FreeNAS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FreeNAS
Screenshot
Freenasgui.png

Screenshot von Freenas nach installation.jpg
Bildschirmfoto der Webschnittstelle (oben)
und der Kommandozeile (unten)

Basisdaten
Entwickler Olivier Cochard-Labbé
Volker Theile
iXsystems (2009)
Sprache(n) Multilingual, u. a. Deutsch
Aktuelle Version 11.1
(13. Dezember 2017[1])
Abstammung FreeBSD (11)
↳  FreeNAS
Architekturen AMD64
Lizenz(en) BSD (Freie Software)
Website www.freenas.org

FreeNAS ist ein freies Betriebssystem für Network Attached Storage. Es basiert auf FreeBSD und ist auf x86-kompatiblen Plattformen in der 64-Bit-Architektur lauffähig.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FreeNAS ist eine Minimal-Version des Betriebssystems FreeBSD auf Basis von NanoBSD.[2] Die Versionsnummer orientiert sich hierbei jeweils an der zugrundeliegenden FreeBSD Version, beispielsweise basiert FreeNAS 9.2.x auf FreeBSD 9.2.[3]

FreeNAS unterstützt die Dateisysteme ZFS und UFS. Auf die Dateisysteme Ext2/Ext3, FAT32 und NTFS (durch ntfs-3g) kann lesend und schreibend zugegriffen werden, jedoch können diese nicht über FreeNAS angelegt werden. Das Betriebssystem wird auf einer CompactFlash-Karte oder einem USB-Stick (Mindestgröße: 4 GB, empfohlen: 8 GB[4]) installiert und davon gebootet. Alternativ kann auch eine Festplatte verwendet werden, diese kann dann aber nicht als NAS-Speicher genutzt werden. Eine Konfiguration von IP-Adressen und dem administrativen Passwort kann über die Konsole erfolgen, die grundsätzliche Verwaltung wird aber mit Hilfe einer webbasierten Administrationsoberfläche über das Netzwerk durchgeführt.[5] Über diese WebGUI ist auch ein Update von FreeNAS möglich.

Die Software enthält NAS-Dienste wie zum Beispiel CIFS (Samba), FTP, SFTP, NFS, rsync, iSCSI, S.M.A.R.T., AFP, Zeroconf, lokale Benutzer-Authentifizierung, Software-RAID (0,1,5), RAID-Z und Unison. Des Weiteren ist eine Integration in ein Active Directory möglich.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dateisysteme: ZFS, UFS, FAT32, ext2/ext3, NTFS (ZFS-Volumina werden empfohlen, aber benötigen zum performanten Betrieb mindestens 8 GB Arbeitsspeicher.[6])
  • Protokolle: CIFS (Samba), FTP, NFS, SSH, rsync, iSCSI, AFP und Avahi (zeroconf), SNMP, BitTorrent.
  • GPT/EFI Partitionierung >2 TByte möglich.
  • Booten von USB-Speicherstick oder Flash-Speicher
  • Software RAID 0, 1 und 5, außerdem JBOD und das instabile Geom Vinum, sowie RAID-Z1, RAID-Z2 und RAID-Z3
  • Verschlüsselung des NAS-Speicher (es stehen vier Algorithmen zur Auswahl: 3DES 168 Bit, AES 256 Bit, Blowfish 448 Bit, Camellia 256 Bit)
  • HTTPS (zur sicheren Schlüsselübertragung für die Festplatten-Live-Verschlüsselung)
  • Local User Authentication (noch nicht vollständig implementiert bei SMB/CIFS – keine Berechtigungen auf Ordner- und Dateiebene) und Windows-Domänen
  • Unison
  • S.M.A.R.T.
  • UPnP (in Version 8.0 nicht implementiert, wieder Bestandteil ab Version 8.1)
  • Webserver-Funktion
  • Statusberichte per E-Mail
  • Status-Graphen für die CPU-Auslastung und LAN-Transferraten
  • Eingeschränkte Kommandozeile über die Webschnittstelle
  • ab Version 9 Unterstützung von FreeBSD Jails
  • ab Version 9.3 ist es möglich, von ZFS-Partitionen zu booten[7]

Hardware-Unterstützung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hardware RAID-Controller: alle von FreeBSD in der jeweiligen Version unterstützten
  • Festplattenschnittstellen: PATA (IDE) / SATA, SCSI, USB (ab Version 8.0.1 auch USB 3.0) und FireWire.
  • Netzwerkkarten: alle von FreeBSD in der jeweiligen Version unterstützte WLAN und Ethernet.
  • CPU-Architekturen: alle i386-kompatiblen und AMD64 (die 64-Bit-Architektur wird empfohlen).[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FreeNAS Projekt wurde im Jahre 2005 durch Olivier Cochard-Labbé initiiert. Volker Theile stieß im Juli 2006 zum FreeNAS-Projekt hinzu und übernahm im April 2008 die Projektleitung.

Nachdem zunächst die FreeBSD-Distribution m0n0wall als Basis genutzt wurde, beschloss das Entwicklerteam im September 2009, FreeNAS von Grund auf neu zu entwickeln.[8] Dies führte zum Abgang von Volker Theile, welcher die Ansicht vertrat, das Projekt solle bei diesem Schritt von FreeBSD auf Debian GNU/Linux wechseln. Er startete nach seinem Ausscheiden die Entwicklung an coreNAS (heute OpenMediaVault). Daraufhin stieg Cochard-Labbé wieder ins Projekt ein und übergab die Projektverantwortung 2010 an die Firma iXsystems. [9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FreeNAS 11.1 is Now Available for Download!. Abgerufen am 15. Dezember 2017.
  2. iXsystems’ FreeNAS snapshot (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  3. FreeNAS 9.2.0-RC Available (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  4. Download FreeNAS (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  5. FreeNAS Screenshots (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  6. a b FreeNAS Hardware Requirements (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  7. FreeNAS 9.3 bootet von ZFS und vereinfacht Installation Abgerufen am 30. April 2017
  8. FreeNAS vs NAS4Free (Englisch) Abgerufen am 30. April 2017
  9. FreeNAS bleibt bei FreeBSD Abgerufen am 30. April 2017