Fritz Rémond junior

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fritz Rémond junior (* 9. Oktober 1902 in Karlsruhe; † 31. März 1976 in Bad Nauheim) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Impresario.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Rémond stammte aus einer traditionsreichen Künstlerfamilie: Seine Großmutter väterlicherseits war die Sängerin Maria Rémond-Heinemann (1831–1902). Ihr Sohn, Fritz Rémond senior (1864–1936), ein bedeutender Heldentenor, wurde später Intendant der Kölner Oper (bis 1928) mit Otto Klemperer als Generalmusikdirektor. Fritz Rémond seniors Neffe war der Schauspieler und Komödiendichter Curt Goetz.

Fritz Rémond junior war als Schauspieler u. a. in Düsseldorf, in Berlin unter Max Reinhardt und am Nationaltheater in Osnabrück engagiert, bevor er als Oberregisseur nach Stettin und Krakau und schließlich 1941 an das Deutsche Theater in Prag ging. Als Leiter einer Wanderbühne kam er zu Kriegsende nach Bad Tölz, zog dann nach Frankfurt am Main, wo er frei an den Städtischen Bühnen spielte und inszenierte. 1947 gründete Rémond auf Anregung von Bernhard Grzimek das „Kleine Theater im Zoo“ (heute „Fritz-Rémond-Theater“) im Frankfurter Zoogesellschaftshaus, dessen Impresario er bis zu seinem Tode blieb.

Fritz Rémonds Kleines Theater suchte zunächst dem Nachholbedarf an internationaler zeitgenössischer Dramatik zu entsprechen, um sich in späteren Jahren immer mehr dem Boulevard zuzuwenden. Rémond, auf dessen Bühne zahlreiche prominente Schauspieler der 1950er und 1960er Jahre gastierten, entdeckte und förderte unter anderen Boy Gobert, Louise Martini und Hans-Joachim Kulenkampff.

Rémond war ein virtuoser Komödiant, dessen eindringliche Darstellungen liebenswürdig-skurriler Käuze, versoffener Melancholiker etc. selbst an den oft zweitklassigen Filmen, in denen seine Kunst überliefert ist, nicht Schaden nehmen konnten.

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]