Gälen

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Als Gälen (Eigenbezeichnung auf irisch Gael, auf schottisch-gälisch Gàidheal, auf englisch Gaels) wird ethno-linguistisch im Allgemeinen die Gruppe der Sprecher der goidelischen Sprachen, d.h. des Irischen, des Schottisch-Gälischen und des Manx in Irland, Schottland und auf der Isle of Man bezeichnet.

Die Bezeichnung Gälen ist vom Altirischen Goídel abgeleitet und ähnelt der Bezeichnung Gallier, mit denen die festlandkeltische Sprache Gallisch sprechende Bevölkerung Galliens bezeichnet wurde. Im Irischen wurde aus dem alten Goídel das moderne Gael, im Schottisch-Gälischen Gàidheal.

Gälisch wird heute (v.a. im Englischen und in den goidelischen Sprachen) nicht nur in Bezug auf jene Sprachen verwendet, sondern auch darüber hinaus als Adjektiv (z.B. als Bezeichnung für die traditionellen irischen Sportarten: Gaelic games, Na Cluichí Gaelacha).

Die gälische Bevölkerung wird heute auf etwa eine halbe Million geschätzt, davon etwa 355.000 in Irland (260.000 in der Republik Irland, 95.000 in Nordirland) und 60.000 in Schottland.

Die Gälen leben heute v.a. in den Gaeltacht-Gebieten Irlands, auf den Hebriden, die zu Schottland gehören, und auf der Isle of Man, aber auch außerhalb Europas, als Nachfahren irischer oder schottischer Auswanderer, etwa in den USA oder Kanada.

Referenzen[Bearbeiten]