Friederike Werner

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Friederike Werner (* 1962)[1] ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Ägyptologin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friederike Werner studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Ägyptologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und schloss dort 1988 mit dem Magister Artium ab. Sie promovierte zwischen 1992 und 1994 mit ihrer Arbeit Ägyptenrezeption in der europäischen Architektur des 19. Jahrhunderts bei Peter Anselm Riedl und Jan Assmann.

Zwischen 1984 und 1991 war Werner als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Ägyptologie tätig, wo sie in Zusammenarbeit mit den Universitäten Kairo, Heidelberg und München bei Ausgrabungen in Ägypten (Luxor, Tuna el-Gebel) Zeichnungen von Objekten, Reliefs und Fresken anfertigte. Zwischen 1994 und 1995 hielt sie Vorträge zum Thema Ägyptomanie am Kunsthistorischen Museum in Wien und an der Technischen Universität München.

Neben ihrer Tätigkeit im Büromanagement einer Münchner Unternehmensberatungsfirma (1991–1995) inventarisierte Werner von 1993 bis 1994 für den Münchner Restaurator Clemens von Schoeler die Sammlung von Möbeln und Kunstgegenständen des Grafen Toerring-Jettenbach auf Schloss Winhöring. Für die Seniorenresidenz Augustinum München-Nord war sie von 1995 bis 2002 für die Konzeption, Organisation und Durchführung öffentlicher Kulturveranstaltungen zuständig. Von 2002 bis 2010 unterrichtete sie als Kunsterzieherin an den privaten Neuhof-Schulen in München.

Von 2012 bis 2015 war Werner freie Mitarbeiterin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, seit 2015 ist sie freie Mitarbeiterin des dortigen Ägyptologischen Instituts. Hier forschte sie zur Ägyptenrezeption des späten 18. Jahrhunderts in Kunst- und Kulturgeschichte, mit besonderem Blick auf Intérieur, Möbel und Leuchter. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf dem Ägyptischen Saal auf Schloss Hohenzieritz in Mecklenburg um 1800 sowie der Mythologie und Verbindung zum Königtum Preußen.[2][3]

Friederike Werner ist assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters Asien und Europa.[4] Seit Juli 2019 tritt sie als Expertin in der ZDF-Sendereihe Bares für Rares auf. Werner lebt in München.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ägyptomanie in Preußen. Die Tafelskulptur zur Hochzeit im Königshaus 1804. Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar 2016, ISBN 978-3-89739-856-6.
  • „Abgekupfert, durchgepaust und second hand.“ Ein Essay zur Authentizität in der Kunst. In: Martin Fitzenreiter (Hrsg.), Authentizität. Artefakt und Versprechen in der Archäologie, IBAES, Internet-Beiträge zur Ägyptologie und Sudan-Archäologie, Band 15, London 2014, S. 13–18.
  • Ägypten als Inbegriff des Erhabenen in der Baukunst. Ägyptenrezeption in der europäischen Architektur des 19. Jahrhunderts. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): Ägyptomanie. Europäische Ägyptenimagination von der Antike bis heute. Gingko Press GmbH, Wien 2000, ISSN 2077-1703, S. 83–104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GND 1027583695
  2. Friederike Werner, Dr. In: asia-europe.uni-heidelberg.de
  3. Dr. Friederike Werner. In: LinkedIn
  4. Friederike Werner Presents Her New Book. In: asia-europe.uni-heidelberg.de vom 27. Januar 2017.
  5. Erster TV-Auftritt. Überraschung: Neue Expertin bei „Bares für Rares“. In: t-online.de vom 11. Juli 2019.