Garsitz

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Garsitz
Stadt Königsee
Koordinaten: 50° 39′ 6″ N, 11° 4′ 41″ O
Höhe: 421 (416–457) m
Fläche: 2,28 km²
Einwohner: 347
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Königsee
Postleitzahl: 07426
Vorwahl: 036738
Blick auf den Ort
Blick auf den Ort

Garsitz ist ein Stadtteil von Königsee im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Thüringer Wald im oberen Ausläufer des Rinnetals südwestlich des Hauptortes Königsee. Durchflossen wird Garsitz durch das kleine Flüsschen Rinne, die etwa drei Kilometer vor Garsitz entspringt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Garsitz befinden sich natürliche Denkmäler: Das Große Querlichsloch (Bärenkeller), die Wildpferdehöhle, die Dachshöhle, der Höhlenbäreneckfelsen und die Mönchskapelle. Bei oder in ihnen wurden diverse Tierknochenreste vom Wildpferd, von der Saigaantilope und Höhlenbär sowie Kulturhinterlassenschaften der Vergangenheit im Zeitraum zwischen 13. und etwa 8. Jahrtausend v. Chr. in die ausgehenden Altsteinzeit datiert gefunden.[1]

Bekanntestes Bauwerk des Dorfes ist der Glockenturm. Oberhalb von Garsitz erhebt sich das „Gebörne“, das neben mehreren Höhlen (z. B. Bärenkeller) auch eines der ältesten Zechsteinriffe in Deutschland beherbergt. Ebenfalls auf dem Gebörne befindet sich der Infoweg "natürlich Königsee", der interessante geschichtliche und wissenschaftliche Fakten erklärt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen Garschitz wurde das Dorf im Jahre 1289 erstmals erwähnt. Der Ortsteil von Königsee hat die zweitgrößte Einwohnerzahl der Ortsteile. Die Fläche des kleinen Dorfes liegt bei 228 ha. Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Heidrun Rißland.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 15 der Omnibusverkehr Saale-Orla Rudolstadt GmbH stellt den Anschluss an die umliegenden Orte sicher.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionelle Veranstaltungen sind das jährliche Maifeuer und die Kirmse. Außerdem besitzt Garsitz Sport-, Jugend- und Feuerwehrvereine. Bekannteste Garsitzerin ist Brigitte Wunderlich, die 2005 „Thüringerin des Jahres“ wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Garsitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 225–226.
  2. http://cms.xn--knigsee-rottenbach-d3b.de/index-func-view-t1-36-t2-45-t3-26-d-1.html