Gharb Kurdufan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage von Gharb Kurdufan im Sudan

Gharb Kurdufan (arabisch غرب كردفان Gharb Kurdufan, DMG Ġarb Kurdufān, deutsch: West-Kurdufan oder Westkordofan) ist ein Bundesstaat im Sudan.

Er hat eine Fläche von 111.373 km² und rund 1,3 Millionen Einwohner (Berechnung 2006)[1]. Seine Hauptstadt ist al-Fula. Die Bevölkerung des Gebietes gehört hauptsächlich den arabisch sprechenden Volksgruppen der Misseriya-Baggara (im Süden) und der Hamar (im Norden) an.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesstaat entstand bei der Neuordnung der Verwaltungsgliederung des Sudan am 14. Februar 1994, indem der Bundesstaat Kurdufan in die drei neuen Bundesstaaten Dschanub Kurdufan, Schamal Kurdufan und Gharb Kurdufan geteilt wurde.[3] Infolge des Friedensabkommens von 2005, das den Bürgerkrieg beendete, wurde der Bundesstaat – der auch das zwischen Nord- und Südsudan umstrittene Abyei-Gebiet umfasste – aufgelöst. Sein Gebiet wurde zwischen Schamal Kurdufan und Dschanub Kurdufan aufgeteilt. 2013 wurde Gharb Kurdufan wiedererrichtet.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de[1]
  2. International Crisis Group: Sudan’s Southern Kordofan Problem: The Next Darfur?, 2008
  3. www.statoids.com: Historische Übersicht der sudanesischen Bundesstaaten