Flugplatz Merseburg

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Flugplatz Merseburg
Merseburg (Deutschland)
Merseburg
Merseburg
Kenndaten
ICAO-Code EDAM
Koordinaten

51° 21′ 43″ N, 11° 57′ 2″ OKoordinaten: 51° 21′ 43″ N, 11° 57′ 2″ O

Höhe über MSL 104 m (341 ft)


Start- und Landebahn
08/26 1140 m × 30 m Beton

i1 i3


i8 i10 i12 i14

BW

Der Flugplatz Merseburg (englisch : Merseburg Airport) ist ein Sonderlandeplatz in Merseburg in Sachsen-Anhalt.

Lage und Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt am westlichen Stadtrand von Merseburg.

Mit dem Pkw ist der Flugplatz über die B 91 zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Nutzung des Geländes als Segelfliegerplatz geht auf das Jahr 1925 zurück. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Merseburg als Standort eines Fliegerhorstes ausgewählt. Mit der Planung wurde 1933 begonnen. In den Jahren 1934 und 1935 entstanden große Teile des Flugplatzes und der Kaserne. Am 10. Oktober 1935 wurde er mit den Tagen der Flieger eingeweiht. Auf dem Gelände befand sich die Fliegergarnison, 1936 folgte eine Zweigstelle der Junkers-Werke und 1940/41 eine Fliegerschule. Am 1. April 1936 wurde hier das Kampfgeschwader 153 aufgestellt, das spätere Kampfgeschwader 3. Am 12. April 1945 wurde der Flugplatz durch US-Truppen eingenommen und im Sommer 1945 an die sowjetische Luftwaffe übergeben. Ab 1951 lag in Merseburg der Stab der 6. Gardejagdfliegerdivision zusammen mit dem ihr angehörigen 85. Gardejagdfliegerregiment. 1952 wurde eine 2000 m lange und 60 m breite Start- und Landebahn in Betrieb genommen. Diese wurde 1961 auf 2500 m verlängert und 1991 beim Abzug der sowjetischen Truppen teilweise demontiert. Die heute zivil genutzten Hangars wurden ab 1968 errichtet. Heute wird er durch den Merseburger Luftsportverein, den Fliegerclub Leipzig[1] und Geschäftsreisende genutzt.[2]

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Luftfahrt- und Technik-Museumspark Merseburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Büttner: Rote Plätze: Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945–1994. Aerolit, Berlin 2007, ISBN 978-3-935525-11-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite des Fliegerclubs Leipzig. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  2. Nutzung des Flugplatz Merseburg. Abgerufen am 17. Dezember 2010.