Frédéric Bußmann

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Frédéric Bußmann (* 29. September 1974 in Boulogne-Billancourt, Frankreich) ist ein Kunsthistoriker und seit 2018 Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frédéric Bußmann wuchs in Münster auf. Er studierte Kunstgeschichte und Neuere und Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Università degli studi Roma Trè in Rom. 2006 wurde er mit einer Dissertation über die Kunstsammlungen des Prince de Conti promoviert. Anschließend arbeitete er bis 2008 als wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris. Sein wissenschaftliches Volontariat absolvierte an der Staatlichen Graphischen Sammlung München und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Dort war er von 2010 bis 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beteiligt an der internationalen Ausstellung Die Kunst der Aufklärung im Chinesischen Nationalmuseum in Peking, einer Kooperation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Staatlichen Museen zu Berlin und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Seit 2011 arbeitete er als Kurator für Malerei und Plastik des 19. Jahrhunderts bis Gegenwart am Museum der bildenden Künste Leipzig. In Leipzig hat er zu einer Vielzahl von Themen wissenschaftlich gearbeitet und Ausstellungen kuratiert, so zur Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, zur Pop Art ebenso wie zur DDR-Kunst, aber auch zur zeitgenössischen Kunst wie etwa die Ausstellung Displacements/Entortungen mit Ayşe Erkmen und Mona Hatoum.

Zum 1. Mai 2018 übernahm Bußmann in Nachfolge von Ingrid Mössinger die Leitung der Kunstsammlungen Chemnitz.[1][2] Er ist Mitglied verschiedener Fachbeiräte und Jurys, darunter Fachbeiratsmitglied für spartenübergreifende Projekte[3] der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Sprecher des Fachbeirats für Künstlernachlässe des Freistaates Sachsen seit 2019[4] und Mitglied der erweiterten Kunstankaufskommission des Bundes bis 2022[5]. Im Frühjahr 2021 wurde er in den Sächsischen Kultursenat gewählt.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammeln als Strategie. Die Kunstsammlungen des Prince de Conti im Paris des ausgehenden Ancien Régime. Gebr. Mann, Berlin 2010, ISBN 978-3-7861-2604-1 (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss.; auch als französische Ausgabe, 2012).

Herausgeberschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Hans-Werner Schmidt: Leben mit Pop! Grafik der 60er Jahre von Warhol bis Richter. Museum der Bildenden Künste, Leipzig 2012, ISBN 978-3-86060-024-5 (anlässlich der Ausstellung „Leben mit Pop! Grafik der 1960er Jahre von Warhol bis Richter“ im Museum der Bildenden Künste Leipzig, 30. September 2012 bis 13. Januar 2013).
  • mit Alfred Weidinger: Ayşe Erkmen & Mona Hatoum, displacements = Ayşe Erkmen & Mona Hatoum, Entortungen. VfmK, Verlag für moderne Kunst GmbH, Wien; Museum der bildenden Künste, Leipzig [2017], ISBN 978-3-903153-79-0 (Ausstellungskatalog, Museum der bildenden Künste, 18. November 2017 – 18. Februar 2018, Leipzig).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LVZ-Online: Leipziger Kurator soll Mössinger-Nachfolger in Chemnitz werden. In: lvz.de. 3. Dezember 2017, abgerufen am 7. Dezember 2017.
  2. Kontakt. In: kunstsammlungen-chemnitz.justexpertise.de. Kunstsammlungen Chemnitz, abgerufen am 16. Juli 2018.
  3. Die Fachbeiräte der Kulturstiftung. Fachbeirat Spartenübergeifende Projekte. In: kdfs.de. Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, abgerufen am 15. November 2020.
  4. Kunstministerium startet Pilotphase zur Förderung von Künstlernachlässen. In: sachsen.de, 12. April 2019, abgerufen am 12. Oktober 2020.
  5. Die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. In: bundesregierung.de. Staatsministerin für Kultur und Medien, 3. August 2020, abgerufen am 15. November 2020.
  6. Michael Müller: Museumschef in Sächsischen Kultursenat gewählt. Frédéric Bußmann wird dritter Chemnitzer in dem Gremium. In: Freie Presse. 17. Mai 2021, abgerufen am 2. Juni 2021 (Artikelanfang frei abrufbar).