Freies Gymnasium Zürich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Freies Gymnasium Zürich
FGZ April 2015.JPG
Ansicht von der Seefeldstrasse
Schulform Gymnasium
Gründung 1888
Adresse

Arbenzstrasse 19
8008 Zürich

Ort Zürich
Kanton Zürich
Staat Schweiz
Koordinaten 684332 / 246006Koordinaten: 47° 21′ 34″ N, 8° 33′ 18″ O; CH1903: 684332 / 246006
Träger Schulverein für das Freie Gymnasium Zürich
Schüler etwa 470
Lehrkräfte etwa 80
Leitung Dr. Thomas Bernet
Website www.fgz.ch

Das Freie Gymnasium Zürich (FGZ) ist ein staatlich anerkanntes Privatgymnasium in Zürich im Quartier Mühlebach Kreis 8.

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Freie Gymnasium Zürich wurde 1888 gegründet und ist damit eines der ältesten Gymnasien der Stadt. Benannt wurde die Schule gemäss dem angestrebten Geist, eine liberale und weltoffene Schule zu sein. Bis 1892 trug die Schule den Namen „Privatgymnasium“, wurde dann in „Freies Gymnasium“ umbenannt, da an verschiedenen Orten der Schweiz damals vom Staat losgelöste Bildungsinstitute auf christlicher Grundlage entstanden.[1]

Noch heute vertritt das Freie Gymnasium Zürich einen liberalen und weltoffenen Geist. Seine Tradition orientiert sich an der christlich-humanistischen Menschenbildung.

Die Schule wird nach privatwirtschaftlichen, aber nicht gewinnorientierten Grundsätzen geführt. Träger ist ein Schulverein, sein oberstes Führungsorgan der Vorstand. Ein kooperativer Führungsstil sorgt für eine solide Abstützung der Schulpolitik bei Lehrerschaft, Eltern, Schülerschaft und weiteren Mitarbeitenden.

Rund 470 Schüler werden von 80 Lehrpersonen in 36 verschiedenen Fächern unterrichtet. Der Anteil der Mädchen liegt bei 50 Prozent.

Das Freie Gymnasium Zürich gilt als Wegbereiter der zweisprachigen Ausbildung im Kanton Zürich, dem immersiven Unterricht mit muttersprachlichen Lehrpersonen. Im Jahre 2000 eröffnete es im Kurzgymnasium und auf der progymnasialen Unterstufe als erste Schule im Kanton Zürich einen bilingualen Zug.

Ausbildungsgänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Freie Gymnasium Zürich führt im Anschluss an die 5. oder 6. Primarklasse verschiedene Ausbildungsgänge durch. Ein- und zweisprachig stehen zur Auswahl:

  • die progymnasiale Unterstufe
  • die gymnasiale Unterstufe
  • das Kurzgymnasium

Es können vier verschiedene Ausbildungsprofile – ein- oder zweisprachig – gewählt werden. Die Hausmaturität des Freien Gymnasiums Zürich ist in allen Profilen eidgenössisch anerkannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Freien Gymnasiums Zürich geht zurück auf die Totalrevision der schweizerischen Bundesverfassung von 1874, die ein konfessionell und weltanschaulich neutrales öffentliches Schulwesen verlangte. Die vorerst sechs Schüler wurden von einem einzigen Lehrer unterrichtet, Christian Wagner, einem Absolventen des Seminars Unterstrass.[2]

1889 erteilte der Regierungsrat die Konzession für den Schulbetrieb.

Als erstes Gymnasium in Zürich wurden am Freien Gymnasium 1904 erstmals auch Mädchen zugelassen.[3]

1910 wurde der Neubau der Schule an der St. Annagasse (heute im Besitz der UBS) fertiggestellt. Anlässlich der Eröffnung am 3. Juni erhielt das Freie Gymnasium die Eidgenössische Anerkennung für die hauseigene Maturität.[4]

Am 5. Oktober 1945 erfolgte die Gründung der „Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Freien Gymnasiums in Zürich“.[5]

Weil die Schülerschaft mittlerweile auf über 500 angewachsen war, drängte sich ein Umzug der Schule auf. 1958 war es gelungen, auf der Bodmerwiese im Seefeld-Quartier ein geeignetes Grundstück zu erwerben. 1972 wurde der Neubau bezogen.[6]

Im Jahr 2000 gründet das Freie Gymnasium Zürich zusammen mit der Lakeside School in Küsnacht die Bilingual Middleschool Zurich, die 2009 ins Freie Gymnasium Zürich integriert wurde.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freies Gymnasium

Das Gebäude Arbenzstrasse 19 ist Teil einer vom Zürcher Architekten Felix Rebmann erstellten Arealüberbauung, an der die Reformierte Kirchgemeinde Neumünster mit dem Kirchgemeindehaus, die Stadt mit dem Freizeitzentrum Riesbach und der Kanton mit dem Bildungszentrum für Erwachsene partizipieren. Diese Arealüberbauung steht heute im Inventar schützenswerter Bauten als Beispiel der für die 1970er-Jahre repräsentativen Architektur.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntheit geniesst die Theaterwerkstatt des Freien Gymnasiums Zürich. Gegründet wurde sie 1998 und studiert seither mit Schülern alljährlich eine Theaterproduktion ein, die der Öffentlichkeit präsentiert wird. Dies geschieht alle zwei Jahre zusammen mit dem Chor des Freien Gymnasiums Zürich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freies Gymnasium Zürich. Ein Rückblick 1888–1936. S. 6
  2. Gerhard Frick: Eine Schule sucht ihren Weg. 75 Jahre Freies Gymnasium Zürich.
  3. Freies Gymnasium in Zürich. Festschrift zur 100 Jahr-Feier 1988. S. 19
  4. Freies Gymnasium in Zürich. Festschrift zur 100 Jahr-Feier 1988. S. 23
  5. Gerhard Frick: Eine Schule sucht ihren Weg. 75 Jahre Freies Gymnasium in Zürich. S. 45
  6. Freies Gymnasium in Zürich. Festschrift zur 100 Jahr-Feier 1988. S. 41