Freeway Rider’s MC

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Freeway Rider’s MC ist einer der ältesten deutschen Motorradclubs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club wurde offiziell 1974 in Hagen gegründet.[1] Es folgten kurz darauf weitere Clubhäuser in Gelsenkirchen, Bochum, Lüdenscheid und Herne. Das Emblem, das sogenannte Colour, ist seit 1977 ein geflügelter Totenkopf mit Hut.

Im Laufe der Jahre assimilierte der Club andere MCs, unter anderem die Blue Angels MC Essen, Animals MC Dinslaken, Dog Soldiers MC Essen, Blue Angels MC Bad Kissingen, Nightdrivers MC Bottrop, Road Runner MC Fulda, White Punks MC Bochum, MC Wesermünde, Flying Skulls MC Goch, Road Riders MC Moers, Road Riders MC Kamp Lintfort, Greif MC Hennef, Meadows Clan MC, Bruderschaft MC, den Biker-Haufen MC Ostfriesland und den Kodiaks MC Bitterfeld.

Zum 40-jährigen Jubiläum 2014 hatte der Club eigenen Angaben zufolge in 38 deutschen Städten Niederlassungen – sogenannte Chapter – mit rund 500 Mitgliedern.[2] Auch wenn der Club in Stellungnahmen über Nachwuchssorgen klagt, ist er im Vergleich zu den Hells Angels mit etwa 650 Mitgliedern[3] in Deutschland eine feste Größe in der Subkultur der Rocker, vor allem in Nordrhein-Westfalen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Selbstdarstellung betont der Club immer, keine Outlaw Motorcycle Gang zu sein und verweist häufig auf seine sozialen Projekte. Den Mitgliedern ginge es lediglich um das Leben der Werte eines Rockers.[1] Im Zuge der Auseinandersetzung der verfeindeten Clubs Hells Angels und Bandidos 2013 bis 2016, in den Medien als Rockerkrieg bezeichnet, kam es auch bei Freeway Rider’s MC zu verschiedenen Ermittlungen und Durchsuchungen von Clubhäusern und Privatwohnungen.[4]

Dem Club wird nachgesagt, in den Gebieten, wo weder die Bandidos noch die Hells Angels vertreten sind, die Lücke im kriminellen Milieu der Outlaw Gangs zu schließen.[5] Bei der Gründung des Chapters in Bremerhaven Anfang 2014 kam es zu Protesten der Bürger in Wut.[6] Als die Bandidos 2016 in Hagen ansässig werden wollten, organisierte der Freeway Rider’s MC Proteste. Die Sicherheitskräfte vor Ort befürchteten jedoch erhebliche Ausschreitungen und führten im Umfeld massive Personenkontrollen durch.[7] Der Motorradclub wurde aber bisher noch nicht verboten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Wagner: Der Freeway Rider – Mein deutsches Rockerleben. Wunderlich Verlag, 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hubertus Heuel: Die Freeway Riders sind Hagens Rockergang. In: Westfalenpost. 23. November 2009, archiviert vom Original am 8. Dezember 2014; abgerufen am 11. Februar 2017.
  2. „Präsidenten“ der „Freeway Riders“: Nach Schlägerei Durchsuchungen im Rockermilieu. In: Kölnische Rundschau. 27. Oktober 2015, abgerufen am 10. Februar 2020.
  3. Tonio Postel: Hells Angels – Die Faszination der bösen Buben. In: Stern. 8. Juni 2008, abgerufen am 10. Februar 2020.
  4. Großrazzia bei Rocker-Club Freeway Rider’s im Ruhrgebiet Der Westen vom 27. November 2014
  5. Stefan Kober: Freeway Rider’s: „Wir sind keine Supporter der Bandidos“. In: DerWesten.de. 1. Dezember 2014, abgerufen am 10. Februar 2020.
  6. "Rockerbande vorm Stadthausl" Bild.de
  7. Polizei kontrolliert in Hagen 100 Motorrad-Club-Mitglieder Westfalenpost vom 16. Oktober 2016