Freakstock

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Lobpreis beim Hauptseminar auf der Mainstage des Freakstock 2004

Das Freakstock ist ein christliches Musikfestival. Es ist „Europas größtes alternatives Jesus-Festival“.[1] Organisiert wird das jährlich stattfindende Festival von den Jesus Freaks, einer christlich-freikirchlichen Glaubensgemeinschaft. Erstmals 1995 in Wiesbaden veranstaltet, fand es zwischen 1997 und 2008 in Gotha (Thüringen) auf der Galopprennbahn Boxberg statt. 2015 fand das Freakstock auf dem Flugplatz Allstedt, einem ehemaligen Militärflugplatz der Fliegerkräfte der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte bei Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz im Südwesten Sachsen-Anhalts, statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals am 24. März 1992 soll die Idee des Freakstocks gefallen sein. Die erste Umsetzung des Freakstocks fand im November 1995 in Wiesbaden mit rund 400 Teilnehmern statt. Damals hatte es noch den Untertitel „The Jesus Freaks Festival“. Als Veranstaltungsort dienten die Gemeinderäume einer Kirche in Wiesbaden, in denen sich damals auch die Jesus Freaks Mainz trafen. Bei diesem Freakstock kam die Idee auf, das Festival alle sechs Monate zu veranstalten, was aber niemals umgesetzt wurde.[2]

Ein Jahr später wechselte das Festivalkonzept hin zu einem Open Air. Der Veranstaltungsort war ein Fußballplatz in Neudrossenfeld, in der Nähe von Bayreuth. Das Festival hätte beinahe noch abgesagt werden müssen, da das Freakstock und der 100. Geburtstag von Rudolf Heß auf demselben Tag fielen. Der Verfassungsschutz hatte Bedenken, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte. Durch das Engagement des Bürgermeisters von Neudrossenfeld ging jedoch das erste Open-Air-Freakstock über die Bühne. Es kamen rund 800 Besucher.[2]

1997 zog es auf den Boxberg nach Gotha um. In diesem Jahr gab es einen Rekordbesuch von nahezu 8000 Besuchern, der anschließend nie mehr erreicht worden ist. 1998 wurde der Untertitel von „Jesus Freaks Festival“ in „Jesus Festival“ umbenannt.[2]

In den drei Folgejahren pendelten sich die Besucherzahlen auf ca. 6000 ein. 2004 gab es wieder einen Anstieg auf über 7000 Teilnehmer, die zum Freakstock auf den Boxberg kamen. Seitdem sind die Besucherzahlen zum Teil stark rückläufig und haben sich jetzt auf ca. 3000 eingependelt (Veranstalterangaben). Mit 60 Bands auf insgesamt 5 Bühnen gehörte das Freakstock zu den größten christlichen Festivals in Europa.

Von 2009 bis 2014 fand das Freakstock auf einem ehemaligen Kasernengelände in Borgentreich statt, das der koptisch-orthodoxen Kirche gehört.[3] 2009 kamen laut Veranstalterangaben 3.256 Teilnehmer.[4]

2015 fand das Freakstock erstmals auf dem Flugplatz in Allstedt statt.[5]

Im Januar 2017 wurde bekanntgegeben dass das Festival im Jahr 2017 nicht stattfindet.[6]

Jahr Datum Thema Besucher
1995 August The Fathers Love 400
1996 August Den Lauf vollenden 800
1997 August Zurück zur ersten Liebe 8300
1998 August Heartcore 6000
1999 August Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht 6000
2003 30. Juli bis 3. August ? 6000
2004 28. Juli bis 1. August Happy Birthday Freakstock. Thank you Jesus! 7.000
2005 4. bis 7. August Verknallt in Jesus 6.500
2006 3. bis 6. August You are not alone 5.500
2007 26. bis 29. Juli REBOOT 4.000
2008 30. Juli bis 3. August Jesus. 2.800
2009 29. Juli bis 2. August Hand aufs Herz 3.256[4]
2010 28. Juli bis 1. August Beine in die Hand 3.000
2011 3. bis 7. August Kurs auf Jesus 3.000[7]
2012 1. bis 5. August von Himmelsstürmern und Bruchpiloten >3.000[8]
2013 31. Juli bis 4. August Change(d) - Mut zur Veränderung 3.200[9]
2014 6. bis 10. August Neuland 3.252[10]
2015 29. Juli bis 2. August New Ground, One Crowd, No Borders ~3.000[11]

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freakstock beginnt mittwochs vor dem ersten Augustwochenende und schließt am darauf folgenden Sonntag.[12]

Auf dem Freakstock finden mittags Workshops zu verschiedenen Glaubensthemen statt. Am Nachmittag gibt es das sogenannte Hauptseminar, welches zum größten Teil aus Lobpreis und einer Predigt besteht. Abends werden auf mehreren Bühnen alle möglichen Musikstile live gespielt. Auch zwischendurch gibt es immer wieder Lobpreis und Konzerte auf verschiedenen Bühnen.[13] Bis 4:00 Uhr legen verschiedene DJs Musik auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medienecho[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Backstage – Freakstock. In: arte.tv. 7. Dezember 2006; abgerufen am 24. Dezember 2014.
  2. a b c Vgl. Aussage Mirko S. in: Der Kranke Bote, Nr. 3, Juni/Juli 2007
  3. Maike Jansen: Jesus Christ Superstar. In: welt.de. 2. August 2009; abgerufen am 24. Dezember 2014.
  4. a b FreakstockAllgemeineZeitung Sonntag (vom 2. August 2009)
  5. „Jesus Freaks“ feiern auf neuem Land. idea.de, 2. August 2015.
  6. Freakstock goes Sabbatical. jesusfraks.de, 17. Januar 2017
  7. Freakstock: Unkonventioneller "Kurs auf Jesus". In: idealisten.net. 8. August 2011; abgerufen am 24. Dezember 2014.
  8. UK > Kultur > aktuell > Mehr als 3000 beim Festival der »Jesus-Freaks«. In: unserekirche.de. 5. August 2012; abgerufen am 24. Dezember 2014.
  9. Bunt, laut, fromm: 3.200 Besucher beim "Freakstock"-Festival. In: jesus.de. 4. August 2013; abgerufen am 24. Dezember 2014.
  10. Ein Tag auf dem Pausenhof. (PDF) jesusfreaks.de, 10. August 2014
  11. „Jesus Freaks“ feiern auf neuem Land. idea.de, 2. August 2015.
  12. Wir wollen eine gute Zeit mit Jesus haben. (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) nw-news.de
  13. Freakstock klingt harmonisch aus. (Memento vom 6. September 2012 im Webarchiv archive.is) netzeitung.de