Gerald Fiebig

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Gerald Fiebig (* 1973) ist ein deutscher Schriftsteller und (Experimental)-Musiker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerald Fiebig machte zunächst als Lyriker auf sich aufmerksam und war daneben zehn Jahre von 1991 bis 2001 Redakteur der Literaturzeitschrift „Zeitriss“, die 1995 mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur ausgezeichnet wurde. Von 1999 bis etwa 2003 gab er das Musikfanzine gebrauchtemusik heraus, das heute als Online-Label fortgeführt wird.[1] Fiebigs Gedichte wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften und Sammelbänden (u. a. »Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart«) veröffentlicht. 2004 erhielt er für sein dichterisches Schaffen den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur.

Als Musiker ist Fiebig sowohl als Texter und Mitglied der Hausmusikgruppe „Jesus Jackson & die grenzlandreiter“ als auch in der experimentellen Klangkunstszene aktiv. Zusammen mit Mathias Huber realisierte er als Duo "die grenzlandreiter" 2006 in München die partizipative Klangskulptur Akustisches Denkmal für Walter Klingenbeck im öffentlichen Raum, die an den vom NS-Regime ermordeten Widerstandskämpfer Walter Klingenbeck erinnerte. Seit Juli 2015 ist er Leiter des Kulturhauses Abraxas.[2]

Gerald Fiebig lebt in Augsburg und ist mit der Künstlerin Tine Klink verheiratet.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • stadt karten, Gedichte (1995)
  • kriechstrom, Gedichte (1996)
  • rauschangriff, Gedichte und Remixes (1998)
  • erinnerungen an die 90er jahre, Gedichte (2002)
  • normalzeit, Gedichte (2002)
  • Soundtracks, Erzählung (2003) (Reihe „Schöner Lesen“, Nr. 17)
  • zweistromland (zusammen mit Ibrahim Kaya), Langgedicht (2004)
  • Geräuschpegel, Gedichte (2005)
  • der foltergarten, Gedichte (2006)
  • nach dem nachkrieg, Gedichte (2017)
  • motörhead klopstöck, Gedichte (2020)

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • fiction circuit (mit Artificial Memory Trace, EMERGE und PBK), LP (2019)
  • Gasworks (mit EMERGE und Christian Z. Müller), CD (2019)
  • Decolonoising the Mind, MC (2014)
  • Split (mit If,Bwana), LP (2013)

Radiostücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Passagen. Werk für Walter Benjamin (2020)
  • New Enamel. Vom Karl-Marx-Hof zum Utopiaweg (2019)
  • Man muss die Straße machen (mit Das Tote Kapital, 2019)
  • Mayonaise live in Wuppertal (mit Thorsten Krämer, 2018)
  • Akustisches Denkmal für Walter Klingenbeck (2018)
  • Gestohlenes Band (retourniert) / Tape Stolen and Returned (2018)
  • Utopia wohnt nebenan (mit Eri Kassnel, 2015)
  • NUNC! Evolution des Augenblicks (mit Janko Hanushevsky, 2015)
  • Echoes of Industry (mit Christian Z. Müller, 2015)
  • Seychelles Radio (2015)
  • Transatlantic Free Trade (2015)
  • FI FA Fo Fum (2014)
  • Sounds from a Room (2014)
  • Chinese Whispers (mit EMERGE, 2014)
  • Wien 12.02.1934 (2014)
  • Cross Talk (2013)
  • Stimmen hören. Vom ästhetischen Reiz des Einstimmens und Verstimmens (2011)
  • Moving Chambers. A Tribute to Alvin Lucier (2011)
  • Eine beinahe greifbare Stille (2010)
  • Die Außenseite der Musik (2009)
  • Elektroakustisches Picknick (mit Gerhard Zander, 2009)
  • Public Transport. Musique anecdotique in memoriam Luc Ferrari (2008)
  • Kippschalter-Duett für zwei Verstärker in 220 Volt (2007)
  • Das Geräusch von schmelzendem Eis (mit Gerhard Zander, 2007)
  • grenzen los trommeln (mit Ibrahim Kaya, 2007)
  • Allein in Günzburg (2003)
  • Agonie in der Galerie (mit Mathias Huber als "die grenzlandreiter", 2001)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gebrauchtemusik
  2. Alois Knoller: Neuer Leiter für das Abraxas. Augsburger Allgemeine, 10. Juni 2015, abgerufen am 25. März 2016.