Würzburger Synode

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Die deutsche Sonderbriefmarke von 1972 zeigt das Stadtsiegel Würzburgs von 1237 bis 1560 mit dem Würzburger Dom

Die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, so der offizielle Titel der Würzburger Synode, fand von 1971 bis 1975 in Würzburg statt. Aufgabe der Synode war, die Verwirklichung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils zu fördern. Die Synode wurde von der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 1969 einberufen.

Zwischen Januar 1971 und November 1975 fanden acht Sitzungsperioden statt. Stimmberechtigte Teilnehmer waren nicht nur Bischöfe, sondern auch einfache Kleriker und Laien aus allen deutschen Bistümern. Die erste Arbeitsvollversammlung fand vom 10. bis 14. Mai 1972 im Würzburger Dom, dessen Hauptschiff bereits im Januar 1971 als Aula diente, statt.[1] Die Ergebnisse der Synode wurden in 18 Beschlüssen und 6 Arbeitspapieren festgehalten. Präsident der Synode war der Kardinal Julius Döpfner (Vorgänger des in Würzburg amtierenden Bischofs Josef Stangl), der kurz nach Billigung der letzten zusammenfassenden Veröffentlichung verstarb.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Bertsch u. a. (Hgg.): Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland: offizielle Gesamtausgabe. 2 Bde. Freiburg im Breisgau; Basel; Wien: Herder 1976–1977
    • Bd 1: Beschlüsse der Vollversammlung 1976 (7. Aufl. 1989; ISBN 3-451-17614-9).
    • Bd 2: Ergänzungsband: Arbeitspapiere der Sachkommissionen 1977 (3. Aufl. 1981; ISBN 3-451-17897-4).
  • Karl Rahner: Strukturwandel der Kirche als Aufgabe und Chance, Freiburg 1972 (Neuausgabe 1989) (PDF-Datei; 656 kB).
  • Dieter Emeis u. Burkard Sauermost (Hgg.), Synode – Ende oder Anfang. Ein Studienbuch für die Praxis in der Bildungs- und Gemeindearbeit, Düsseldorf: Patmos 1976.
  • Albert Käuflein und Tobias Licht (Hgg.): Wo steht die Kirche? Orientierung am Zweiten Vatikanischen Konzil und an der Gemeinsamen Synode. Karlsruhe: Braun 1996; ISBN 3-7650-8179-5.
  • Hartmut Heidenreich: Personales Angebot als Kernkonzept praktisch-theologischen Handelns: zu seiner Rekonstruktion, Rezeption und Interpretation nach dem Würzburger Synodenbeschluss von 1975. Münster: Lit 2004; ISBN 3-8258-7133-9.
  • Stefan Schmitz: Was macht die Kirche in der Schule? Religionsunterricht und Schulpastoral 30 Jahre nach dem Würzburger Synodenbeschluss. Münster: Lit 2004; ISBN 3-8258-7608-X.
  • Sabine Demel: Die Würzburger Synode – ein unübertroffenes Vorbild für dialogische Strukturen in der katholischen Kirche (2011)
  • Reinhard Feiter (Hrsg.), Richard Hartmann (Hrsg.), Joachim Schmiedl (Hrsg.), Die Würzburger Synode. Die Texte neu gelesen (= Europas Synoden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, Band 1), Herder, Freiburg Br. Basel, Wien 2013, ISBN 978-3-451-30713-3, S. 111–128.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Wittstadt: Kirche und Staat im 20. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 453–478 und 1304 f., hier: S. 470–475 (Erneuerung im Geiste des II. Vatikanischen Konzils – Bischof Josef Stangl). S. 473 f.