Fred Bandekow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fred Bandekow, 2014

Fred Bandekow (* 13. Dezember 1934 in Berlin; † 12. August 2016 in Heide) war ein deutscher Maler des Phantastischen Realismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fred Bandekows Mutter litt unter offener Tuberkulose, weswegen Fred bei einer Pflegefamilie aufgezogen wurde. Als er drei Jahre alt war, entführte ihn seine Mutter und versteckte ihn. Das Sorgerecht erhielt seine Großmutter, bei der er anschließend aufwuchs. Seinen Vater lernte er im Alter von 14 Jahren zufällig durch ein Gespräch mit einer anderen Person, die sich später als seine Halbschwester herausstellte, kennen.

Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Lehre zum Metallfacharbeiter. Eine anschließende Ausbildung zum Grafiker an der Akademie für Werkkunst und Mode in Berlin,[1] einer Vorgängerinstitution der Universität der Künste Berlin,[2] brach er ab.

Als Maler ist Bandekow Autodidakt.

Bandekow beteiligte sich am „Tag des offenen Ateliers“ in Eiderstedt.[3]

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schule fiel Fred Bandekow durch sein Zeichentalent auf. Am Anfang seiner Laufbahn stand der Naturalismus mit seinem Vorbild Caspar David Friedrich im Vordergrund. Danach entdeckte er den Kubismus bis er sich im Surrealismus durch Max Ernst, Salvador Dalí und René Magritte beflügeln ließ. Nach über 60 Jahren malt Fred Bandekow im Stil des fantastischen Realismus. Hier waren Rudolf Hausner und Ernst Fuchs die wichtigsten Künstler für Bandekow. Schon in der Ausbildung zum Grafiker stellte Fred Bandekow Plakate im Linolschnitt her. Das brachte den Künstler dann zur Technik des Holzschnitt, die er seit seinem Studium ausübt.

Fred Bandekow benutzt die Technik der Schichtlasur, wie die Meister der Neuzeit. Bis zu zwölf Lasuren übereinander ergeben die Leuchtkraft und Transparenz. Als Basis dient oft eine Temperauntermalung (Ei oder Casein) oder Grisailletechnik. Als Malmittel bevorzugt Bandekow mineralische Pulverfarben „Stone Colors“, Trockenöle, Balsame, Harze und Wachs.

Die späten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fred Bandekow lebte und arbeitete bis zuletzt in Vollerwiek. Fred Bandekwe starb am 12. August 2016 in Heide. Sein letzter Wunsch war es, dass seine Asche in den Ganges gestreut wird.

Ausstellungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968 Große Berliner Kunstausstellung
  • 1974 Inter Art Basel[4]
  • 1985 „Le Salon des Nation a Paris“ im Centre International d'Art Contemporain, Paris[5]
  • 1986 Heider Kulturwochen
  • 1987 Ausstellung im Karolinenhof / Dithmarschen
  • 1989 Ausstellung in der Galerie No.5, Friedrichstadt
  • 1990 Ausstellung im Kulturforum Wedel
  • 1992 Gruppenausstellung „Künstler der Westküste – Eiderstedt“[6]
  • 2000 Eröffnung der Atelier-Galerie in Vollerwiek
  • 2001–2010 diverse Ausstellungen im norddeutschen Raum

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderverein für Kunst und Kultur, Stiftung Nordfriesland (Hrsg.): Künstler der Westküste, Eiderstedt. Band 2: Fred Bandekow. Husum 1997, ISBN 3-88042-819-0
  • Ernst W. Krüger: Bank 23. Ich kenne eine Bank im Watt … Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-9963-8
  • Bundesverband Bildender Künstler, Landesverband Schleswig-Holstein, Gesamtkatalog 1997 zur Ausstellung KUNST TOTAL BBK, 24.04.-19.5. 1997, ISBN 3-930563-16-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fred Bandekow. In: „KunstKlima.com“. Förderverein Kunst und Kultur Eiderstedt, abgerufen am 10. August 2014: „Geb. 1934 in Berlin, Mitglied im BBK. Metallfacharbeiterausbildung, Studium an der Akademie für Werkkunst und Mode in Berlin, Fachrichtung Grafik, später Verlagerung des Schwerpunktes auf freie Malerei.“
  2. Stammbaum der UdK Berlin. In: „udk-berlin.de“. Universität der Künste Berlin, 14. Januar 2002, abgerufen am 11. August 2014 (pdf).
  3. Mehr Besucher als erwartet in den Ateliers. In: „shz.de, Husumer Nachrichten“. 22. Mai 2010, abgerufen am 11. August 2014.
  4. Aldo Codoni (Hrsg.): Art 5`74. Fünfte Internationale Kunstmesse Basel. ART Internationale Kunstmesse, Basel 1974, S. 334. Zitat: Stand Nr. 15.373. Galerie Kurfis: Fred Bandekow: zwei ausgestellte Bilder ohne Titel
  5. Expositions ouvertes au Centre International d`Art Contemporain (Hrsg.): Le Salon des nations a Paris. Paris 1985. Zitat: Selection Allemande B: Fred Bandekow: Ausgestellte Bilder: 1. Sans Travail, 2. Circus, 3. Liberte, 4. Les Chats et elle, 5. La Pais
  6. Stiftung Nordfriesland (Hrsg.): Künstler der Westküste – Eiderstedt. 1. Auflage. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1992, ISBN 3-88042-608-2.