Ferdinand Federau

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Ferdinand Federau (* 21. März 1880 in Schafsberg; † 22. März 1962 in Remagen-Kripp)[1] war ein deutscher Landwirt und Politiker (NSDAP).

Federau, der katholischer Konfession war, war Landwirt. Vermutlich im Februar 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 956.090). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war er für den Kreis Braunsberg und die NSDAP Mitglied des letzten Provinziallandtags der Provinz Ostpreußen. Er war Kreisbauernführer im Kreis Braunsberg. Im November 1936 wurde er aus der NSDAP ausgeschlossen und als Kreisbauernführer abberufen. Er war daneben Mitglied der SA und dort Obertruppführer.

Angeblich wurde Federau nach oppositionellen Äußerungen und der Verhaftung durch die Gestapo im Dezember 1943 vom Oberlandesgericht Königsberg wegen Zersetzung der Wehrkraft und Heimtücke zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Bis Januar 1945 verbüßte er die Strafe. Federau war nach Kriegsende zunächst in Schleswig-Holstein wohnhaft und zog 1950 von Ratekau (Kr. Eutin) nach Remagen-Kripp (Kr. Ahrweiler).[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Korfmacher: Vorläufiges Mitgliederverzeichnis des ostpreußischen Provinziallandtages 1919 bis 1933, 2018, S. 16, Digitalisat
  • Christian Rohrer: Nationalsozialistische Macht in Ostpreussen, 2006, ISBN 9783899750546, S. 569–570.
  • Christian Rohrer: Landesbauernführer im nationalsozialistischen Ostpreußen. Studien zu Erich Spickschen und zu Erich Spickschen und zur Landesbauernschaft Ostpreußen, (= Landesbauernführer Bd. 1), Göttingen 2017, S. 432–433.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todesanzeige von Ferdinand Federau. In: Das Ostpreußenblatt vom 7. April 1962, S. 24 (Online).
  2. Quellen und Literatur : BArch, BDC, OPG; BArch, R 16 I/1826; BArch, ZLA 1