Genossenschaftsverband Bayern

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Genossenschaftsverband Bayern e. V.
(GVB)
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Rechtsform Eingetragener Verein
Zweck Bildung, Prüfung, Beratung und Interessensvertretung der bayerischen Genossenschaften
Sitz München
Gründung 1893

Ort München
Vorstand Jürgen Gros (Vorstandsvorsitzender und Präsident), Alexander Büchel (Mitglied des Vorstands)
Ehemalige Vorstände Michael Horlacher, Hellmut Horlacher
Mitarbeiter 502
Website www.gv-bayern.de

Der Genossenschaftsverband Bayern e. V. (GVB) ist Dienstleister und gesetzlicher Prüfungsverband der bayerischen Genossenschaftsorganisation. Sein Sitz ist München. Der GVB ist Teil des genossenschaftlichen Finanzverbunds.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband hat im Speziellen vier Aufgaben:

  • Prüfen: Die genossenschaftliche Prüfung fördert die Genossenschaften und stellt den Schutz ihrer Mitglieder und Geschäftspartner sicher.
  • Beraten: Der GVB berät und betreut seine mehrheitlich bayerischen Mitglieder in rechtlichen, steuerlichen, personellen und organisatorischen Fragen.
  • Aus- und Weiterbildung: Zu Bildungs- und Schulungszwecken der Mitgliedsgenossenschaften bietet der GVB in seinen Bildungseinrichtungen Programme zur Aus- und Weiterbildung an.
  • Interessenvertretung: Dies ist die Grundlage für die erfolgreiche Durchsetzung der Mitgliederbelange in der Politik.

Zur besseren Durchführung ihrer Aufgaben und zur Vermeidung der Einführung einer staatlichen Aufsicht schlossen sich einzelne Genossenschaften schon früh zu Genossenschaftsverbänden zusammen. Heute ist die Mitgliedschaft in einem Verband Pflicht. Der Verband hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts schlossen sich erste Genossenschaften nach den Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung und dem Identitätsprinzip, die auf Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen zurückgehen, zusammen.

  • 1862 wird mit dem „Münchner Darlehens-Verein (mit Solidarhaft)“ die älteste gewerbliche Kreditgenossenschaft Bayerns gegründet.
  • 1922 kommt es zur Fusion der 1867, 1900 und 1902 gegründeten gewerblichen Landesverbände zum "Bayerischen Genossenschaftsverband e.V."
  • 1946 kommt es zur Umfirmierung des Bayerischen Landesverbandes in den "Bayerischen Raiffeisenverband e.V."
  • 1989 fusionieren schließlich der Bayerische Raiffeisenverband e.V. und der Bayerische Genossenschaftsverband e.V. zum "Genossenschaftsverband Bayern (Raiffeisen/Schulze-Delitzsch) e.V." mit Sitz in München.

GVB heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) beschäftigt rund 500 Mitarbeiter, davon 252 in den verschiedenen Fachabteilungen in seiner Niederlassung in München sowie 250 Prüfer im Außendienst (Stand: 1. Januar 2017).

Der GVB vertritt seit mehr als 125 Jahren die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1.242 Mitgliedern zählen 236 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.006 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Sie bilden mit rund 50.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Anteilseignern eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (Stand: 31.12.2018)

Zur Verwirklichung von gesellschaftlichem und bildungspolitischem Engagement sind weitere Einrichtungen des GVB: die ABG GmbH, das Hotel am Badersee in Grainau, die Raiffeisen/Schulze-Delitzsch Stiftung bayerischer Genossenschaften und der Historische Verein bayerischer Genossenschaften e.V.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorsitzender des Verbandsrates und ehrenamtlicher Verbandspräsident: Wolfgang Altmüller
  • Vorstandsvorsitzender und Präsident: Jürgen Gros
  • Mitglied des Vorstands: Alexander Büchel

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]