Flarchheim

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Flarchheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Flarchheim hervorgehoben
Koordinaten: 51° 8′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Unstrut-Hainich
Höhe: 216 m ü. NHN
Fläche: 11,86 km2
Einwohner: 416 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99986
Vorwahl: 036028
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 017
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 7
99986 Flarchheim
Webpräsenz: www.flarchheim.de
Bürgermeister: Dietmar Ohnesorge
Lage der Gemeinde Flarchheim im Unstrut-Hainich-Kreis
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Flarchheim von Südosten; im Hintergrund der Hainich

Flarchheim ist eine Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in einer Höhenlage zwischen 200 und 225 m ü. NN am Südostrand des Hainich. Durch den Ort fließt von Südwest nach Nordost der im Hainich entspringende Eichbach, der nach dem Zusammenfluss mit dem Rispelbach unweit östlich des Ortes Suthbach heißt und wenig später rechtsseits in die Unstrut fließt. Der Ort ist eingebettet in ein sanft gewelltes Hügelland. Der oberflächennahe geologische Untergrund wird von Kalken und Tonen des Keupers gebildet, denen eine Lössschicht aufgelagert ist. Die fruchtbaren Böden im Umkreis werden fast ausschließlich beackert. Im Südwesten hat Flarchheim einen großen Anteil an den Wäldern des Hainich. Die Gemarkung reicht dort bis in eine Höhe von 430 m ü. NN im Flarchheimer Oberholz. Im Norden hat Flarchheim Anteil am Speicher Seebach, dem größten Speichersee im Unstrut-Hainich-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Steinkiste von Flarchheim ist eine 1,55 m Länge und 1,02 m Breite Anlage der Kugelamphorenkultur, die sich heute im Heimatmuseum Mühlhausen befindet. Die Namenendung -heim deutet auf eine fränkische Gründung hin. 980 wird die Gemeinde erstmals in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt. Am 27. Januar 1080 kommt es zur Schlacht bei Flarchheim im Zuge des Sachsenkrieges des Königs Heinrich IV. und Vratislavs II. von Böhmen.

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Anfang der 1960er-Jahre muss Flarchheim einen großen Teil seiner Gemarkung im Westen zum Aufbau des Truppenübungsplatzes „Weberstedt“ an die Nationale Volksarmee verkaufen. Die Flächen gehören seit 31. Dezember 1997 dem Nationalpark Hainich an. Flarchheim trägt seither den Titel „Nationalparkgemeinde“.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Rat der Gemeinde Flarchheim besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU 4 Sitze
  • FW 1 Sitz
  • FW DU 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Nach der Kommunalwahl 2014 besteht der Gemeinderat aus 6 Mitgliedern.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Dietmar Ohnesorge wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Wahrzeichen Flarchheims war die um 1909 gepflanzte Allee aus Pyramidenpappeln an der Ortsverbindungsstraße nach Oppershausen. Die Pappeln wurden aus Gründen der Verkehrssicherheit 2007 gefällt und 2008 durch eine Allee aus Säuleneichen ersetzt.
  • Als Zeugnisse eines oft derben Volkshumors bildeten sich bereits vor Jahrhunderten Besonderheiten des jeweiligen Dorfes charakterisierende Neck- und Spitznamen heraus. Demnach lebten hier im Ort die Flarchheimer Heuochsen.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abraham Bock (1531–1603), kursächsischer Hofbeamter und Rittergutsbesitzer, erhielt 1565 Anwartschaft auf das Rostsche Gut
  • Friedrich Polack (1835–1915), Pädagoge
  • Erich Röth (1895–1971), u.a. thüringischer Mundartforscher

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. http://www.flarchheim.de/politik/mitglieder.php?gremium=2680
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Rolf Aulepp: Spitznamen der Orte und ihrer Bewohner im Kreise Mühlhausen. In: Eichsfelder Heimathefte. Bd. 27, Nr. 1, 1987, ISSN 0232-8518, S. 78–83.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flarchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien