Franzosenschanze (St. Gilgen)

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Franzosenschanze (Rotte)
Franzosenschanze (St. Gilgen) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Salzburg-Umgebung (SL), Salzburg
Gerichtsbezirk Thalgau
Pol. Gemeinde Sankt Gilgen  (KG Gschwand)
Ortschaft Gschwand
Koordinaten 47° 44′ 38″ N, 13° 23′ 6″ OKoordinaten: 47° 44′ 38″ N, 13° 23′ 6″ O
Höhe 554 m ü. A.
Gebäudestand 5 (Adressen 2017f1)
Postleitzahl 5342 Abersee
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Winkl-Ried-Gschwand (50330 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS; Historische Befestigung ()
f0

BW

Franzosenschanze ist eine Ortslage in der Wolfgangseeregion im Salzburger Salzkammergut und gehört zur Gemeinde Sankt Gilgen im Bezirk Salzburg-Umgebung. Der Name bezieht sich auf eine Befestigung der Napoleonischen Kriege (Koalitionskriege).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franzosenschanze liegt am Südwestufer des Wolfgangsees, zwischen St. Gilgen und Abersee, je etwa 3 Kilometer von diesen entfernt. Der Elferstein und der Troiferberg (883 m ü. A.), der Ost-Ausläufer des Zwölferhorns, bricht hier in einer Steilwand, der Litzlwand in den See. Die kleine Ortlage befindet sich an der Wolfgangsee Straße (B158), direkt am Seeufer auf 554 m ü. A. Östlich beginnt dann die weite Zinkenbach-Halbinsel. Die Straße führt hier über eine leichte Anhöhe und ist durch einen Felsrücken vom Seeufer etwas entfernt. See-gegenüber liegt die Falkensteinerwand des Schafbergs.

Die Ortslage umfasst 5 Adressen.

Ischler Lokalbahn unterhalb der Franzosenschanze
Nachbarorte:
Wolfgangsee
Nachbargemeinden
Gschwand

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortslage wurde ursprünglich als Lueger Mühle geführt, sie gehörte zum Brauhaus Lueg nördlich.[1]

Die Befestigungsanlage wurde 1809 beim drohenden Einmarsch der napoleonischen Armee und ihren bayerischen Verbündeten errichtet. Bis auf die Berghänge zum Zwölferhorn wurden Schanzen und Erdwerke, vorrangig Wehrkörbe mit Steinen gefüllt,[2] aufgeworfen. Letztendlich kam es hier aber zu keinen Kämpfen.

Früher fuhr hier die Ischler-Bahn (Salzkammergut-Lokalbahn, SKLB) vorbei. Das Gelände wurde durch Straßen- und Bahnbau völlig verändert. Die Villa auf dem Felskopf, die noch heute besteht und im Privatbesitz ist, ließ sich der ehemalige Direktor des Burgtheaters, Max Burckhard kurz nach 1900 erbauen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier befindet sich ein beliebter Tauchplatz,[3][2] die Litzlwand setzt sich unter Wasser fort, und die tiefste Stelle des Wolfgangsees mit 114 m liegt zwischen hier und der Falkensteinerwand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Name findet sich als Luger M. noch in der Franzisco-Josephinischen (3.) Landesaufnahme der 1880er (Layer online bei DORIS: erste Landesaufnahmen), und in Karten als Lueger M. bis in die 1960er Jahre (so etwa Freitag-Berndt Wanderkarte Nr. 9 Westliches Salzkammergut 1:100.000).
  2. a b Wolfgangsee – Salzburger Land. Tauchgangbeschreibung auf zwergbuddy.de (abgerufen 4. mai 2017).
  3. Tauchplätze Österreich – Franzosenschanze. Auf taucher.net.