Gmina Rudnik (Powiat Raciborski)
| Gmina Rudnik | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Schlesien | |
| Powiat: | Raciborski | |
| Geographische Lage: | 50° 7′ N, 18° 11′ O | |
| Einwohner: | (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 47-411 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 32 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SRC | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Racibórz–Opole (DK 45) | |
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Katowice | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Landgemeinde | |
| Gminagliederung: | 14 Schulzenämter | |
| Fläche: | 73,87 km² | |
| Einwohner: | 4804 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 2411082 | |
| Verwaltung (Stand: 2018) | ||
| Wójt: | Piotr Rybka | |
| Adresse: | ul. Kozielska 1 47-411 Rudnik | |
| Webpräsenz: | www.gmina-rudnik.pl | |
Die Gmina Rudnik ist eine Landgemeinde im Powiat Raciborski der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch Rudnik) mit etwa 900 Einwohnern.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Landgemeinde grenzt im Norden an die Woiwodschaft Opole (Oppeln). Ihre Nachbargemeinden sind Baborów, Cisek, Kuźnia Raciborska, Nędza, Pietrowice Wielkie, Polska Cerekiew und die Kreisstadt Racibórz (Ratibor).
Die Gemeinde hat eine Fläche von 73,9 km², davon werden 85 % land- und 7 % forstwirtschaftlich genutzt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde besteht seit 1973 und gehörte von 1975 bis 1998 zur Woiwodschaft Kattowitz.
Nach einer positiven Abstimmung im März 2016 plant die Landgemeinde, zweisprachige Ortsbezeichnungen einzuführen. Das Dorf Łubowice mit dem Eichendorffzentrum trägt schon den amtlichen deutschen Namen Lubowitz.[2]
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Landgemeinde Rudnik gliedert sich in folgende Dörfer mit einem Schulzenamt:
- Brzeźnica (Bresnitz; 1936–1945 Eichendorffmühl)
- Czerwięcice (Czerwentzütz; 1936–1945 Rotental)
- Gamów (Gammau)
- Grzegorzowice (Gregorsdorf)
- Jastrzębie (Habicht)
- Lasaki (Lassoky 1936–1945 Weidenmoor O.S.)
- Ligota Książęca (Herzoglich Ellguth)
- Łubowice (amtlich deutsch Lubowitz)
- Modzurów (Mosurau; 1937–1945 Mosern)'
- Ponięcice (Ponientzütz; 1936–1945 Rittersdorf)
- Rudnik (Rudnik; 1936–1945 Herrenkirch)
- Sławików (Slawikau; 1936–1945: Bergkirch)
- Strzybnik (Silberkopf)
- Szonowice (Schonowitz; 1936–1945 Schondorf)
Kleinere Siedlungen sind Dolędzin (Dollendzin; 1936–1945 Ludwigstal O.S.) und Folwark.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindevorsteher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2006 war dies Alojzy Pieruszka, der 2018 nicht mehr antrat. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:[3]
- Piotr Rybka (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“) 63,2 % der Stimmen
- Jan Badurczyk (Wahlkomitee „Dialog und Zuverlässigkeit“) 36,8 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Rybka bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 gab es folgendes Resultat:[4]
- Piotr Rybka (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“) 78,3 % der Stimmen
- Robert Fiołek (Wahlkomitee Alojzy Pieruszka) 21,7 % der Stimmen
Damit wurde Rybka bereits im ersten Wahlgang zum neuen Gemeindevorsteher gewählt.
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat von Rudnik besteht aus 15 Mitgliedern, die in Einpersonenwahlkreisen gewählt werden. Bei der Wahl 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:[5]
- Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“ 52,6 % der Stimmen, 7 Sitze
- Wahlkomitee „Dialog und Zuverlässigkeit“ 40,6 % der Stimmen, 6 Sitze
- Wahlkomitee „Unsere Gemeinde“ 4,1 % der Stimmen, 1 Sitz
- Wahlkomitee „Entwicklung über die Grenzen hinaus“ 2,7 % der Stimmen, 1 Sitz
Bei der Wahl 2018 verteilten sich die Stimmen wie folgt:[6]
- Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“ 58,5 % der Stimmen, 11 Sitze
- Wahlkomitee Alojzy Pieruszka 24,3 % der Stimmen, 3 Sitze
- Wahlkomitee „Vereinigte Gemeinde“ 17,2 % der Stimmen, 1 Sitz
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis heute leben drei Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde: Polen, Deutsche und Schlesier.[7]
| Volkszählungsergebnisse in Rudnik | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sprachen | 2002 | 2012 | ||||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |||
| Polnisch | 3054 | 56,9 % | ||||
| Deutsch | 722 | 13,4 % | 1104 | >20 %* | ||
| Schlesisch | 550 | 10,2 % | ||||
| keine Angabe | 1026 | 19,1 % | ||||
* Die Ergebnisse der Volkszählung von 2011 wurden mehrfach korrigiert, in der Gemeinde sollen nun aber mehr als 20 Prozent Deutsche leben. Damit könnte die Gemeinde die im polnischen Minderheitenrecht verbürgten Rechte wie zweisprachige Ortsschilder einführen.[8]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Webpräsenz der Gemeinde (polnisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ Radio Mittendrin: Abgestimmt – in der Gemeinde Rudnik werden zweisprachige Ortsschilder aufgestellt, abgerufen am 6. Februar 2020 im Internet Archive (polnisch)
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Vgl. Polnisches Haupt-Statistikamt (GUS) (xls) ( vom 17. Dezember 2012 im Internet Archive)
- ↑ VdG: Offener Weg für zweisprachige Ortschilder in Rudnik und Groß Peterwitz ( des vom 16. Dezember 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
