Franz Carl Gerster

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Franz Carl Gerster (* 25. August 1853 in Regensburg; † 1929 in Braunfels[1]) war ein deutscher Mediziner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Carl Gerster studierte von 1871 bis 1876 an der polytechnischen Schule München Ingenieurwissenschaften. 1872 wurde er dort Mitglied des Corps Franconia.[1] 1876 schloss er das Studium als Ingenieur für Eisenbahnbau ab und wurde Assistent bei der geologischen Landesaufnahme Bayerns am Oberbergamt München. Parallel hierzu studierte er von 1876 bis 1880 in München Naturwissenschaften. 1878 wurde er zum Dr. phil. promoviert. 1880 begann er in München das Studium der Medizin. 1883 studierte er in Paris und London. 1884 legte er in München das medizinische Staatsexamen ab und wurde zum Dr. med. promoviert. 1890 wurde er die Herausgeber der Monatsschrift Hygiea. Ab 1893 war er als Besitzer und Leiter einer Kurpension Kurarzt und Fürstlich Solms'scher Leibarzt in Braunfels.

Zwei Jahre vor dem Psychiater Bernhard von Gudden verfasste Gerster ein Gutachten über König Ludwig II. Gerster untersuchte den bayerischen König am 5. Februar 1884 wegen einer Zahnerkrankung.

Gerster war ein Protagonist der Verwissenschaftlichung der Psychotherapie und der physikalisch-diätetischen Therapie als Fachrichtungen der Humanmedizin.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Carl Gerster wurde zum Geheimen Sanitätsrat ernannt.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Charakter Ludwig's II. von Bayern, 1886 (Neuausgabe im Originaltext mit zahlreichen erklärenden Anmerkungen und biografischen Ergänzungen von Michael Fuchs, Selbstverlag, Berlin, 2014, Leseprobe)
  • Professor Dr. C. Mendel in Berlin und der Hypnotismus, 1892 (zusammen mit Carl Du Prel)
  • Psychologie der Suggestion, 1892 (zusammen mit Hans Schmidkunz)
  • The Lungs in Health and Disease, 1908 (zusammen mit Paul Niemeyer)
  • Eine "Iatrohygienische" Bibliothek, 1917
  • Arztlichpsychologische Ergänzungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 596. (Permalink)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kösener Corpslisten 1960, 106, 411