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Free Solo

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Steph Davis free solo in Outer Limits, Yosemite, 2002

Als Free Solo (englisch für freies Solo) wird beim Klettern die Begehung einer Kletterroute im Alleingang unter Verzicht auf alle technische Sicherungsmittel bezeichnet, die beim Klettern üblich sind. Der Kletterer oder die Kletterin benutzt nur Kletterschuhe und Magnesia zur effizienten Fortbewegung, aber weder Klettergurt, noch Kletterseil, die der Sicherung dienen. Es wird dabei deutlich über die Absprunghöhe hinaus geklettert, von der eine Person gefahrlos abspringen kann. Viele Free-Solo-Kletterer begehen auch große alpine Wände oder Big-Walls, die mehrere Hundert Meter hoch sein können. Das Risiko ist enorm, im Fall eines Sturzes endet es in der Regel mit dem Tod. Daher ist diese Spielart des Kletterns sehr selten und wird meist nur von Kletterern und Kletterinnen der Spitzenklasse durchgeführt, genießt aber hohe öffentliche Beachtung.

Definition und Abgrenzung

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Obwohl Alleingänge ohne Sicherungen schon immer grundlegender Bestandteil des Bergsteigens waren, wurde der Begriff „Free Solo“ Ende der 1970er im Yosemite Valley geprägt. John Bachar hat den Begriff definiert und mit seinen Solo-Begehungen bekannt gemacht. Seit dieser Zeit bedeutet Free Solo zu klettern: alleine zu klettern, ohne jegliches Sicherungsequipment, daher ohne Klettergurt, ohne Karabiner, ohne Seil. Kletterausstattung ist nur zur Fortbewegung vorhanden, wie Kletterschuhe und einen Beutel mit Magnesia, um die Hände trocken zu halten.[1] Ein Absturz beim Free Solo impliziert in der Regel fatale Folgen, sodass z. B. kurze Kletterrouten direkt über dem Meer nicht als Free Solo, sondern eigenständig als Deep Water Soloing angesehen werden. Auch die Begehung von sehr hohen Boulderproblemen, sogenannten Highballs, wird nicht als Free-Solo-Klettern angesehen.

Bei Rope Solo wird ebenfalls im Alleingang geklettert, aber im Gegensatz zu Free Solo mit Selbstsicherung. Daher werden Klettergurt und Kletterseil mitgeführt. Die Absicherungstechnik des Rope Solo ist kompliziert und stellt daher immer noch ein deutlich größeres Risiko als gesichertes Klettern im Team dar.[2] Free Solo ist nicht mit dem Freiklettern bzw. Freeclimbing zu verwechseln, bei dem sehr wohl gesichert und im Team geklettert wird, aber Sicherungsmittel nicht zur Fortbewegung benutzt werden. Free Solo ist daher als besondere Spielform des Freikletterns einzuordnen. Free Solo ist absolut selten, wird meist nur von der Elite der Kletterer und auch von diesen sehr selten ausgeübt, genießt aber außerhalb der Klettercommunity hohe Beachtung.[1.1]

Motivation und Risiken

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Es gibt beim Klettern viele Möglichkeiten, immer größere Herausforderungen zu suchen und zu finden, z. B. schnell zu werden, dann ist Speedklettern das Ziel. Wenn auf technische Hilfsmittel zur Fortbewegung verzichtet wird, dann ist Freiklettern das Ziel. Die größte Herausforderung ist auf die Sicherung zu verzichten, dann ist Free Solo das Ziel. Free Solo ist die kompromissloseste Form, ohne Sicherheitsreserve, bei der jeder kleine Fehler potentiell tödlich ist.[1]

Es ist aber auch die größtmögliche Herausforderung, die Klettern bietet. Oder wie Alexander Huber es ausdrückte: „Klettern ist wie eine Droge… Unser Tun am Berg macht uns glücklich“ und „Ich war mir der Gefahr bewusst, die davon ausgeht, dieses wunderbare Gefühl immer wieder erleben zu wollen. Dafür reicht es auf Dauer nicht, immer in derselben Schwierigkeit zu klettern. Du brauchst einfach immer mehr.“ Nach seiner ersten langen Free Solo-Route konstatierte Huber: „Ich klettere, ich steige, ich fliege“ und „Mit dem Gipfel erreichte ich einen Höhepunkt, der über allem steht, was ich bisher im Leben erreicht habe… ein Gefühl, näher bei sich selbst zu sein als im bisherigen Leben.“[1.2] Huber sagte aber auch, dass man bei Free Solo niemals in die Nähe von Panik kommen sollte, sondern eine totale Fokussierung auf das Klettern selbst wichtig ist.[3] Hansjörg Auer sprach von einer Flamme, entfacht aus einem kleinen Funken, der vom Traum zur Realität übergesprungen wäre und ihn nicht mehr losgelassen hätte. Er hatte sich auf die Tour gut vorbereitet und diese auch vorher gesichert gemacht.[4]

Meist sind die zu erwartenden Schwierigkeiten deutlich unter dem Leistungsniveau des Kletterers oder der Kletterin; die allermeisten der Free-Solo-Kletterer gehören zu den Top Kletterer ihrer Zeit. Bei einer Free-Solo-Begehung kennt der Kletterer die Route im Allgemeinen so gut, dass er sie Griff für Griff und Tritt für Tritt vor seinem inneren Auge durchsteigen kann. Im Regelfall wurden diese Sologänge immer perfekt physisch und psychisch vorbereitet, um das Risiko zu minimieren. Die ausgewählte Route wird auch dann nur in Angriff genommen, wenn die körperlich und geistige Tagesform diese Begehungsart zulässt. Wäre dem nicht so, dann hätten die meisten Free-Solo-Kletterer ihre Alleingänge nicht überlebt.[5] Trotzdem kann es immer zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen, so ist Stefan Glowacz 1993 zwar perfekt vorbereitet zu einer Free Solo Tour aufgebrochen, ihm in der Tour ein Griff ausgebrochen. Die Folge war ein Absturz, bei dem er schwer verletzt wurde. Seitdem bezeichnet er Free Solo gelegentlich als „Russisch-Roulette“, da die Gefahr immer mitschwinge.[6]

Für Wolfgang Güllich entwickelte sich ein Free Solo-Gang immer erst langsam, von einem vermessenen Vorhaben über eine Detailanalyse aller Schwachstellen und potentiellen Fehler in einer wochen- und monatelangen Vorbereitung mit gesicherten Begehungen bis zu etwas Machbaren. In der Route selbst war er in einem äußerst sensibilisierten Zustand, hellwach und voller Konzentration, in dem er sich so intensiv wie sonst nie erlebt habe.[7] Heinz Zak hatte das Dach und die Schlüsselstelle der Separate Reality in seiner Garage nachgebaut und jeden einzelnen Zug ein halbes Jahr geübt.[8]

Geschichte des Free Solo Kletterns

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In der Frühzeit des Kletterns war der Stand der Sicherheitsmittel und -techniken noch unterentwickelt. Es gab noch keinen Klettergurt, der ein Seil sicher mit dem Kletterer verbunden hätte. Die verwendeten Seile waren aus Naturmaterialien, meist aus Hanf, die bei einer plötzlichen starken Belastung wie bei einem Sturz des Seilersten, oft rissen. Die Lehre daraus war, dass Führende nicht stürzen durften. Daher waren Kletterer im frühen 20. Jahrhundert mental auf Solobegehungen eingestellt und waren auch häufig alleine unterwegs. Seile wurden vor allem mitgenommen, um den Seilzweiten zu sichern und um abzuseilen.[9]

Paul Preuß, der hervorragende Kletterer zu Anfang des 20. Jahrhunderts, war wahrscheinlich der Erste, der bewusst in große, exponierte Wände ohne Seil und Sicherung einstieg. Für ihn war dies ein Sicherungsmittel für den Notfall, er war der Meinung, dass der Kletterer, bzw. die Kletterin, die Wand nur mit ihrem Können bewältigen sollen. Mit dieser Einstellung gilt er als der geistige Vater des Freikletterns, des Solo- und Free-Solo-Kletterns (auch wenn das damals noch nicht so genannt wurde). Ihm folgten Kletterer wie Emilio Comici oder Hermann Buhl, die häufig alleine unterwegs waren.[1.3] Alleingänge waren seit dem Beginn des Kletterns schon immer ein grundlegender Bestandteil, die Art und Weise der Alleingänge in der Wand variierte stark: mit und ohne Sicherungsmittel, mit und ohne Hilfsmittel zur Fortbewegung, bzw. zum Abstieg. Häufig wurde ein Seil mitgenommen, meist nur um nach der Besteigung abseilen zu können.[1]

Erst Ende der 1970er wurden die unterschiedlichen Begehungsstile genauer definiert. Das Wort Free-Solo wurde in seiner heutigen Ausprägung von John Bachar geprägt. John Bachar, John „Yabo“ Yablonski, Steph Davis, John Long und andere haben in Yosemite Valley viele Routen in diesem Stil begangen.[1.4]

Heinz Zak bei der zweiten free-solo-Begehung von Separate Reality

In Europa machte Wolfgang Güllich am 11. Oktober 1986 mit seiner Begehung von Separate Reality (7b, UIAA VIII+, 5.12a), einem ausladenden Sieben-Meter-Dach, diesen Begehungsstil bekannt.[7] Die Fotos dieser Begehung gingen um die Welt und machten Güllich berühmt. Erst 2005 gelang Heinz Zak die zweite Free-solo-Begehung.[1.5]

In Frankreich wurden der Trend aufgenommen und die französischen Kletterer waren schnell an der Weltspitze. Patrick Edlinger erreichte ein großes Publikum, als er 1982 in dem Film „Leben an den Fingerspitzen“ vier Tage bei schweren Free-Solo-Begehungen in Buoux begleitet wurde.[1.6] Kletterer wie Antoine Le Menestrel und Christoph Profit prägten die Szene.[1.7] In Deutschland ist Alexander Huber ein wesentlicher Vertreter.

Alleingänge in der Wand breiteten sich in der Folge weiter aus: Catherine Destivelle machte von 1992 bis 1994 drei Winter-Solo-Begehungen ohne Absicherung an drei großen Alpen-Nordwänden. Alleine und meist bei Temperaturen unter null Grad bezwang sie die Eiger-Nordwand über die Heckmair-Route, den Walkerpfeiler an den Grandes Jorasses und am Matterhorn die bis dahin noch nicht wiederholte Bonatti-Führe.[10] Als Meilenstein des Free Solo gilt die Bezwingung der Route Weg durch den Fisch (UIAA 9-, 7b+, 900 m hoch) an der Marmolata-Südwand durch Hansjörg Auer. Diese Route gilt als besonders anspruchsvoll, und Auer hatte sich nur zwei Tage lang auf diese vorbereitet. Besonders Alain Robert gilt als weltweit einsame Spitze, er hat über zehn Sportkletterrouten in hohen Schwierigkeitsbereichen Free solo begangen. Einige davon gelten als schwer kontrollierbar.[11] Robert gilt auch als führend in der Solo-Besteigung von Bauwerken.[12]

Andere bekannte Vertreter des Free-Solo-Kletterns sind beziehungsweise waren u. a.: Kurt Albert, Dani Arnold, Thomas Bubendorfer, Peter Croft, Steph Davis, Catherine Destivelle, Wolfgang Güllich, Derek Hersey, Alex Honnold, Alexander Huber, Robert Jasper, Dave MacLeod, Dan Osman, Dean Potter, Albert Precht, Andreas Proft, Jerry Moffatt, Herbert Ranggetiner, Pete Whittaker und Ueli Steck.

Jerry Moffatt in L’Horla am Curbar Edge, 2018

Einseillängen-Routen

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Einseillängen-Routen bedeuten Routen, die eher kurz sind bis zu einer Wandhöhe von ca. 50 m. Berühmte Free-Solo-Besteigungen bei dieser Wandhöhe sind:

  • 1985 Erstbegehung der Route Adrenalin (8b) im Nördlichen Frankenjura durch Wolfgang Güllich im Free Solo.[13]
  • 1986 bewältigte Wolfgang Güllich im Yosemite Valley in das Sieben-Meter-Dach in Separate Reality im Schwierigkeitsgrad 7a+.[7]
  • 1991 kletterte Alain Robert die Route La Nuit du Lézard in Buoux (8a+), diese Route gilt als besonders schwer kontrollierbar.[1.8]
  • 1993 kletterte Alain Robert Gorge of the Verdon (8b).
  • 1999 bezwang Beat Kammerlander die Route Mordillo (8a+) am Voralpsee.
  • 2004 verbesserte Alexander Huber die maximale Sportkletterschwierigkeitsstufe für eine Free Solo Begehung mit der Route Kommunist auf UIAA X+ (8b+).[14]
  • 2006 kletterte Herbert Ranggetiner seine Route www.hornhaut.ade in Osttirol (8b).
  • 2008 kletterte Dave MacLeod mit der Route Darwin Dixit im spanischen Klettergebiet Margalef erstmals eine mit französisch 8c bewertete Route free solo.
  • 2010 kletterte Andreas Proft im spanischen Klettergebiet Bernia barfuß die Route The First and Last (8b).[15]
  • 2021 kletterte Alfredo Webber die Route Panem et Circenses (8c) bei Arco.[16]
  • 2023 bezwang Anton Schröter 12 schwierige Klettertouren Free solo an einem Tag in der sächsischen Schweiz[17]

Mehrseillängen-Routen

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Mehrseillängen-Routen sind Routen, deren Höhe typischerweise größer ist, als ein Seil lang ist. Auch wenn diese ohne Seil bestiegen werden, werden Routen so bezeichnet, da Free-Solo-Besteigungen in aller Regel die seltene Ausnahme sind. Meist sind diese Routen in Wänden deutlich über 50 m, können aber auch mehrere 100 m hoch sein. Dies ist typisch für alpine Routen oder Big Wall Klettern. Berühmte Free-Solo-Besteigungen in Wänden mit einer hohen Wandhöhe sind:

  • Catherine Destivelle gelangen eine Reihe von Free-Solo-Begehungen, z. B. 1987 in Mali und 1992 der Devils Tower, US und am Matterhorn die bis dahin noch nicht wiederholte Bonatti-Führe.[18]
  • 2002 durchstieg Alexander Huber die 500 Meter hohe, mit 7a+ bewertete Hasse-Brandler an der Großen Zinne.[19]
  • 2007 gelang Hansjörg Auer die Route Moderne Zeiten (6c+, UIAA VIII-) an der Marmolata.[11]
  • 2007 kletterte Hansjörg Auer die Route Weg durch den Fisch (UIAA IX-, 7b+, 900 m hoch, 37 Seillängen) an der Marmolata-Südwand. Diese Route gilt als besonders anspruchsvoll, daher gilt die Begehung als ein Meilenstein des Free-Solo-Kletterns.[11]
  • 2007 bezwang Steph Davis die Route Pervertical Sanctuary (5.10c, UIAA 7-) am Diamond, der 300 m hohen Ostwand des Longs Peak, Colorado. Steph Davis war in den USA eine der ersten Frauen, die Free solo kletterten.[1.9]
  • 2008 durchstieg Ueli Steck die Eiger-Nordwand durch die Heckmair-Route in der damals kürzesten Zeit[20]
  • 2017 kletterte Alex Honnold die Route Freerider (5.12d, 1000 Hm) Free solo in unter vier Stunden. Ihm gelang damit die erste Free-Solo-Begehung einer Route am El Capitan.
  • 2023 stellt Dani Arnold einen Rekord auf, in dem er alle drei Grate des Salbitschijen am Stück unter 10 Stunden klettert[21]

Free Solo im urbanen Raum

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Alain Robert am Tour Ariane in la Défense, westlich von Paris am 8. Oktober 2009

Auch an Wolkenkratzern oder Stahlgitter-Konstruktionen kann Free solo geklettert werden. Es gibt einige Kletterer, die sowohl an Gebäuden als auch am Fels Free solo unterwegs sind. Das Steigen an Gebäuden wird von den meisten Kletterern als mittelschwer angegeben, da man fast immer einen guten Halt hat, jedoch gaben viele Kletterer auch an, dass die körperliche Anstrengung ähnlich schwer sei wie beim Felsklettern. Das Risiko beim Free Solo Klettern an Gebäude ist das Gleiche wie beim Free Solo Klettern an Felswänden.

Der Franzose Alain Robert gilt als führend beim Free Solo Klettern an Fassaden. So war er im Februar 2007 an der Fassade des 187 m hohen Abu Dhabi Investment Authority Towers hochgeklettert. Er hatte in nur 20 Minuten seilfrei das Dach erreicht, das war eine Sensation. Er wurde dabei fotografiert und von Tausenden beobachtet.[1.10] Stand 2025 hat Robert mehr als 150 Wolkenkratzer und Bauwerke bestiegen.[12]

Verwandte und ähnliche Sportarten

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  • Deep Water Soloing ist ungesichertes Klettern in einer Wand über tiefem Wasser, deutlich über einer moderaten Absprunghöhe. Viele Routen haben durchaus Höhen von 20 bis 30 m.[22] Es wird wie beim Free Solo völlig ungesichert geklettert, im Falle eines Sturzes fällt man ins Wasser. Daher ist das Risiko deutlich kleiner, aber trotzdem nicht ungefährlich: wenn das Wasser nicht tief genug ist, kann es einen Aufschlag im Untergrund geben; bei ungünstigen Eintauchen kann es Verletzungen geben und ein Wellengang kann das Verlassen des Wassers erheblich erschweren.[23] In Spanisch wird Deep Water Soloing u. a. Psicobloc bezeichnet.[24]
  • Psicobloc im engeren Sinne ist ein Wettkampf, bei dem eine künstliche Wand über einem Schwimmbecken aufgebaut wird.[25][24]
  • Highball Bouldering bedeutet Bouldern in größeren Höhen. Beim normalen Bouldern wird nicht über eine Absprunghöhe von meist 4,5 m geklettert, beim Highball Bouldern kann Wände oder Felsbrocken bis zu einer Höhe von 8 m erklommen werden.[26] Das Risiko für Verletzungen ist damit deutlich höher als beim Bouldern. Es erfordert sorgfältige Planung und gute Spotter.[27]
  • Auch beim Eisklettern kann Free Solo geklettert werden, also das Besteigen von Eiswänden, Eisrinnen oder Eisgraten ohne Absicherung. Das Risiko entspricht dem beim Free Solo in Felswänden. Das ist eine Spielart des Free Solo, das sehr selten praktiziert wird, auch wegen des hohen Risikos. Das Risiko ist sogar noch höher als beim Free Solo im Fels, da das Eis sich verändert und von Tag zu Tag anders sein kann.[28]
  • Sehr selten wird Free Solo auch beim Mixed-Klettern praktiziert. Mixed-Klettern bezeichnet das Klettern in Fels und Steileis, die in einer Kletterroute kombiniert auftreten.
  • Auch im Slacklinesport wird das Begehen einer Highline ohne Sicherung Free Solo genannt.[29]
  • Robert Bösch: Soloklettern provoziert. In: Die Alpen. Nr. 2, 2005, S. 22–24 (sac-cas.ch).
  • Alexander Huber: Free Solo. BLV-Buchverlag, München 2009, ISBN 978-3-8354-0594-3.

Einzelnachweise

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  1. a b c Alexander Huber: Free Solo. BLV-Buchverl, München 2009, ISBN 978-3-8354-0594-3, S. 29–44.
    1. S. 29
    2. S. 110-113
    3. S. 19-21
    4. S. 33-45
    5. S. 56-58
    6. S. 70
    7. S. 75-77
    8. S. 77-81
    9. S. 47
    10. S. 82-83
  2. AAC Publications – Fall on Rock – Rope Soloing. Abgerufen am 29. Juni 2025.
  3. Ralph Stöhr: Alexander Huber spricht über Angst und Mut im Leben und an der Wand. 30. Juni 2023, abgerufen am 2. Juli 2025.
  4. Hansjörg Auer: »Mephisto« Free Solo. In: Bergsteiger.de. 9. Januar 2019, abgerufen am 2. Juli 2025.
  5. Robert Bösch: Soloklettern provoziert. Alpinfotograf Robert Bösch. In: sac-cas.ch. Schweizer Alpenverein, 16. September 2019, abgerufen am 1. Juli 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. Stefan Glowacz: "Free Solo ist russisch Roulette". In: alpin.de. Abgerufen am 5. Juli 2025.
  7. a b c Uta Grünberger: Fels und Leben fest im Griff. In: climbing-history.org. 1986, S. 110, abgerufen am 1. Juli 2025.
  8. Separate Reality - Träume sterben nie. In: youtube.de. 2013, abgerufen am 19. Oktober 2025.
  9. Ed Douglas, Ulrike Frey, Philip Parker, Richard Gilbert: Bergsteiger: auf den Spuren großer Alpinisten. Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2020, ISBN 978-3-8310-4025-4, S. 42.
  10. Catherine Destivelle erhält den Paul-Preuss-Preis. In: bergsteigen.com. Abgerufen am 26. Juni 2025.
  11. a b c Weg durch den Fisch (9-) Free Solo. Abgerufen am 22. Januar 2023.
  12. a b Alain Robert: 60 Jahre alter »Spider-Man« erklimmt 187 Meter hohen Wolkenkratzer. In: Der Spiegel. 18. September 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 26. Juni 2025]).
  13. Sebastian Schwertner: Kletterführer Frankenjura, Band 1, 5. Auflage, Panico Alpinverlag, Köngen 2008, ISBN 978-3-926807-89-2; S. 34.
  14. Alex Huber free Solo im „Kommunist“10+ / 8b+. In: Bergsteiger.com. Abgerufen am 2. Juli 2025.
  15. KLETTERN - alles übers Bouldern, Sport- und Alpin-Klettern. In: outdoor-magazin.com. 12. April 2023, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  16. Domini Osswald: Free-Solo-Kletterer Alfredo Webber im Interview. In: Lacrux Klettermagazin. 2. April 2021, abgerufen am 2. Juli 2025.
  17. 12 sächsische Kinglines Free Solo an einem Tag. In: Lacrux Klettermagazin. 27. Juli 2023, abgerufen am 5. Juli 2025.
  18. Catherine Destivelle erhält den Paul-Preuss-Preis. In: bergsteigen.com. Abgerufen am 26. Juni 2025.
  19. Alexander Huber: Hasse-Brandler Direttissima. In: alpin.de. Abgerufen am 2. Juli 2025.
  20. Ueli Steck stellt neuen Rekord an Eiger-Nordwand auf. In: Der Spiegel. 23. November 2015, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Juli 2025]).
  21. Dani Arnold stellt Solo-Speedrekord am Salbit auf. In: Lacrux Klettermagazin. 27. Juni 2023, abgerufen am 5. Juli 2025.
  22. Tipps fürs Deep Water Solo Klettern auf Mallorca. In: lacrux.com. Lacrux Klettermagazin, 2. November 2023, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  23. Wiebke: Deep Water Soloing - was soll das sein? In: Bergfreunde. 27. Juni 2022, abgerufen am 9. Dezember 2025 (deutsch).
  24. a b Kevin Corrigan: Interview: Miquel Riera on the Birth of Deep Water Soloing. In: climbing.com. Climbing Magazine, 21. Juli 2016, abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).
  25. Psicobloc. 27. Oktober 2024, abgerufen am 9. Dezember 2025 (deutsch).
  26. Highball. In: KLETTER-EVENT.DE. Yannik Meyer, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  27. Your Complete Guide to Highball Bouldering. In: climbing.com. Climbing Magazine, 13. Januar 2022, abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).
  28. Dani Arnold klettert eine der schwierigsten Eiskletterrouten Free Solo Speed. In: lacrux.dom. Lacrux Klettermagazin, 11. Januar 2018, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  29. Thomas Becker: »Free Solo ist nicht irgend so ein Coolness-Instagram-Bullshit«. In: OutDoor Society. Messe München GmbH, 16. Juli 2019, abgerufen am 17. Februar 2021.