Frank Berger (Numismatiker)

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Frank Berger (* 1957) ist ein deutscher Numismatiker und Museumskurator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Berger studierte nach dem Abitur, abgelegt 1976 in Wipperfürth, von 1977 bis 1984 Geschichte und Germanistik. Von 1984 bis 1985 war bei der Archäologischen Kommission für Niedersachsen in Hannover tätig. Frank Berger war 1985 Mitgründer der Konrad-Bayer-Gesellschaft. Er wurde 1990 an der Universität Hannover promoviert. Von 1985 bis 1997 war er am Kestner-Museum in Hannover tätig. Seit 1992 hatte er Lehraufträge an den Universitäten Hannover, Osnabrück, Frankfurt und Marburg. Seit 1997 ist Berger Kurator am Historischen Museum Frankfurt. Dort ist er zuständig für das Münzkabinett, Waffen und Rüstungen, Technik, Modelle und Dioramen.[1]

Berger veröffentlicht Publikationen zur Numismatik und Polarforschung und ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.[2] Sein Hauptforschungsgebiet sind römische Fundmünzen. Dabei beschäftigt er sich auch mit der Datierung römischer Münzen der römisch-germanischen Schlachten, etwa des Harzhornereignisses und der Varusschlacht.[3][4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Christian Stoess: Osnabrück, Aurich, Oldenburg (= Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland. Abt. VII (Niedersachsen und Bremen), Band 1/3). Berlin 1988, ISBN 3-7861-1550-8.
  • Hannover, Lüneburg, Braunschweig, Hildesheim, Stade, Bremen (= Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland. Abt. VII (Niedersachsen und Bremen), Band 4/9). Berlin 1988, ISBN 3-7861-1551-6.
  • Die Münzen der Römischen Republik im Kestner-Museum Hannover (= Sammlungskataloge der Bestände im Kestner-Museum. Band 7). Hannover 1989, ISBN 3-924029-12-1.
  • mit Helmut Reitz: Der Münzfund von Bevern (Um 1460). Bremervörde 1989.
  • Die antiken Goldmünzen im Kestner-Museum Hannover (= Sammlungskataloge der Bestände im Kestner-Museum. Band 9). Hannover 1991, ISBN 3-924029-15-6.
  • Untersuchungen zu römerzeitlichen Münzfunden in Nordwestdeutschland. Mann, Berlin 1992, ISBN 3-7861-1675-X (Dissertation, Universität Hannover, 1990).
  • Die mittelalterlichen Brakteaten im Kestner-Museum Hannover (= Sammlungskataloge der Bestände im Kestner-Museum, Band 12). Hannover 1993, ISBN 3-924029-21-0.
  • Die römischen Fundmünzen: Text und Tafeln (= Kalkriese. Bd. 1). Darmstadt 1996, ISBN 3-8053-1917-7.
  • Geld ohne Grenzen. Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-89282-032-5.
  • 12 werden eins: Ein Geld für Europa. Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-89282-041-4.
  • Frankfurt und der Nordpol: Forscher und Entdecker im ewigen Eis. Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-285-7.
  • Carl Weyprecht (1838–1881): Seeheld, Polarforscher, Geophysiker. Wien 2008, ISBN 978-3-7001-4019-1.
  • mit Enrico Mazzoli: Eduard Ritter von Orel (1841-1892) und die österreichisch-ungarische Nordpolar-Expedition mit seinem Rückzugstagebuch von 1874. Triest 2010, ISBN 978-88-96940-38-9.
  • mit Christian Setzepfandt: 101 Unorte in Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-7973-1248-8.
  • mit Enrico Mazzoli: Triest und der Nordpol. Die Berichterstattung der Triester Zeitungen über die österreichisch-ungarische Nordpolarexpedition von 1872/1874 mit den Expeditionstagebüchern eines Matrosen (Bootsmann Pietro Lusina) und des Maschinisten Josef Pospischil. Triest 2014, ISBN 978-88-6803-083-4.
  • Julius Payer. Die unerforschte Welt der Berge und des Eises. Bergpionier – Polarfahrer – Historienmaler. Innsbruck/Wien 2015, ISBN 978-3-7022-3441-6.
  • mit Riccardo Decarli: Alla Scoperta di mondi glaciali. Julius Payer, ritratto di alpinista, viaggiatore polare e pittore. Lecco 2015.
  • 101 Geldorte in Frankfurt. Frankfurt am Main 2016, Societätsverlag. ISBN 978-3-95542-186-1.

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kuratoren des Historischen Museums Frankfurt, abgerufen am 10. März 2013.
  2. Deutsches Archäologisches Institut@1@2Vorlage:Toter Link/www.dainst.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 10. März 2013.
  3. Das römisch-germanische Schlachtfeld vom Harzhorn, Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur vom 25. August 2010 (PDF-Datei; 900 kB)
  4. Münzen verraten den Zeitpunkt der Schlacht In: stern.de vom 17. April 2009.