Gerhard Billig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerhard Billig am 1. Mai 2004 auf dem Gelände des Schlosses Hubertusburg in Wermsdorf bei einem Treffen der Deutschen Burgenvereinigung

Gerhard Billig (* 20. Mai 1927 in Dresden) ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe und Mediävist.

Gerhard Billig besuchte die Volks- und Oberschule. Der Schulbesuch wurde von 1944 bis 1946 durch seinen Dienst als Luftwaffenhelfer, im Reichsarbeitsdienst, als Kriegsteilnehmer und durch britische Kriegsgefangenschaft unterbrochen. Im Dezember 1946 legte Billig sein Abitur ab und machte danach einen Kurs zum Neulehrer. Als solcher war er ab 1947 tätig und trat im selben Jahr in die SED ein. Ein Jahr später begann Billig an der Technischen Hochschule Dresden ein Studium der Pädagogik, Volkskunde, Germanistik sowie der Ur- und Frühgeschichte. Er ging 1950 ging an die Universität Leipzig und bestand dort 1951 das Staatsexamen. Noch im selben Jahr wurde er Lehrer, setzte sein Studium jedoch als externer Student fort. Billig arbeitete ab 1952 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Vor- und Frühgeschichte am Vogtländischen Kreismuseum in Plauen. Er wechselte 1954 als wissenschaftlicher Assistent ans Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden. Im Oktober 1956 erhielt Billig mit der Arbeit Die Aunjetitzer Kultur in Sachsen in Dresden seine Promotion. Gutachter waren Friedrich Behn und Gerhard Mildenberger. Im Jahre 1960 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und 1964 Kustos am Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Ab 1966 war Billig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Pädagogischen Hochschule Dresden (PHD), ab 1972 Dozent. Im Dezember 1986 erfolgte die Promotion B bei Friedrich Schlette, Joachim Herrmann und Hans Walther; Thema der vierbändigen Habilitationsschrift waren Studien zu Burg und Feudalgesellschaft im obersächsisch-meissnischen Raum. Archäologisch-archivalisch vergleichende Untersuchungen. Billig wurde 1987 außerordentlicher Professor an der PHD. Im Jahre 1991 wurde er neu berufen und im folgenden Jahr emeritiert.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Aunjetitzer Kultur in Sachsen. Katalog, Bibliographisches Institut, Leipzig 1958 (Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte, Dresden, Bd. 7).
  • mit Gunter Oettel: Ausgrabungen im Wermsdorfer Forst. Eine Forschungsbilanz, Pädagogische Hochschule K. F. W. Wander, Dresden 1987 (Dresdner Reihe zur Forschung, Bd. 87, 14).
  • Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meissnischen Raum. Archäologisch-archivalisch vergleichende Untersuchungen, DVW, Berlin 1989 (Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden, Bd. 20). ISBN 3-326-00489-3
  • mit Heinz Müller: Burgen, Zeugen sächsischer Geschichte, Degener, Neustadt a. d. Aisch 1998. ISBN 3-7686-4191-0
  • Pleißenland – Vogtland. Das Reich und die Vögte. Untersuchungen zu Herrschaftsorganisationen und Landesverfassung während des Mittelalters unter dem Aspekt der Periodisierung, Vogtland-Verlag, Plauen 2002. ISBN 3-928828-22-3

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]