Franziskanerkirche und Kloster St. Michael

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Franziskanerkloster und Kirche hl. Michael (2011)
Inneres der Klosterkirche

Die Franziskanerkirche und das Kloster St. Michael ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Franziskaner (OFM) in Eisenstadt im Burgenland und seit 1980 wird das Klostergebäude teilweise auch als Diözesanmuseum genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am heutigen Standort befand sich ein Minoritenkloster mit der Kirche zum heiligen Johannes Evangelist, die 1529 im Zuge der Ersten Wiener Türkenbelagerung zerstört wurden. Der Platz blieb verödet bis Graf Nikolaus Esterházy 1625 ein Franziskanerkloster stiftete. Von 1625 bis 1629 wurde das Kloster nördlich an die unter Einbeziehung gotischer Bauteile neu errichtete Franziskanerkirche in der Mittelachse der Joseph-Haydn-Gasse gebaut und 1630 geweiht. Um und nach 1705 wurden unter der Kirche fünf Grüfte errichtet. Kirche und Kloster wurden im Zuge der Zweiten Wiener Türkenbelagerung niedergebrannt und bis zum Jahre 1772 vollständig wiederhergestellt. 1770 wurde von Stephan Dorfmeister das Refektorium mit Ölgemälden und Fresken geschmückt; u. a. mit Darstellungen des letzten Abendmahls sowie des Hl. Antonius von Padua und des Hl. Franziskus'. Von 1777 bis 1778 erfolgte der Neubau des Westturmes der Kirche. Von 1856 bis 1857 wurde die fürstliche Gruft der Esterházy umgebaut und erweitert.

1898 erfolgte eine Renovierung, von 1958 bis 1959 eine Innenrestaurierung, 1971 eine neuerliche Außenrenovierung.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 wurde im zweiten Stock des Franziskanerklosters das Diözesanmuseum eingerichtet und in den darauf folgenden Jahren die Schausammlung ständig erweitert. In jährlich wechselnden Sonderausstellungen werden Themen beleuchtet wie burgenländische Kirchengeschichte und kirchliche Kulturgeschichte wie Wallfahrten, Heiligenverehrung, Kirchenmusik, Glasfenster oder Volksfrömmigkeit.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franziskanerkloster, Eisenstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenstadt Tourismus: Diözesanmuseum Eisenstadt; abgerufen am 1. Sep. 2017

Koordinaten: 47° 50′ 50″ N, 16° 31′ 26″ O