Günter Leonhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Günter Leonhardt (* 6. November 1927 in Münster (Westfalen); † 11. Oktober 2011)[1] war ein deutscher Logistikunternehmer und Gründer des Luftfahrt-Museums Laatzen-Hannover.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang des Luftfahrtmuseums

Günter Leonhardt interessierte sich schon als Jugendlicher für das Segelfliegen und meldete sich als Freiwilliger bei der Luftwaffe. Er wurde zu einer Luftwaffen-Felddivision kommandiert und nahm an der Ardennenoffensive teil. Dabei wurde er mit einem Unterschenkeldurchschuss verletzt und kam in Kriegsgefangenschaft.[2] Günter Leonhardt baute nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit dem jüdischen Geschäftsmann Karl Nelke die Nelke-Spedition mit Sitz in Laatzen auf, deren Eigentümer er später wurde. 1994 verkaufte er sie. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit übte er zahlreiche Ehrenämter aus, unter anderem war er Vizepräsident des Bundesverbandes für Spedition und Lagerei. In den 1960er Jahren gründete er einen Förderverein für Hannover 96. Seine Leidenschaft galt der Luftfahrt, und er baute eine große Sammlung auf, die er 1992 zum Teil in das Luftfahrt-Museum Laatzen-Hannover überführte. 1986 ließ er für seine Sammlung mehrere Ju-52 aus einem norwegischen See am Polarkreis bergen, die dort um 1940 versunken waren.[3]

Günter Leonhardt hinterlässt seine Ehefrau Ursula sowie einen Sohn.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeigen, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 14. Oktober 2011.
  2. Simon Benne: Günter Leonhardt: „Ich bin immer am Boden geblieben“, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28. November 2009.
  3. Simon Benne: Gründer des Museums für Luftfahrt ist tot, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 13. Oktober 2011, S. 16.
  4. Freiwilligenserver Niedersachsen, abgerufen am 14. Oktober 2011.
  5. Niedersächsisches Ministerialblatt (PDF; 126 kB), Hannover, Nr. 17/26. Mai 2004, S. 339.