Feuerwehr in Griechenland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Löschflugzeug im Einsatz
Fahrzeug der griechischen Feuerwehr auf dem Weg zum Einsatzort
Fahrzeug einer Feuerwehr in Griechenland auf dem Gelände der Feuerwache
Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Neos Voutzas in Griechenland
Tanklöschfahrzeug 5000 l einer Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Marathon.

Die Feuerwehren in Griechenland sind ganz überwiegend auf nationaler Ebene als Berufsfeuerwehr organisiert. Daneben existieren nur in geringem Umfang Freiwillige Feuerwehren.

Ausstattung und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die national organisierte Berufsfeuerwehr steht unter dem Dach des griechischen Zivilschutzes. In den 13 Regionen des Landes bestehen Einsatzzentralen. Die Feuerwehr verfügt über 12.500 Planstellen, von denen laut Kritik von durch die verheerenden Waldbrände im August 2007 betroffenen Anwohnern und Lokalpolitikern aber nur 8000 besetzt sind.[1] Das Land besitzt aktuell 220 Feuerwachen. Selbst relativ kleine Kommunen in Griechenland verfügen über Einrichtungen der Berufsfeuerwehr.[2] Wo dies nicht der Fall ist (z. B. ländliche Gebiete und kleinere Dörfer sowie Inseln), existieren aber oftmals überhaupt keine organisierten Feuerwehren, die Einwohner sind auf überregionale Hilfe angewiesen. Griechenland verfügt dazu u. a. über Löschflugzeuge (15 Canadair CL-215 und 8 CL-415GR) und Hubschrauber, die von den griechischen Streitkräften betrieben werden.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Griechenland gibt es keine organisierte Freiwillige Feuerwehr wie in vielen Teilen der Erde. Es gibt viele eigenständige Initiativen, die meisten in Attika und auf den Inseln, welche auf regionaler oder kommunaler Ebene operieren. Sie haben verschiedene Standards und keine einheitliche Ausbildung. Die einzelnen Organisationen sind dem griechischen Zivilschutz unterstellt. Fast alle engagieren sich jedoch nur im Bereich der Waldbrandbekämpfung. Dies ist vor allem den Statuten des Zivilschutzes geschuldet. Eine Finanzierung dieser Vereine aus öffentlichen Mitteln ist nicht vorgesehen. Die Mitglieder dieser Gruppen kaufen sich ihre Ausrüstung zumeist von ihrem eigenen Geld oder sind auf Spenden angewiesen. Die meisten der eingesetzten Fahrzeuge sind ausgemusterte Fahrzeuge aus Deutschland oder Österreich welche entweder gekauft oder gespendet wurden.

Selbst nach der größten Waldbrandkatastrophe im Sommer 2018 in der Gemeinde Marathon (Mati, Rafina, Neos Voutzas) mit 100 Toten und über 200 teils schwer Verletzten arbeitet die Regierung nicht an dem Aufbau einer Landesweiten Freiwilligen Organisation.[3] Die Kritik am Fehlen gesetzlicher Grundlagen und Organisation wurde nicht zuletzt durch diese Katastrophe erneut laut.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Griechenland-Waldbraende;art1117,2366391
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 17. November 2006 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ec.europa.eu
  3. https://www.zdf.de/politik/auslandsjournal/die-sendung-vom-1-august-2018-100.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]