Gallileo

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Dieser Artikel behandelt das Frankfurter Hochhaus Gallileo. Es existieren weitere gleichklingende Begriffe mit der Schreibweise Galileo.
Gallileo
Gallileo
Gallileo von Südosten (2013)
Basisdaten
Ort: Gallusanlage 7 (Bahnhofsviertel)
Bauzeit: 2000–2003
Baustil: Moderne
Architekt: Novotny Mähner Assoziierte, (Fritz Novotny)
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude, Bank
Arbeitsplätze: 1.500
Technische Daten
Höhe: 136,0[1] m
Etagen: 38 Obergeschosse
Baustoff: Stahl, Beton, Glas
Höhenvergleich
Frankfurt am Main: 18. (Liste)
Deutschland: 26. (Liste)
Anschrift
Stadt: Frankfurt am Main
Land: Deutschland

Gallileo ist ein 136 Meter hohes Hochhaus an der Ecke von Gallusanlage und Kaiserstraße im Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main. Das in Stahlbetonskelett- und Stahlbetonverbundbauweise errichtete Gebäude wurde nach Plänen von Novotny Mähner Assoziierte 2000 begonnen und im Frühjahr 2003 fertiggestellt. Gallileo schreibt sich mit Doppel-L, abgeleitet von seiner Adresse Gallusanlage 7.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2008 diente das Hochhaus zusammen mit dem Silberturm und dem Gebäude Gallusanlage 8 als Konzernzentrale der Dresdner Bank. Nach der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank nutzte sie als neuer Eigentümer weiterhin das Gallileo-Hochhaus. Im Juni 2010 wurde das alte, grüne Logo der Dresdner Bank gegen das neue, gelbe Logo der Commerzbank ausgetauscht.

2013 wurde das Hochhaus an mehrere südkoreanische institutionelle Investoren verkauft, wobei die Commerzbank weiterhin Mieter des Gebäudes bleibt.[2]

Seit 2003 befindet sich im Untergeschoss des Gebäudes The English Theatre. Mit 300 Sitzplätzen ist es das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Kontinent.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallileo mit ausgestellten Fenstern

Das Hochhaus hat 38 Stockwerke und 30.000 m² Bürofläche für 1.500 Arbeitsplätze. Im öffentlich zugänglichen Erdgeschoss befinden sich Geschäfte, eine Bar und das English Theatre.

Die Fassade besteht weitgehend aus Glas. Sie besitzt 400 einzelne Fenster, die eine ca. 22.000 m² große transparente Außenhaut bilden. Die Fenster lassen sich zum Öffnen parallel ausstellen, womit sie die glatte Fläche auf charakteristische Weise durchbrechen. (Siehe Bild links.)

In die gläsernen Fußböden wurden vom amerikanischen Künstler James Turrell im Rahmen seiner Installation "Light Shaft II" rot, grün, blau und weiß leuchtende Strahler integriert, welche das Gebäude bei Dunkelheit vom Inneren heraus in jeder beliebigen Farbe „glühen“ lassen. Die Leuchtmittel sind baulich nicht wahrnehmbar. Die Unterseiten der Geschossdecken dienen hierbei als Reflexionsflächen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gallileo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gallileo bei CTBUH
  2. Commerzbank verkauft Gallileo-Hochhaus
  3. feno.comProjektbeschreibung "Light Shaft II"

Koordinaten: 50° 6′ 34″ N, 8° 40′ 16″ O