Franz Mylius

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Franz Benno Mylius (* 27. Mai 1854 in Soldin, heute Myślibórz; † 6. März 1931 in Berlin) war ein deutscher Chemiker.

Leben[Bearbeiten]

Mylius wurde als Sohn eines Apothekers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Guben ohne Abschluss durchlief er eine Lehre in der Apotheke des Vaters. Er arbeitete dann an verschiedenen Orten als Apothekergehilfe, bevor er 1876 ein Pharmaziestudium begann, das er nach zwei Jahren abschloss. Nach kurzem Dienst als Militärapotheker leitete er kurzfristig die Apotheke des Vaters. Schon ein Jahr später ging er zu August Wilhelm Hofmann in Berlin, wechselte dann nach Göttingen, wo er 1883 promoviert wurde. Anschließend ging er nach Freiburg im Breisgau, wo er sich bei Eugen Baumann 1885 habilitierte.

Erneut trat er in den Staatsdienst und leitete ab 1887 die chemische Abteilung der Physikalisch Technischen Reichsanstalt. Dort wurde er 1893 Professor und wirkte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1923.[1]

Werk[Bearbeiten]

Sein Forschungsgebiet umfasste sowohl anorganisch- als auch organisch-chemische Themen. An der Reichsanstalt untersuchte er insbesondere die Beständigkeit von Glas gegen verschiedene Chemikalien.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. R. W. Soukup und A. Schober: Eine Bibliothek als beredte Zeugin eines umfassenden Wandels des wissenschaftlichen Weltbilds. (MS Word; 2,3 MB) Teil I: Die Autoren der Werke der Bibliothek des Robert Wilhelm Bunsen in Kurzbiografien. Diplomarbeit TU Wien.
  2. R. P. Huebener, H. Lübbig: The Chemical Laboratory and the Discovery of New Elements. In: A Focus of Discoveries, S. 79-89.