Ferenc Münnich

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Ferenc Münnich

Ferenc Münnich [ˈfɛrɛnts ˈmynːiç] (* 16. November 1886 in Seregélyes; † 29. November 1967 in Budapest) war ein ungarischer Politiker und von 1958 bis 1961 Ministerpräsident.

Nachdem Münnich im Ersten Weltkrieg auf Seiten der österreichisch-ungarischen Armee an der Ostfront gekämpft hatte, wurde er nach seiner Festnahme 1915 in ein sibirisches Kriegsgefangenenlager in Tomsk deportiert. Nach seiner Befreiung und Rückkehr nach Ungarn 1918 nahm Münnich aktiv am Aufbau der kommunistischen Räterepublik in Ungarn teil, die nur vier Monate Bestand hatte.

Im Oktober 1945 trat Münnich der Kommunistischen Partei Ungarns bei und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Polizeisuperintendent von Budapest. Während der Ungarischen Revolution 1956 war er zunächst offizielles Mitglied der Regierung von Imre Nagy als Innenminister, floh jedoch kurz darauf in die Sowjetunion. Wenige Tage später kehrte er mit János Kádár nach Ungarn zurück und wurde unter dessen „Revolutionärer Arbeiter-Bauern-Regierung“ erneut zum Innenminister ernannt (später auch Verteidigungsminister). Von 1958 bis 1961 war Münnich ungarischer Ministerpräsident, von 1961 bis 1964 Senatspräsident.

Kurz vor seinem Tod wurde Münnich 1967 mit dem Leninorden der Sowjetunion ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Haraszti-Taylor: The Hungarian Revolution of 1956: a collection of documents from the British Foreign Office. Nottingham: Astra Press 1995, S. 381–383 (Kurzvita, hier nicht verwendet)