Foals

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Foals
Foals bei Rock im Park, 2016.
Foals bei Rock im Park, 2016.
Allgemeine Informationen
Genre(s) Indie-Rock, Math-Rock
Gründung 2005
Website www.wearefoals.com
Aktuelle Besetzung
Yannis Philippakis
Jack Bevan
Gitarre, Keyboard
Jimmy Smith
Keyboard, Saxophon
Edwin Congreave
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Gitarre
Andrew Mears
Walter Gervers

Foals (engl. pl. für Fohlen) ist eine Indie- und Math-Rock-Band aus Oxford, England. Ihr Musikstil ist primär vom Math-Rock geprägt, gilt jedoch als außerdem von Techno und Minimal beeinflusst.

Das erste Album Antidotes wurde im März 2008 veröffentlicht. Es wurde von Wendy Jane und Dave Sitek von TV on the Radio produziert,[1] obwohl die Bandmitglieder das Album selbst abmischten.[2] Die Band hat derzeit einen Vertrag mit Transgressive Records in Europa sowie Sub Pop in den USA.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Foals wurden von Andrew Mears, dem Sänger der Band Youthmovie Soundtrack Strategies (jetzt Youthmovies), gegründet. Er war noch an der Debüt-Single Try This on Your Piano/Look at My Furrows of Worry beteiligt, verließ die Band aber nach einigen Monaten, um sich auf das Album Good Nature der Youthmovies zu konzentrieren.[3] Der Gitarrist und Keyboarder der Band Jimmy Smith spielte zuerst gemeinsam mit Walter Gervers in der Band Face Meets Grill, die sich kurz vor der Gründung der Foals auflöste. Nachdem Edwin Congreave (Keyboard, Saxophon) und Yannis Philippakis (Gesang, Gitarre) dazustießen, war die Besetzung komplett. Bevan und Philippakis sind seit Kindertagen befreundet und spielten vor ihrer Zeit bei den Foals in der Math-Rock-Band The Edmund Fitzgerald. Die ersten veröffentlichten Songs der Band waren Mathletics, Hummer und Astronauts and All, wobei der Erfolg jedoch zunächst ausblieb.

Das erste Album der Foals, Antidotes, erschien am 24. März 2008. Im selben Jahr wurde auch eine Limited Edition veröffentlicht, auf der Songs wie XXXXX vertreten waren, welche als Intros bei Konzerten dienten. Auf den jeweiligen Singles waren auch B-Seiten enthalten wie Brazil Is Here, Unthink This, A Sketch for ESG und weitere. Später erschien beim Release der Single Red Socks Pugie auch eine neunminütige Version von Glaciers, welches es zuvor nur zweiminütig gegeben hatte.

Yannis Philippakis beim Rock im Park 2016
Edwin Congreave beim Rock im Park 2016

Im selben Jahr ereignete sich eine Schlägerei beim Summercase Festival 2008, in die Yannis Phillipakis verwickelt war. Als Grund wurde angegeben, dass der Frontsänger der Sex Pistols gegenüber dem Bloc-Party-Frontmann Kele Okereke rassistische Bemerkungen gemacht habe, woraufhin Phillipakis und die Kaiser Chiefs versucht haben sollen, den entstandenen Streit zu schlichten, und dabei verletzt wurden. Die Foals konnten jedoch wieder auftreten und widmeten den Song Cassius dem Frontmann der Sex Pistols.[4]

2009 spielten Foals als Vorband von Bloc Party in London sowie beim All Tomorrow’s Parties Festival. Der Song Olympic Airways war anschließend Soundtrack des Computerspiels FIFA 09, im Spiel Pro Evolution Soccer 11 war das Lied Miami vertreten. Im Jahr 2015 waren die Foals in zwei Videospielen vertreten: In FIFA 16 läuft der Song Mountain At My Gates aus dem Album What Went Down, in dem Spiel Life Is Strange ist der Titel Spanish Sahara zu hören.

Nach dem Album Antidotes erschienen Songs wie Spanish Sahara, Alabaster, Total Life Forever und O-Funk. Im August starteten sie mit neuen Aufnahmen im Tonstudio Svenska Gramofon in Göteborg, Schweden. Am 7. Mai 2010 erschien schließlich das Album Total Life Forever. Im Dezember 2011 spielten sie als Vorgruppe der Red Hot Chili Peppers.

Am 8. Februar 2013 wurde das dritte Studioalbum Holy Fire veröffentlicht. Am 28. August 2015 erschien das vierte Studioalbum What Went Down.

Am 5. Januar 2018 teilte die Band mit, dass der Bassist Walter Gervers die Band verlassen wird. Zeitgleich wurde bekannt gegeben, dass am fünften Studioalbum gearbeitet wird. Am 14. Januar 2019 kündigten Foals über Twitter an, dass 2019 gleich zwei neue Alben erscheinen sollen. Teil eins des Doppelalbums Everything Not Saved Will Be Lost soll am 8. März erscheinen, Teil zwei dann ein halbes Jahr später im Herbst.[5] Eine Woche später erschien die erste Single-Auskopplung Exits.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[6][7]
Antidotes
  UK 3 Gold 05.04.2008 (6 Wo.)
Total Life Forever
  DE 48 21.05.2010 (1 Wo.)
  CH 62 23.05.2010 (1 Wo.)
  UK 8 Gold 22.05.2010 (11 Wo.)
Holy Fire
  DE 31 22.02.2013 (2 Wo.)
  AT 39 22.02.2013 (1 Wo.)
  CH 15 24.02.2013 (6 Wo.)
  UK 2 Gold 23.02.2013 (32 Wo.)
  US 86 02.03.2013 (1 Wo.)
What Went Down
  DE 26 04.09.2015 (2 Wo.)
  AT 36 11.09.2015 (1 Wo.)
  CH 9 06.09.2015 (4 Wo.)
  UK 3 Gold 10.09.2015 (30 Wo.)
  US 58 19.09.2015 (1 Wo.)
Everything Not Saved Will Be Lost Part 1
  DE 15 15.03.2019 (1 Wo.)
  AT 27 22.03.2019 (1 Wo.)
  CH 15 17.03.2019 (… Wo.)
  UK 2 21.03.2019 (… Wo.)
  US 58 23.03.2019 (… Wo.)
Singles[6][7]
Balloons
  UK 39 22.12.2007 (2 Wo.)
Cassius
  UK 26 01.03.2008 (8 Wo.)
Red Socks Pugie
  UK 89 21.06.2008 (1 Wo.)
This Orient
  UK 97 15.05.2010 (1 Wo.)
My Number
  UK 23Gold 23.02.2013 (7 Wo.)
Mountain at My Gates
  UK 87Silber 10.09.2015 (2 Wo.)
Exits
  UK 70 07.02.2019 (… Wo.)
In Degrees
  UK 82 21.03.2019 (… Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antidotes (24. März 2008)
  • Total Life Forever (10. Mai 2010)
  • Holy Fire (11. Februar 2013)
  • What Went Down (28. August 2015)
  • Everything Not Saved Will Be Lost Part 1 (8. März 2019)
  • Everything Not Saved Will Be Lost Part 2 (20. September 2019)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Live at Liars Club (19. März 2007)
  • iTunes Live: London Festival '08 (11. Juli 2008)
  • Gold Gold Gold (9. September 2008)
  • UK B-sides (2008)
  • iTunes Festival: London 2010 (8. Juli 2010)
  • Metropolis Session (6. Dezember 2010)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Try This on Your Piano/Look at My Furrows of Worry (3. April 2006)
  • Hummer (23. April 2007)
  • Mathletics (20. August 2007)
  • Balloons (10. Dezember 2007)
  • Cassius (10. März 2008)
  • Red Socks Pugie (9. Juni 2008)
  • Olympic Airways (10. September 2008)
  • Spanish Sahara (1. März 2010)
  • This Orient (3. Mai 2010)
  • Miami (5. Juli 2010)
  • Blue Blood (4. November 2010)
  • Inhaler (5. November 2012)
  • My Number (17. Dezember 2012)
  • Late Night (22. April 2013)
  • Bad Habit (19. Juli 2013)
  • Mountain at My Gates (28. August 2015)
  • Exits (22. Januar 2019)
  • On the Luna (14. Februar 2019)
  • Sunday (25. Februar 2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Foals – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scott Colothan: TV on the Radio’s Dave Sitek to Produce Foals. In: Gigwise. Giant Digital, 26. April 2007, abgerufen am 21. August 2013 (englisch).
  2. Niall O’Keeffe: Interview: Foals – Foals Get on Their High Horse. (Nicht mehr online verfügbar.) In: The Stool Pigeon. Junko Partners Publishing, 2. Dezember 2007, archiviert vom Original am 21. September 2011; abgerufen am 21. August 2013 (englisch).
  3. Mike Diver: Foaling around: founders' foibles dissected. In: Drowned in Sound. Silentway, 11. Januar 2008, abgerufen am 21. August 2013 (englisch).
  4. Rosie Swash: John Lydon accused of racist attack on Kele Okereke. In: The Guardian. Guardian News & Media Ltd., 21. Juli 2008, abgerufen am 21. August 2013 (englisch).
  5. Foals kündigen zwei Alben für 2019 an. In: musikepress.de. 15. Januar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019.
  6. a b Chartquellen: DE (Memento des Originals vom 24. Mai 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musicline.de AT CH UK US
  7. a b Auszeichnungen: UK