Flupyrsulfuron-methyl

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Strukturformel
Strukturformel von Flupyrsulfuron-methyl
Allgemeines
Name Flupyrsulfuron-methyl
Andere Namen
  • 2-​[(4,6-​Dimethoxypyrimidin-​2-​ylcarbamoyl)​sulfamoyl]​-​6-​(trifluormethyl)​nicotinsäure
  • Methyl-2-[({[(4,6-dimethoxypyrimidin-2-yl)amino]carbonyl}amino)sulfonyl]-6-trifluormethylnicotinat
Summenformel
  • C15H14F3N5O7S
  • C15H13F3N5NaO7S (Na-Salz)
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken0[Ein-/ausblenden]
CAS-Nummer
PubChem 9604449
Wikidata Q16064432
Eigenschaften
Molare Masse
  • 465,36 g·mol−1
  • 487,34 g·mol−1 (Na-Salz)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

165–170 °C[1]

Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (0,6 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273​‐​391​‐​501 [2]
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Flupyrsulfuron-methyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, welche etwa im Jahr 2000 von DuPont als Herbizid eingeführt wurde.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flupyrsulfuron-methyl wird als systemisches und selektives Herbizid eingesetzt, welches über Hemmung der Acetolactat-Synthase wirkt. Die Biosynthese der Aminosäuren mit verzweigten Seitenketten wie L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin wird unterbunden.

Es wirkt besonders gut gegen Acker-Fuchsschwanzgras und Gemeinen Windhalm sowie gut gegen Kamille, Kornblume, Storchschnäbel, Ausfallraps und Vogelmiere;[4] das Acker-Fuchsschwanzgras hat jedoch bereits Resistenzen ausgebildet.[5]

Flupyrsulfuron-methyl ist in Deutschland ein vergleichsweise teures Herbizid.

Zulassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu Flupyrsulfuron-methyl. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 17. März 2014.
  2. a b Datenblatt Flupyrsulfuron-​methyl sodium, PESTANAL bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 19. Mai 2017 (PDF).
  3. a b Eintrag zu Flupyrsulfuron-methyl in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 27. März 2014.
  4. Dupont: Produktdatenblatt Lexus, abgerufen am 19. Mai 2017.
  5. Peter Niemann, Rolf Bünte, Jörg-Henning Hoppe: Erste Nachweise von Flupyrsulfuron-Resistenz bei Alopecurus myosuroides in Norddeutschland. In: Gesunde Pflanzen. Band 54, Nr. 6, August 2002, S. 183–187, doi:10.1046/j.1439-0345.2002.00183.x (PDF).
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands; abgerufen am 23. Februar 2016.