Francesco Bartolozzi

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Francesco Bartolozzi, porträtiert von Anton Raphael Mengs
Francesco Bartolozzi, Selbstporträt
Francesco Bartolozzi, porträtiert von Lemuel Francis Abbott

Francesco Bartolozzi (* 25. September 1728 in Florenz; † 2. März 1815 in Lissabon) war ein italienischer Kupferstecher, Zeichner und Verleger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francesco Bartolozzi sollte eigentlich den Beruf seines Vaters, eines Gold- und Silberschmieds erlernen, studierte dann jedoch an der Accademia in Florenz und besuchte Mal- und Zeichenkurse bei Ignazio Hugford. Er ging nach Venedig, wo er ab 1748 in der Werkstatt des Kupferstechers Joseph Wagner (1706–1780) arbeitete. 1754 eröffnete er eine eigene Werkstatt. Im Jahre 1764 ging er nach Rom. Ab 1764 lebte er auf Einladung von Richard Dalton, Bibliothekar König George III., in London. Dort wurde er nach einiger Zeit zum „Engraver of the King“ mit einem Jahresgehalt von 300 £ ernannt. Am 10. Dezember 1768 war er Gründungsmitglied der Royal Academy of Arts. In London entwickelte Bartolozzi eine neue Technik der Kupferstecherei, die Schattierungen ermöglichte und Farbdrucke erleichterte. 1801 erhielt er die Berufung zum Direktor der Nationalakademie in Lissabon. Dies Position hatte er bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1813 inne.

Sein Sohn Stefano Gaetano Bartolozzi (1757–1821) war ebenfalls Kupferstecher, jedoch überwiegend als Kunsthändler tätig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew White Tuer: Bartolozzi and his work. A biographical and descriptive account of the life and career of Francesco Bartolozzi, R.A. (illustrated); with some observations on the present demand for and value of his prints; together with a list of upwards of 2,000 of the great engraver’s works. Field & Tuer, London 1882 (Digitalisat Band 1; Band 2).
  • Bartolozzi, Francesco. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 2: Antonio da Monza–Bassan. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1908, S. 580 (Textarchiv – Internet Archive).
  • Francisco Bartolozzi. Catalogue des estampes et notice biographique, d'après les manuscrits de A. de Vesme entièrement reformés et complétés d'une étude critique par A. Calabi. Modiano, Mailand 1928 (enthält ein 2553 Nummern umfassendes Verzeichnis seiner Stiche).
  • Alessandro Tosi: Bartolozzi, Francesco. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 7, Saur, München u. a. 1993, ISBN 3-598-22747-7, S. 299–301.
  • Barbara Jatta (Hrsg.): Francesco Bartolozzi: incisore delle Grazie. Artemide, Rom 1995, ISBN 88-86291-03-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Francesco Bartolozzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien