Friedhelm Decher

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Friedhelm Decher (* 1954 in Ottfingen), ist ein deutscher Philosoph und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decher studierte Philosophie, Germanistik, Psychologie und Erziehungswissenschaften. Nachdem er seine Philologische Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien ablegte und in Philosophie und Germanistik zum Dr. phil. promoviert wurde, lehrt er Philosophie und Germanistik an der Universität Siegen und der Mittwochsakademie der Universität Siegen. Außerdem ist er Dozent in der Erwachsenenbildung.

Seine Schwerpunkte liegen bei Anthropologie, Ethik/Praktische Philosophie, Ästhetik, Geschichte der Philosophie, Philosophie des Geistes, Beziehungen zwischen Philosophie, Psychologie, Literatur und Pädagogik.[1]

2013 erhielt er den Anerkennungspreis der Dr.-Margrit-Egnér-Stiftung und den Kulturpreis der Gemeinde Wenden.[2]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Büchern und Referaten geht er den Merkmalen unseres Lebens in der modernen Gesellschaften auf den Grund. Er zeigt den Zusammenhang zwischen Glück, Sinn des Lebens und Erlebnisgesellschaft. Dabei beleuchtet er die Konsequenzen die es für den Menschen mit sich bringt, wenn er als Quelle des Glücks und Mittelpunkt des Lebens immer mehr seine Erlebnissfähigkeit betrachtet. Weiterhin beobachtet er die Tendenz zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft und untersucht die Zusammenhänge von wirtschaftlichem Erfolg, sozialem Scheitern, sozialer Ungleichheit und die Macht der Märkte.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wille zum Leben - Wille zur Macht. Eine Untersuchung zu Schopenhauer und Nietzsche, Königshausen und Neumann, Würzburg 1984, ISBN 3-88479-159-1.
  • Philosophische Anthropologie im 19. Jahrhundert (Hrsg., mit Jochem Hennigfeld), Königshausen und Neumann, Würzburg 1992, ISBN 3-88479-639-9.
  • Die Ästhetik K. W. F. Solgers, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1994, ISBN 3-8253-0256-3.
  • Bertrand Russell. Auf der Suche nach dem guten und glücklichen Leben, Traude Junghans Verlag, Cuxhaven und Dartford/Kent 1996, ISBN 3-926848-76-6.
  • Die Signatur der Freiheit. Ethik des Selbstmords in der abendländischen Philosophie, zu Klampen Verlag, Springe 1999, ISBN 3-924245-79-7.
  • Verzweiflung. Anatomie eines Affektes, zu Klampen Verlag, Springe 2002, ISBN 3-934920-21-7.
  • Besuch vom Mittagsdämon. Philosophie der Langeweile, zu Klampen Verlag, Springe 2003, ISBN 3-924245-93-2.
  • Das gelbe Monster. Neid als philosophisches Problem, zu Klampen Verlag, Springe 2005, ISBN 978-3-934920-73-6.
  • Gibt es im Leben Alternativen? Ein Dialog, Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 2006.
  • Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch? Ein Disput in Poppers Welt 3, Die Blaue Eule, Essen 2008, ISBN 978-3-89924-215-7.
  • Die rosarote Brille. Warum unsere Wahrnehmung von der Welt trügt, Darmstadt 2010 (3., unveränderte Aufl. 2013),ISBN 978-3-650-23748-4.
  • Die Schule der Philosophen. Große Denker über Bildung und Erziehung. Darmstadt 2012.
  • Handbuch der Philosophie des Geistes. Darmstadt 2015, ISBN 978-3-534-26741-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie und Publikationsverzeichnis auf uni-siegen.de, abgerufen am 2. März 2014.
  2. Preisverleihung 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.zuepp.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf zuepp.ch, abgerufen am 2. März 2014.
  3. Wie wollen wir Leben? auf information-philosophie.de, abgerufen am 2. März 2014.