Franz Fuchs (Historiker)

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Franz Fuchs (* 8. November 1953 in Wörth an der Donau) ist ein deutscher Historiker.

Nach dem Abitur am Johannes-Turmair-Gymnasium in Straubing studierte Fuchs ab dem Wintersemester 1974/75 Geschichte, Deutsch und Sozialkunde an der Universität Regensburg. Franz Fuchs war Assistent am Lehrstuhl von Horst Fuhrmann an der Universität Regensburg und später am Lehrstuhl von Karl-Friedrich Krieger an der Universität Mannheim tätig. Im Wintersemester 1986/87 wurde er über das Thema Die mittelalterliche Bibliothek des Augustinerchorherrenstifts St. Mang in Stadtamhof, Regensburg bei Horst Fuhrmann promoviert.

Fuchs wurde über das Thema Hans Pirckheimer am Hofe Kaiser Friedrichs III. (1458/59) im Sommersemester 1993 habilitiert und zum 1. Oktober 1993 zum Hochschuldozenten in Mannheim ernannt. Er übernahm Vertretungen an der Universität Heidelberg (Wintersemester 1993/94) und nach Erhalt eines Rufes 1995 an der Universität Regensburg. Am 1. August 1995 wurde Fuchs zum C-3-Professor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Regensburg ernannt. Im Sommersemester 2002 erhielt er einen Ruf an die Universität Würzburg auf den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften als Nachfolger von Peter Herde. Seit dem WS 2019/20 ist er emeritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Renaissance- und Humanismusforschung, die Geschichte Regensburgs und Nürnbergs im Spätmittelalter sowie die Epigraphik. Fuchs gilt in der Fachwelt als einer der besten Kenner für die Zeit Friedrichs III. Er ist Vorsitzender der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Humanismus und Renaissance und Herausgeber des Pirckheimer-Jahrbuchs.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Urkunden und Briefe aus den Beständen „Reichsstadt“ und „Hochstift“ Regensburg des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München sowie aus den Regensburger Archiven und Bibliotheken (Regesten Kaiser Friedrichs III., Bd. 15). Wien u. a. 2002 (zusammen mit Karl-Friedrich Krieger).
  • (Hrsg.): Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts. München 2002 (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Beiheft B,19; zusammen mit Peter Schmid).
  • Erkenntnisfortschritte durch Handschriftenkatalogisierung am Beispiel des Faches „Geschichte des Mittelalters“. In: Bayerische Staatsbibliothek (Hrsg.): Katalogisierung mittelalterlicher Handschriften in internationaler Perspektive. Vorträge der Handschriftenbearbeitertagung vom 24. bis 27. Oktober 2005 in München. Wiesbaden 2007, S. 1–13.
  • Nürnberger Gesandte am Hof Kaiser Friedrichs III. In: Claudia Zey, Claudia Märtl (Hrsg.): Aus der Frühzeit europäischer Diplomatie. Zum geistlichen und weltlichen Gesandtschaftswesen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Zürich 2008, S. 301–330 (zusammen mit Rainer Scharf).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]