Frank Schäfer (Friseur)

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Frank Conte-Schäfer[1] (geboren 1959[2]) ist ein deutscher Schauspieler und Friseur. Er galt als Stilikone der DDR.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Schäfer ist der Sohn von Gerd E. Schäfer, einem Fernsehstar in der DDR. Schäfer flog von der Schule, weil er eine Platte aus dem Westen mitgebracht hatte. Er sollte dann Kostümbildner werden, lernte Modegestaltung und kam zum Fachschulstudium nach Reichenbach.[3]

Er stotterte, verlobte sich mit einer Frau und begann früh, sich für Männer zu interessieren.[3] Seinen Friseurberuf erlernte er in der PGH „Modische Linie“ auf der Schönhauser Allee. Er arbeitete als Visagist.[3]

Schäfer kam über den Fotografen Sven Marquardt in die freie Mode- und Künstlerszene der DDR, machte bei Konzerten und Modeschauen mit.[3]

1982 spielte Schäfer auf Schloss Moritzburg bei Dresden einen Striptease als Frau in einem Rokoko-Kostüm.[4] Er spielte diese Rolle, da eine Schauspielerin ausgefallen war und der bekannte Regisseur Klaus Ehrlich einen Ersatz brauchte. Dies war eine der seltenen Darstellungen von Homosexualität im DDR-Fernsehen.

Schäfer wurde bei einem Aufenthalt im Gefängnis durch einen Polizisten vergewaltigt.[5] 1988 ging Schäfer, weil er immer wieder verhaftet wurde, in den Westen. Er sollte bei einer Heiner-Müller-Inszenierung schminken und nutzte ein zehntägiges Ausreise-Visum[6], um im Westen zu bleiben.[3]

In den 1990er Jahren wuchs seine Popularität, u. a. dank seines Rufes als Schamhaarfriseur.[6]

Schäfer führt einen Szene-Friseurladen ("Frank & Amanda")[6] im Prenzlauer Berg in Berlin.[6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Puppen über dem Schaufenster. Was soll das? auf www.prenzlauerberg-nachrichten.de
  2. Real existierendes schwules Leben in der DDR auf www.queer.de
  3. a b c d e f DDR-Stilikone: Frank Schäfer: „Wennde reich bist, haste dann besseren Sex?“ (Memento des Originals vom 8. Januar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tagesspiegel.de Der Tagesspiegel, 17. März 2014
  4. Ein Traum in Erdbeerfolie auf www.filmzentrale.com
  5. Die andere DDR: Es gab uns wirklich, Die Zeit, 16. Oktober 2014
  6. a b c d Berliner Söhne: "Ich war nur noch der Schamhaarschneider" Spiegel Online, 5. Dezember 2000
  7. Website zum Film