Friedbert Meurer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Friedbert Meurer (* 21. November 1959 in Hundsangen) ist ein deutscher Journalist.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meurer besuchte von 1969 bis 1978 das Fürst Johann Ludwig Gymnasium in Hadamar. Von 1979 bis 1986 studierte er Geschichte und Germanistik an den Universitäten Mainz und Bielefeld und legte das Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium ab. Statt wie früher geplant als Lehrer zu arbeiten, engagierte er sich 1986/87 im Gründungsteam des Privatradios RPR (Abkürzung für Rheinland-Pfälzischer Rundfunk) in Koblenz.[1]

1988 begann Meurer ein Volontariat beim Deutschlandfunk (DLF). 1989 wurde er dort Redakteur für „Politik und Zeitgeschehen“. Von 1995 bis 1999 war Meurer in Bonn als Parlamentskorrespondent tätig. Anschließend unternahm er als außenpolitischer Korrespondent Reportagereisen nach Israel, Russland, Jugoslawien, zur UNO und in die Volksrepublik China.

Im Jahr 2000 wurde Meurer Redaktionsleiter Zeitfunk beim DLF. Er war dort von 2007 bis Juli 2015 Ressortleiter und moderierte regelmäßig die DLF-Sendung „Informationen am Morgen“.

Während des Gaza-Konfliktes 2014 interviewte Meurer den israelischen Soziologen Natan Sznaider per Telefon in Tel Aviv, das damals unter Raketenbeschuss aus Gaza stand. Aufsehen erregte Meurer, indem er Sznaider fragte, ob er angesichts dreier ziviler israelischer Opfer gegenüber 1000 palästinensischen toten Zivilisten Mitgefühl für die Gegenseite empfinde. Sznaider sah darin die Unterstellung, dass es nicht genug israelische Tote gegeben habe, und verwahrte sich gegen diese Art der Bilanzierung von Toten.[2]

Seit August 2015 ist Meurer Korrespondent des Deutschlandradios in London.[3]

Er ist Autor bzw. Mitautor von 12 Ausgaben der täglichen Sendung Hintergrund im DLF und weiteren Sendungen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geld auch Voraussetzung für Erfolge, DLF, erschienen und abgerufen 8. Mai 2019
  2. Interview im Deutschlandfunk vom 2. August 2014
  3. Friedbert Meurer neuer Deutschlandradio-Korrespondent in London