Fouta Djallon

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Canyon im Fouta Djallon

Das Fouta Djallon [futadʒaˈlɔ̃], deutsch Futa Dschalon (Alternativschreibungen: Futa Jalon, Futa Djalon, Fouta Djalon) ist ein Bergland in Guinea (Westafrika). Es ist ferner eine der vier inoffiziellen, geografisch definierten Regionen des Landes. Ein Alternativname ist Mittelguinea (französisch Moyenne Guinée, zone du Fouta Djalon). Zentrum der Region ist Labé.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie befindet sich im Zentrum des Staats auf der Oberguineaschwelle. Das Bergland hat eine Ausdehnung von etwa 47.000 km² und liegt auf bis zu 1538 m Höhe.[1] Die Landschaft, die aufgrund der schleppenden Modernisierung weitgehend unberührt ist, wird vom Bergland von Fouta Djallon mit dessen zahlreichen Tafelbergen bestimmt. Sie ist geprägt durch die Vegetation des tropischen Trockenwalds. Die Einheimischen nützen das Land für den Anbau von Feldfrüchten, Getreide und Mais. Die Tierzucht beschränkt sich auf Ziegen und Rinder.

Die Region Fouta Djallon und auch die Hauptstadt Labé sind touristisch so gut wie nicht erschlossen. Grund dafür ist vor allem die schlechte Infrastruktur, wie sie in ganz Guinea Standard ist. Strom und Fließwasser sind in der Region eine Seltenheit.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet wird hauptsächlich von Fulbe (Peul) bewohnt. Der Ful-Dialekt von Fouta Djallon gilt in Guinea als nationale Sprache. Im Gegensatz zu den meisten Fulbe sind die Fulbe des Fouta Djallon sesshaft.

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Fouta Djallon mit den wichtigsten Flüssen

Das Bergland von Fouta Djallon ist der „Wasserturm Westafrikas“. Hier entspringen die Flüsse Senegal (Bafing) und, Gambia die nach Norden entwässern. Nach Westen ist es der Rio Corubal über Guinea-Bissau und der Konkoure nach Südwesten. Nach Süden, über Sierra Leone, ist es der Little Scarcies und nach Osten fließen die Nebenflüsse des Niger, wie der Tinkisso. Ins Besondere der Senegal profitiert von den hohen Niederschlägen im Bergland, da er in seinem weiteren Verlauf in die Sahelzone außerhalb der Regenzeit kaum weiteres Wasser dazu bekommt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Fouta Djallon stammt von den Dialonke, den ursprünglichen Bewohnern des Gebiets. Von zirka 1700 bis 1934 existierte das gleichnamige, von den Fulbe gegründete Reich von Fouta Djallon, das von Karamoko Alfa und Ibrahima Sori in einem Jihad erobert wurde. Timbo, das 42 Kilometer nordöstlich von Mamou liegt, war der Sitz des Emirs, das 1896 von den Franzosen besetzt wurde.[2]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fouta Djallon Highland Water Atlas - The Water Tower of West Africa
  2. Artikel Fouta Djallon in Enzyklopädie Britannica

Koordinaten: 11° 19′ N, 12° 17′ W