Geschäftsführung ohne Auftrag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Geschäftsführung ohne Auftrag (lat. negotiorum gestio) ist die Wahrnehmung von Geschäften des Geschäftsherren (dominus negotii) durch den Geschäftsführer (negotiorum gestor), ohne dass der Geschäftsführer durch den Geschäftsherren hierzu beauftragt oder anderweitig in besonderer Weise ermächtigt wurde.[1]

Zweck der negotiorum gestio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Führung fremder Geschäfte erfolgt regelmäßig in verschiedenen Rechtsformen, wobei (un-)entgeltliche Kontrakte in Betracht kommen, wie das Auftragsgeschäft, Dienst- und Werkverträge oder die Ausübung einer Vormundschaft. Die negotorium gestio hingegen regelte im römischen Recht das Recht der Quasikontrakte, Rechtsbeziehungen, die außerhalb des Vertragsrechts lagen. Dabei entstanden zwei unterschiedliche Interessenslagen: Derjenige, für den gehandelt wurde (Geschäftsherr), war an einer Geschäftsbesorgung in seinem Sinne interessiert und der Erlangung der aus der Geschäftsbesorgung resultierenden Vermögensvorteile; der die Geschäftsbesorgung tatsächlich Ausübende hingegen war am Ersatz seiner Aufwendungen interessiert. Das Rechtsinstitut der negotorium gestio diente mithin dem Ausgleich der entstandenen Vor- und Nachteilen bei beiden Parteien. Zur Verfügung standen die Klagearten, die auch zur Durchsetzung von Kontrakten dienten.[2]

Die Durchsetzung der Ansprüche (Klagemöglichkeiten) gingen auf prätorische Edikte zurück. Wie im heutigen deutschen Recht führten Notgeschäftsführungen zu Haftungseinschränkungen. [2]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 7, Altenburg 1859, S. 261-262. Abgerufen bei zeno.org am 19. Juni 2011
  2. a b Herbert Hausmaninger, Walter Selb: Römisches Privatrecht, Böhlau, Wien 1981 (9. Aufl. 2001) (Böhlau-Studien-Bücher) ISBN 3-205-07171-9, S. 260–261.
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!