Fuchsteufelswild (Band)

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Fuchsteufelswild
Fuchsteufelswild 2016
Fuchsteufelswild 2016
Allgemeine Informationen
Herkunft Regensburg, Deutschland
Genre(s) Folk-Rock, Deutschfolk, Musik der Mittelalterszene, Mittelalter-Rock
Gründung 2014
Website www.fuchsteufelswild.net
Gründungsmitglieder
Basti Brenner
Schlagzeug, Schlagwerk, Davul, Marktsackpfeife, Schalmei
Matthias „Mazze“ Huber (bis 2015)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Irische Bouzouki, Marktsackpfeife, Violine, Schalmei
Bastian Brenner
Violine
Philip Beckenbauer (seit 2016)
Andreas „Chewie“ Schneid (seit 2014)
Thomas „Tom“ Wimmer (seit 2015)
Simone „Mone“ Zurbrügg (2014–2016 & seit 2018)
Schlagzeug, Schlagwerk
Toni „Done“ Holzbauer (seit 2015)
Ehemalige Mitglieder
Irish Bouzouki
Michael Kapfer (2014)
Gesang, Schalmei, Flöte
Juliane del Sol (2014)
Davul
Wolfgang „Wurzel“ Ritschel (2014–2015)
Marktsackpfeife, Perkussion
Franziska Schoberl (2014–2015)
Violine
Martina Spörl (2015)
Elisabeth „Ella“ Zlotos (2017)
Violine
Sarah Kress (2016)
Violine
Elena Lea-Sophie „Sophie“ Fischer (2016–2018)
Gitarre, Cister, Bouzouki
Stefan „Wuschel“ Fridrich (2014–2018)

Fuchsteufelswild ist eine deutsche Folk-Rock-Band aus Regensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frontmann Bastian Brenner und Gitarrist Stefan „Wuschel“ Fridrich im Spectaculum Mundi 2016 in München

Fuchsteufelswild wurde im Frühjahr 2014 von Matthias „Mazze“ Huber und Basti „Cordoban“ Brenner gegründet. Huber und Brenner hatten sich bei der Band Gaudium Brachjalis kennengelernt, in der Bastian Brenner als Sackpfeifer aushalf.

Die musikalischen Anfänge waren daher noch stark an mittelalterlicher Marktmusik orientiert. Jedoch versuchte man bereits an diesem Punkt etwas anderes zu machen. So experimentierte man mit Einflüssen aus verschiedensten kreativen Richtungen, wie Rap/Slam-Poetry, Irish Folk, Bavarian Brass und modernen Rock-Arrangements. In Eigenregie wurde eine Demo-CD unter dem Titel Um Haaresbreite aufgenommen. Die Zusammensetzung der Band änderte sich während der Aufnahmen zu Um Haaresbreite, entsprechend veränderte sich die Richtung der Band nochmals, und ein folkiger Kurs wurde eingeschlagen.

Von Marktmusik zum Folk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kursänderung hatte auch zur Folge, dass es Ende 2014 bis Anfang 2015 zu einigen Umbesetzungen kam. Teils aus privaten, teils aus beruflichen Gründen verließen einige Mitglieder die Band. Gleichzeitig begannen Bastian Brenner und der inzwischen zur Band gestoßene Stefan Fridrich mit den Kompositionen für das Debütalbum Weltenmeer. Weltenmeer war als Konzeptalbum angelegt und behandelt Märchen, Mythen und Legenden. Produziert wurde das Album von Robert „Hubi“ Hoffmann.[1]

Da dieses Album offiziell veröffentlicht werden sollte, begann die Suche nach einem Label und einem Vertrieb. Durch die Unterstützung der Berliner Musiker von Corvus Corax konnte mit der Edel SE ein Partner für die Veröffentlichung gewonnen werden. Hierzu wurde das Sublabel FOXY Records gegründet.

Debüt mit Weltenmeer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2016 erschien das Debütalbum Weltenmeer und wurde von Fans wie Fachpresse hervorragend aufgenommen. So schrieb die Zillo Medieval „Die Musiker schaffen damit eine Art Musik, die sich nur ganz schwer in eine ‚Schublade‘ stecken lässt – was aber auch gut so ist. […] Insgesamt bietet ‚Weltenmeer‘ für jeden Geschmack etwas und lässt den Zuhörer tatsächlich auf einem Meer unterwegs sein. Auf dem Weg liegen dazu noch ein paar Weisheiten und Wahrheiten, die jedoch ohne erhobenen Zeigefinger daherkommen. Bitte mehr davon!“[2]

Für ihr Debüt konnte die Regensburger Formation neben Norri Drescher von Corvus Corax (Davul und Perkussion bei Eisenhans) auch Ben Metzner, den Frontmann der Musketier-Rock-Formation D’Artagnan, gewinnen, der den Titel Wie der Wind im Duett mit Bastian Brenner singt.

Live …um Welten mehr![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut einen Monat nach dem Release ihres Debütalbums gaben Fuchsteufelswild bekannt, dass sie eine Headlinershow auf dem Regensburger Spectaculum für eine Live-CD/-DVD-Produktion nutzen wollten. Hierfür wurde eine Crowdfunding-Kampagne über die Plattform startnext gestartet.[3] Die Kampagne war erfolgreich, und so erschien am 16. Dezember 2016, also exakt fünf Monate nach dem Konzert, die Live-CD/-DVD …um Welten mehr! Auch dabei traten viele Gastmusiker auf, so zum Beispiel Lauren „Laui“ Weser von Nachtgeschrei mit Drehleier und Gesang und Pan Peter und Jordon von Corvus Corax begleiteten mit Dudelsack und Schalmei. Grimme-Preisträger Tommy Krappweis veröffentlicht mit den Füchsen eine Neuvertonung seines Textes Ein echter wahrer Held aus dem Kinofilm Mara und der Feuerbringer, für den Krappweis eine Version des Songs mit der Gruppe Schandmaul aufgenommen hatte. Auch mit …um Welten mehr! können die Füchse Publikum und Fachpresse wieder überzeugen, schreibt das Onlinemagazin Mindbreed: „‚Fuchsteufelswild‘ veröffentlichen recht früh in der Bandhistorie ihre erste Live-DVD. Jedoch keine Sorge, dieses Release hat seine Daseinsberechtigung. Mit derart viel Gästen, dieser Spielfreude und dem begeisterten Publikum war es tatsächlich an der Zeit, ein filmisches Dokument zu schaffen. Eine großartige Live-DVD, die wohl zu den besten Veröffentlichungen in diesem Genre gehört.“[4]

König Zeiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2018 gaben Fuchsteufelswild bekannt, dass sie Ende des Jahres ein neues Studioalbum veröffentlichen werden. Auch der Titel König Zeiger wurde kurz darauf bekannt gegeben. Veröffentlichung soll am 1. Februar 2019 sein. Das Album wird 15 Titel, darunter ein Instrumental, enthalten.[veraltet]

Darkmusicworld.de schreibt über das Album:

„Die Regensburger Folkrocker ‚Fuchsteufelswild‘ waren fleißig und liefern 15 Titel ab, die allesamt eine etwas andere Handschrift tragen als die bisherigen Werke. Der Grundcharakter ist wesentlich rockiger geworden, durch die Dominanz der verzerrten Rockgitarre. Das Album ist fein abgemischt und elektronische Effekte wurden dezent eingestreut. Geblieben sind aber die großartigen Texte, die sowohl tauglich für die Ohren unserer Zeit sind als auch uralte Themen und Motive aufgreifen, um eine Geschichte zu erzählen, deren Kernaussage durchaus gesellschaftskritisch ist und sich auf heutige Zustände münzen lässt. Auch wenn der mittelalter-folkige Einschlag zurückgenommen wurde, werden die Titel mit so viel Charme und Herzblut gespielt, dass über deren Bühnentauglichkeit kein Zweifel besteht. Im Gegenteil, das macht Lust auf mehr.“[5]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band verwendet neben den klassischen Instrumenten der Rockmusik (Bass, Schlagzeug, akustische und E-Gitarre) verschiedene Folkinstrumente, wie Geige, Konzertina und Querflöte in ihrer Musik. Zudem kommen mittelalterliche Instrumente wie Schalmei und Dudelsack zum Einsatz. Dabei verwenden sie die eher im Mittelalter-Rock typische Marktsackpfeife, wobei die Spielweise sich durchaus eher an Folkvarianten dieses Instruments orientiert. Zudem greift die Band regelmäßig auf Tuba bzw. Sousaphon als Bass zurück.

Die deutschen Texte haben oftmals eine mittelalterliche Färbung bzw. Metaphorik. Trotzdem behandelt die Band aktuelle Themen, indem sie sie geschickt hinter dieser Metaphorik verbirgt. Bei nacherzählten Geschichten versucht die Band oft einen aktuellen Bezug herzustellen. Oft finden sich auch gerappte Textteile in Songs.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Livealben

Beiträge zu Kompilationen

  • 2014: Zillo Medieval – Mittelalter und Musik CD 06/2014 – Titel: Fuchsteufelswild (Zillo Musicmedia GmbH)
  • 2015: Zillo Medieval – Mittelalter und Musik CD 11/2015 – Titel: Sirenengesang (Zillo Medieval E.K.)

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastian Brenner, der Frontmann von Fuchsteufelswild, spielte bereits bei der Mittelalter-Rock-Band Feuerschwanz (2004 bis 2007) und stand von 2006 bis 2009 als „Cordoban, der Verspielte“ bei der Mittelalter-Rock-Band Saltatio Mortis auf der Bühne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ø Studio. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.hubihofmann.de. Archiviert vom Original am 2. April 2016; abgerufen am 2. April 2016.
  2. Zillo Medieval Ausgabe Nr. 01/16 – Reviews.
  3. Fuchsteufelswild. bei Startnext.de, abgerufen am 2. Februar 2017.
  4. „Fuchsteufelswild“ zeigen euch „Um Welten mehr“. mindbreed.de, abgerufen am 2. Februar 2017.
  5. „Fuchsteufelswild – König Zeiger (CD-Kritik)“. darkmusicworld.de, abgerufen am 8. Januar 2019.
  6. Distributed By – Edel:Distribution
  7. Weltenmeer bei Musicline.de
  8. Distributed By – Edel:Distribution
  9. musicline.de bei Musicline.de