Françoise Mezière

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Françoise Mezière (* 25. August 1745 in Mézangers; † 5. Februar 1794 in Laval) war eine französische geweihte Jungfrau, die während der Französischen Revolution zum Tode verurteilt und mit der Guillotine enthauptet wurde.

Am 19. Juni 1955 sprach Papst Pius XII. sie zusammen mit den 14 Märtyrern von Laval und vier weiteren Opfern des Terreur selig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Françoise Mezière lebte bei den Schwestern der Barmherzigkeit in Laval, ohne einer Ordensgemeinschaft anzugehören. Sie hatte eine Ausbildung als Lehrerin genossen und erteilte den Kindern Religionsunterricht, daneben war sie auch für die Armenfürsorge tätig. Ihren Lebensunterhalt bezog sie aus einer Stiftung der Pfarrei Saint-Léger.

Nachdem der Aufstand der Vendée gescheitert war, wurden zwei Aufständische, einer von ihnen verwundet, bis in den Wald von Montecler nahe Saint-Léger verfolgt, wo sie sich versteckten. Françoise Mezière kannte den Aufenthaltsort der beiden Vendéens und versorgte sie neun Tage lang, so gut sie konnte, wobei sie auch die Wunden des Verletzten behandelte. Als die beiden Männer entdeckt und verhaftet wurden, wurde die Hilfeleistung der Françoise Mezière ihr als Komplizenschaft mit den „Feinden der Republik“ angerechnet, sie wurde deshalb am 5. Februar 1794 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Isidore Bouillet: Mémoires ecclésiastiques concernant la ville de Laval et ses environs. 2. Auflage. H. Godbert, Laval 1846, S. 230–232 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]