Flugplatz Laucha

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Flugplatz Laucha
Startstelle des Flugplatzes Laucha
Kenndaten
ICAO-Code EDBL
Koordinaten

51° 14′ 45″ N, 11° 41′ 36″ OKoordinaten: 51° 14′ 45″ N, 11° 41′ 36″ O

225 m (738 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km nordöstlich von Laucha an der Unstrut
Basisdaten
Betreiber Stadt Laucha
Fläche 85 ha
Start- und Landebahn
09/27 720 m × 30 m Gras

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Laucha, Flugplatz, Luftaufnahme (2017)

Der Flugplatz Laucha ist ein Sonderlandeplatz auf dem Gebiet der Stadt Laucha an der Unstrut im Burgenlandkreis von Sachsen-Anhalt. Seine Platzfrequenz ist 119,860 MHz (INFO).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz diente ab 1932 als Segelflugübungsplatz und ab 1937 als Reichssegelflugschule. Er wurde dann zur Ausbildung des fliegerischen Nachwuchses der Luftwaffe genutzt, gegen Kriegsende als Feld- und Notlandeflugplatz. Am 12. April 1945 wurden viele Flugplatzeinrichtungen vor der Besetzung durch US-Truppen gesprengt.[1]

Flugbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Woche ist im Sommer immer Flugbetrieb zu verzeichnen durch das Haus der Luftsportjugend. Am Wochenende herrscht reger Segelflug-, Modellbetrieb, vereinzelt auch Gleitschirm-, Drachen-, UL-Flug. Bei Südwest- bzw. Westwind besteht die Möglichkeit zum Hangflug, hierbei ist auf die Hangflugordnung zu achten.

Das ca. 85 Hektar große Gelände ist für alle Luftsportarten zugelassen. Auf der 720 m langen Grasbahn können Maschinen bis 5,7 t landen. Die Grasbahn liegt direkt in Ost-West-Richtung (09/27).

Im Jahr 2007 wurde die Kontrollzone (TMA) um Leipzig geändert, dabei ergaben sich aktuelle Änderungen am Sonderlandeplatz Laucha, u. a. die Einführung einer Segelflugzone (Querfurt).

Am 17. Juni 2011 kam es beim Flugplatz Laucha zu einem Flugzeugabsturz, bei dem der Pilot eines Segelflugzeugs starb. Es war der bisher schwerste Flugunfall dieser Art in Laucha.[2]

Besondere Veranstaltungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jährlich finden auf dem Flugplatz die Flugtage statt. Jedes Jahr zu Himmelfahrt und am Wochenende nach Himmelfahrt
  • Tag der offenen Tür mit dem Treffen der Minimum Flieger: Ende August
  • Oldtimer- und Gleiter-Treffen: Mitte September

Nutzer des Platzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Laucha an der Unstrut ist Halter des Platzes.

Die Nutzer sind der Luftsportverein Laucha Dorndorf, der Flugmodellsportclub „Unstruttal“ und das Haus der Luftsportjugend.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Möller: Kriegsende an Saale und Unstrut. April 1945. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013. ISBN 978-3-86777-456-7. S. 124–125
  2. Constanze Matthes: Burgenlandkreis: Segelflieger stirbt bei Absturz. In: mz-web.de. 17. Juni 2011, abgerufen am 7. November 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]