden
  • Von Hinterriß durch das Johannestal und über die Ladizalm (1573 m ü. A.), leicht, Gehzeit: 4 Stunden

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mahnkopf (2094 m ü. A.) über das Ladizjöchl, leicht, Gehzeit: 1 Stunde
  • Steinfalk (2347 m ü. A.) über das Ladizjöchl und Mahnkopf, Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad I, markiert, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Risser Falk (2413 m ü. A.) über den Steinfalk, Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad II, unmarkiert, Gehzeit: 3¾ Stunden
  • Gumpenspitze (2176 m ü. A.) über den Lalidersalm-Hochleger und Südgrat, Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad I, unmarkiert, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Gamsjoch (2452 m ü. A.) über Lalidersalm-Hochleger, Gumpenjöchl und Südflanke, mittel, Gehzeit: 4 Stunden
  • Zahlreiche schwere Klettereien in den Nordwänden der Laliderer Wand und Laliderer Spitze, zum Beispiel die Herzogkante oder die Lali Pause

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Falkenhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Schutzhaus, Falkenhütte, Adolf Sotier Haus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 30. Juni 2016.
  2. Die denkmalgeschützte Falkenhütte im Karwendel wird saniert! auf DAV-Sektion Oberland, abgerufen am 27. November 2017