Gesamtbanksteuerung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Gesamtbanksteuerung umfasst die Ziele, Strategien und Ziel-Strategie-Kontrollnormen zur Steuerung der gesamten Bank. Die Strategien setzen entweder im liquiditätsmäßig-finanziellen Bereich (z. B. Finanzplanung und Liquiditätsplanung) oder im technisch-organisatorischen Bereich (z. B. Dimensionierung und Strukturierung von Personalkapazitäten) an.

Im liquiditätsmäßig-finanziellen Bereich werden z. B. die Beschaffung (z. B. Spareinlagen) und der Absatz von liquiditätsmäßig-finanziellen Leistungen gesteuert. Dazu sind die Absatz- und Beschaffungsbeziehungen zu den Kunden entsprechend zu gestalten. Eine mögliche Absatzstrategie ist es, durch entsprechende Produkte und Konditionen die Aufmerksamkeit und Treue der Kunden zu gewinnen und die Risiken der Bank in einer bankspezifischen Form des Risikomanagements zu überwachen und steuern. Das Kreditmanagement prüft die Kreditwürdigkeit der angehenden Schuldner und überwacht die Kreditrisiken.

Zur Steuerung einer Bank bieten sich u. a. die Zielgrößen RORAC, RAROC und Value at Risk an.

RORAC setzt die erwarteten Rückflüsse mit einem potenziell täglich schwankenden Risikokapital in Beziehung. Die Margensteuerung mittels RORAC kann dazu führen, dass Investitionen mit unterschiedlichen Laufzeiten nicht im Sinne der Maximierung des Marktwertes ausgewählt werden.


Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

Folgende Aspekte sind auf unvollkommenen Märkten nicht getrennt voneinander zu betrachten:

  • Einzelgeschäft
  • Risiko
  • Liquidität
  • Akzeptanz der Arbeitnehmer
  • Wirtschaftlichkeit der Leistungserstellung
  • Eigenkapitalerfordernis
Die Frage ist wie viel Risiko eine Bank übernehmen soll oder kann. Hier wird zwischen Risikovermeidung und der Risikoabgeltungshypothese unterschieden: Die Risikonormierungshypothese besagt, dass Risiken gegen Zahlung von Prämien bis zu einem bestimmten Niveau zu übernehmen sind.
  • Kapitalstruktur (Anteil des Fremd- und Eigenkapitals am Gesamtkapital)
  • Ziele
    • Ziele der Eigentümer: Werden die Ziele durch die Eigentümer definiert, so lässt sich zwischen Fundamentalzielen und Instrumentalzielen unterscheiden. Fundamentalziele gelten als Ziele um ihrer selbst Willen, während bei Instrumentalzielen eine positive Wirkung auf das Fundamentalziel vermutet wird. Das Ziel der Gewinnmaximierung erscheint dabei zu ungenau, da der Zeithorizont unbestimmt bleibt.
    • Marktmacht
    • Erreichen einer bestimmten Bilanzsumme
    • ein hoher Return on Equity / Eigenkapitalrentabilität
    • ein hoher Marktanteil
    • die Erfüllung eines öffentlichen Auftrags (z. B. Kontrahierungszwang der Sparkassen)
  • Das Ausmaß der Risikoaversion wird bestimmt durch
    • Risikoaverses Bankverhalten
    • Eigeninteresse der Manager
    • Nichtlineare Steuern
    • Konkurskosten
    • Deadweight Costs der Außenfinanzierung
  • Bekannte Risikomaße sind

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Rolfes: Gesamtbanksteuerung, Schäffer-Poeschel Verlag, 1999, ISBN 3-79101-146-4
  • Peter Bartetzky: Praxis der Gesamtbanksteuerung, Schäffer-Poeschel Verlag, 2012, ISBN 978-3-7910-3154-5
  • Peter Bollmann, Oliver Hansen: Prüfung der Gesamtbanksteuerung: Interne Revision braucht externe Profis, in: Betriebswirtschaftliche Blätter 12/2012 (online als PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]