Gerhard Köbler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gerhard Köbler (* 20. April 1939 in Fürth) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Professor für deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht, sowie Rechtslinguist.

Leben[Bearbeiten]

Gerhard Köbler wurde als Sohn eines Angestellten geboren und wuchs in Fürth auf. Ab 1958 studierte er Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Sozialwissenschaft an den Universitäten Erlangen und Göttingen. 1962 legte er in Celle die erste juristische Staatsprüfung ab. Am 29. Juli 1964 wurde er an der Universität Göttingen bei Karl Kroeschell mit der Arbeit „Civis und Ius civile im deutschen Frühmittelalter“ promoviert. 1967 folgte die zweite juristische Staatsprüfung in München.

Am 6. Februar 1969 habilitierte er sich an der Universität Göttingen bei Karl Kroeschell mit der Arbeit „Das Recht im frühen Mittelalter“. Zum 1. Juni 1970 trat er an der Universität Göttingen eine Stelle als Dozent an und übte Lehrtätigkeiten an den Universitäten Marburg, Hamburg, FU Berlin und TU Berlin aus. Zum 4. Mai 1972 wurde er als Professor an die Universität Göttingen, zum 25. September 1975 an die Universität Gießen und zum 1. März 1986 an die Universität Innsbruck berufen.

Gerhard Köbler ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Rechts- und Sprachgeschichte. Unter anderem veröffentlichte er 15 Rechtswörterbücher (Rechtsenglisch, Rechtsfranzösisch, Rechtsitalienisch, Rechtsspanisch, Rechtpolnisch, Rechtsrussisch, Rechtstürkisch, Rechtschinesisch, Rechtstschechisch, Rechtsungarisch, Rechtsfinnisch, Rechtsgriechisch, Rechtsrumänisch, Rechtsbulgarisch, Rechtsportugiesisch). Große Beachtung fand auch das von Köbler herausgegebene (2007 in 7. Auflage erschienene) Historische Lexikon der deutschen Länder.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]