Ratekau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ratekau
Ratekau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ratekau hervorgehoben
Koordinaten: 53° 57′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 59,6 km²
Einwohner: 15.193 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 23626
23611 (Sereetz, Sereetzerfeld, Sielbek)
23669 (Neuhof, Oeverdiek)
23689 (Techau, Rohlsdorf, Rohlsdorferbeek, Hobbersdorf, Luschendorf, Luschendorfer Hof, Pansdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 04504
04502 (Häven, Grammersdorf, Wilmsdorf, Warnsdorf, Ovendorf)
04503 (Neuhof)
0451 (Sereetz, Kreuzkamp)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 035
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bäderstraße 19
23626 Ratekau
Webpräsenz: www.ratekau.de
Bürgermeister: Thomas Keller (parteilos)
Lage der Gemeinde Ratekau im Kreis Ostholstein
Ahrensbök Altenkrempe Bad Schwartau Beschendorf Bosau Dahme (Holstein) Damlos Eutin Fehmarn Göhl Gremersdorf Grömitz Großenbrode Grube Harmsdorf Heiligenhafen Heringsdorf Kabelhorst Kasseedorf Kellenhusen Lensahn Malente Manhagen Neukirchen Neustadt in Holstein Oldenburg in Holstein Ratekau Riepsdorf Scharbeutz Schashagen Schönwalde am Bungsberg Sierksdorf Stockelsdorf Süsel Timmendorfer Strand Wangels Schleswig-HolsteinKarte
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Ratekau ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein, Land Schleswig-Holstein (Deutschland), 10 km nördlich von Lübeck. In der Nähe liegende Orte sind im Süden Bad Schwartau, im Norden Timmendorfer Strand und Scharbeutz sowie im Westen Ahrensbök. Die Großgemeinde verfügt mit der A 1, der A 226 und der A 20 über gute Verkehrsanbindungen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen. Von der Nähe zu Lübeck profitieren auch Gewerbegebiete und Neubausiedlungen. Die größten Dorfschaften der Gemeinde sind Sereetz, Ratekau, Pansdorf und Techau. Im Gemeindegebiet gibt es seit August 2015 das Naturschutzgebiet Sielbektal, Kreuzkamper Seelandschaft und umliegende Wälder.[2]

Dorfschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Einwohner: Stand 1. November 2008)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blocksberg bei Pansdorf
Die Vicelinkirche in Ratekau, Vorderansicht.
Die Vicelinkirche, Seitentor.

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde ein Gebiet mit damals etwa 30 Einwohnern an die Nachbargemeinde Haffkrug-Scharbeutz abgetreten.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 27 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die CDU und die SPD seit der Kommunalwahl 2008 je neun Sitze, die Wählergemeinschaft BFG hat sieben und die Grünen zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin eine goldene Garbe, in Gold rechts eine grüne Eiche, an der unten ein silberner Stein lehnt, links eine eintürmige silberne Kirche mit roten Dächern; darüber zwei auswärts geneigte schwarze Ähren.“[6]

Die Hauptsatzung der Gemeinde beschreibt eine gelegentlich verwendete Version des Wappens mit leicht abgewandeltem Schildfuß.[7]

Die Wappenfiguren stellen die Vizelin-Kirche, die Blüchereiche und den dazugehörigen Gedenkstein dar, welcher 1856 errichtet wurde und an die Kapitulation von Gebhard Leberecht von Blücher 1806 vor den napoleonischen Truppen erinnern soll.

Das Wappen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Ermangelung von Dienstsiegeln, die frei von nationalsozialistischen und kaiserlichen Symbolen sind, von der Gemeinde gewählt und von der Britischen Militärregierung genehmigt.[8]

Schulen und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ratekau ist Schulträger der Grundschulen Achim-Bröger-Schule in Sereetz, Grund- und Hauptschule Ratekau, Grundschule Pansdorf, Grundschule Techau sowie der César-Klein-Schule, Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ICE der Vogelfluglinie am Bahnübergang Sereetzer Weg, wo ein Zugang zum möglichen neuen Haltepunkt Ratekau entstehen soll.

Die Ortschaften der Gemeinde Ratekau sind über ein gut ausgebautes Netz an Landstraßen und Fahrradwegen miteinander verbunden. Die Anbindung an den Fernverkehr geschieht hauptsächlich über die Bundesautobahn 1.

Bis Ende der 1970er Jahre endete die A1 am südlichen Rand der Gemeinde kurz vor der Blüchereiche in Ratekau. Der Fernverkehr wurde dann über die Bundesstraße 207 weiter in Richtung Norden geleitet. Seit Anfang der 1970er Jahre ist die A1 nordwärts weitergeführt und hat die drei Anschlussstellen Pansdorf (Nr. 17), Ratekau (Nr. 18) und Sereetz (Nr. 19) auf dem Gebiet der Gemeinde erhalten. In den Sommermonaten dient vor allem die Abfahrt Ratekau zahlreichen Tagestouristen aus Hamburg zum Erreichen der Ostsee. Die Bundesstraße 207 wurde Ende der 1990er Jahre zur Landesstraße herabgestuft.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde wird von den Bahnstrecken Lübeck–Puttgarden (Vogelfluglinie) und Lübeck–Kiel durchquert. Einziger Bahn-Haltepunkt der Gemeinde ist der im Jahr 2000 reaktivierte Bahnhof Pansdorf. Ein zweiter Bahnhof am nördlichen Rande des Ortes Ratekau ist seit 1968 stillgelegt. Zur Jahrtausendwende gab es Überlegungen, auch diesen Bahnhof zu reaktivieren. Wegen seiner ungünstigen Lage zum Ort wurde aber ein Neubau näher an den Wohngebieten des Dorfes für sinnvoller erachtet. Die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes Ratekau war für 2012 geplant, ist aber wegen des noch nicht abschließend beschlossenen Hinterlandausbaus zur festen Fehmarnbeltquerung vorerst aufgeschoben.[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfmuseum Ratekau

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Gerhardt: Die Gemeinde Ratekau (Reihe Archivbilder). Sutton, Erfurt 2004, ISBN 3-89702-776-3.
  • Joachim Hossenfelder: Festschrift zur Erinnerung an das achthundertjährige Bestehen der Kirche zu Ratekau am 23. September 1956. Verlag Struve, Eutin 1956.
  • Otto Rönnpag: Eine neue Gemeinde entsteht. Timmendorfer Strand 1945. In: Jahrbuch für Heimatkunde. Eutin 1987, S. 150–154.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Sielbektal in Ostholstein wird neues Naturschutzgebiet – Umweltminister Habeck unterzeichnet Landesverordnung
  3. Friedrich Christoph Förster:Der Feldmarschall Fürst Blücher von Wahlstatt und seine Umgebungen. Brockhaus, Leipzig 1821, S. 67.
  4. Lagerliste http://www.zwangsarbeiter-s-h.de/.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 183.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Hauptsatzung der Gemeinde Ratekau, zuletzt geändert am 15. Juli 2008
  8. Wikipedia: Von der Britischen Militärregierung genehmigte Wappen in Schleswig-Holstein
  9. http://www.lvs-sh.de/media/pdf/090320_lnvp_090306_web_FINAL.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ratekau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien