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Woiwodschaft Schlesien

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Woiwodschaft Schlesien
Województwo Śląskie
Wappen von Schlesien
Wappen von Schlesien
Flagge von Schlesien
Flagge von Schlesien
Logo von Schlesien
Logo von Schlesien
Lage der Woiwodschaft in Polen
Lage der Woiwodschaft Schlesien in PolenDänemarkRusslandLitauenBelarusUkraineSlowakeiTschechienDeutschlandWestpommernPommernErmland-MasurenPodlachienLublinKarpatenvorlandLebusNiederschlesienOpoleSchlesienKleinpolenGroßpolenKujawien-PommernŁódźHeiligkreuzMasowien
Lage der Woiwodschaft Schlesien in Polen
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Hauptstadt: Katowice (de: Kattowitz)
Größte Stadt: Katowice
Woiwode: Marek Wójcik
Woiwodschafts-
marschall
:
Wojciech Saługa
ISO 3166-2: PL-24
Einwohner: 4.320.130 (1. Januar 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 350 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote: 4,7 % (Juli 2020)[2]
Kfz-Kennzeichen: S
Website: www.slaskie.pl
Geographie [3]
Fläche:

– davon Land:
– davon Wasser:

00000012 334 km²

00000012 145 km²
00000000188 km²

Ausdehnung: Nord-Süd: 190 km

West-Ost: 138 km

Höchster Punkt: 1 534 m n.p.m.
Pilsko !549.5280895519.3167855Welt-Icon
Tiefster Punkt: 174 m n.p.m.
Oderufer !550.2221745518.2640135Welt-Icon
Landwirtschaftliche Struktur [4]
Wälder: 000000032,8 %
Landwirtschaft: 000000048,0 %
Gewässer: 000000001,5 %
Sonstige: 000000017,7 %
Verwaltungsgliederung
Powiate (Landkreise): 000000000017
Gminas (Gemeinden):

Kreisfreie Städte:
– Stadtgemeinden:
– Stadt-/Landgem.:
– Landgemeinden:

000000000166

000000000019
000000000031
000000000025
000000000091

Städte: 000000000071
Gemeindekarte

Die Woiwodschaft Schlesien (polnisch województwo śląskie) mit der Hauptstadt Katowice ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen.

Mit rund 4,5 Millionen Einwohnern auf 12.334 km² ist Schlesien die am dichtesten besiedelte Woiwodschaft Polens und zudem auch die am stärksten urbanisierte Region des Landes. Die Ballungsgebiete um die Städte Katowice und Gliwice sowie um Dąbrowa Górnicza und Sosnowiec entstanden infolge des Steinkohlenbergbaus im 19. Jahrhundert (Oberschlesisches Industriegebiet).

Zur Woiwodschaft Schlesien gehören Teile der historischen Regionen Schlesien (48 %, davon 40 % preußische Provinz Oberschlesien sowie 8 % Teschener Schlesien), Kleinpolen (und damit der ehemaligen Herzogtümer Siewierz und Auschwitz, des Dombrowaer Kohlebeckens sowie Galiziens; 45 %) sowie Großpolen (ein kleiner Teil der Weluner und Sieradzer Länder im äußersten Norden der Woiwodschaft, 7 %).

Historische Landschaften der Woiwodschaft
Entwicklung der Grenzen der Woiwodschaft

Die heutige Woiwodschaft Schlesien ist die dritte polnische Woiwodschaft mit diesen Namen. Die erste war die Woiwodschaft Schlesien (1920–1939) in der Zweiten Republik Polen. Die autonome Woiwodschaft Schlesien bestand nur aus einem Teil ehemalig preußischen Oberschlesiens und dem Teschener Schlesien, die damals oft als separate Schlesien betrachtet wurden. In der Zeit der Sanacja gab es kontroverse Pläne der Angliederung der Powiate Częstochowski mit Częstochowa, Zawierciański mit Zawiercie und Będziński aus der Woiwodschaft Kielce (1919–1939) und der westlichen Teile der Powiate Chrzanowski mit Jaworzno und Oświęcimski mit Oświęcim, sowie die ganzen Powiate Bialski mit Biała Krakowska und Żywiecki mit Żywiec aus der Woiwodschaft Krakau (1920–1939). Die Pläne wurden bis zum Zweiten Weltkrieg in der Presse angestrengt debattiert und teilten die öffentliche Meinung.[5] Der zweite gleichnamige Verwaltungsbezirk war die Woiwodschaft Schlesien (1945–1950) nach dem Zweiten Weltkrieg. Weil der Zagłębie Dąbrowskie (Dombrowarer Kohlebecken) angeschlossen wurde, war der Name auch zagłębiowsko-śląskie und śląsko-dąbrowskie benutzt. 1947 wurde die Umbenennung nach der Hauptstadt erstmals geplant. 1950 wurde die Woiwodschaft in die Woiwodschaft Katowice und die Woiwodschaft Oppeln geteilt. Die Grenzen der Woiwodschaft Katowice in den Jahren 1950 bis 1975 waren erstmals so ähnlich der heutigen Grenzen: mit Częstochowa und Bielsko-Biała, jedoch ohne Racibórz, Jaworzno und Żywiec. Die Woiwodschaft Katowice, wie die heutige Woiwodschaft, wurde umgangssprachlich oft mit „Schlesien“ gleichgesetzt. Nach dem Jahr 1989 etablierte sich im polnischen Bewusstsein besonders das negative Stereotyp dieses „Schlesiens“ mit Verschmutzung, Arbeitslosigkeit, Notwendigkeit des Kostenzuschlags der Schwerindustrie usw. Der ursprüngliche Projekt der Gebietsreform in den 1990er Jahren der 12 Woiwodschaften rief Widerstand hervor: z. B. in Opole und Bielsko-Biała. Unter anderen dank der Unterstützung des Botschafters Deutschlands bewährte sich die Woiwodschaft Oppeln.[6]

Die Woiwodschaft Schlesien ging bei der Gebietsreform 1999 aus den Woiwodschaften Katowice, Częstochowa und Bielsko-Biała hervor und nimmt den zentralsüdlichen Teil Polens ein.

Von Anfang an gab es Kontroverse um den Namen und Grenzen der Woiwodschaft, mit Forderungen auf Umbenennung z. B. zu Schlesien-Kleinpolen.

Beschreibung: In Blau ein völlig goldener Adler.

Verwaltungsgliederung

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Die Woiwodschaft Schlesien wird in 17 Landkreise und in 19 kreisfreie Städte unterteilt. Damit ist Schlesien die einzige Woiwodschaft in Polen, in der mehr kreisfreie Städte als Landkreise existieren. Einige der kreisfreien Städte bilden zwar unter ihrem Namen ebenfalls einen Landkreis, gehören ihm aber selbst nicht an.

Kreisfreie Städte

Landkreise

(Einwohner und Fläche am 1. Januar 2024)[1]

Landkreise Größte Kleinste
flächenmäßig Powiat Częstochowski Powiat Bieruńsko-Lędziński
bevölkerungsmäßig Powiat Cieszyński Powiat Bieruńsko-Lędziński
Topographie der Woiwodschaft Schlesien

Die Woiwodschaft Schlesien, die in ihren Grenzen nicht mit den geografischen Regionen Schlesien oder der ehemaligen Autonomen Woiwodschaft Schlesien übereinstimmt, nimmt den zentralsüdlichen Teil Polens ein. In ihren oberen Verläufen fließen die Flüsse Oder, Weichsel und Warthe durch diese Woiwodschaft.

Naturschutzgebiete

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  • Landschaftsschutzpark Schlesische Beskiden (Park Krajobrazowy Beskidu Śląskiego)
  • Landschaftsschutzpark Adlerhorste (Park Krajobrazowy Orlich Gniazd)
  • Landschaftsschutzpark Kleine Beskiden (Park Krajobrazowy Beskidu Małego)
  • Landschaftsschutzpark Żywiec (Żywiecki Park Krajobrazowy)
  • Park Krajobrazowy Cysterskie Kompozycje Krajobrazowe Rud Wielkich
  • Park Krajobrazowy Lasy nad Górną Liswartą
  • Park Krajobrazowy Stawki
  • Załęczański Park Krajobrazowy

Nachbarwoiwodschaften

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Woiwodschaft Łódź Woiwodschaft Heiligkreuz
Woiwodschaft Opole Woiwodschaft Kleinpolen
Moravskoslezský kraj
Tschechien
Žilinský kraj
Slowakei
Katowice
Spodek in Katowice
Częstochowa mit dem Wallfahrtsort Jasna Góra im Hintergrund
Sosnowiec
Gliwice
Bielsko-Biała
Tarnowskie Góry
Burg in Będzin
Cieszyn

Am 31. Dezember 2019 waren 4.517.635 Einwohner in der Woiwodschaft Schlesien gemeldet, davon sind 2.177.295 Männer (48,2 %) und 2.340.340 Frauen (51,8 %). Rund 77 Prozent der Bevölkerung lebt in Städten. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 366 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich über dem polnischen Landesdurchschnitt.[7]

Bevölkerungsentwicklung

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Die Einwohnerzahl Schlesiens sinkt seit vielen Jahren. Seit 1995 ist ein Rückgang von rund 390.000 Personen zu verzeichnen.[8]

Jahr Einwohnerzahl
1995 4.907.930
2000 4.758.944
2005 4.685.775
2010 4.635.882
2015 4.570.849
2019 4.517.635

Lebenserwartung

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Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in der Woiwodschaft Schlesien bei Männern 73,8 Jahre und bei Frauen 80,8 Jahre.[9]

Größte Städte

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In der Woiwodschaft Schlesien gibt es 71 Städte, wovon 12 die Einwohnerzahl von 100.000 überschreiten und somit als Großstadt gelten. Insgesamt 37 Städte überschreiten die Marke von 20.000 Einwohnern:

Stadt Deutscher Name Einwohner
1. Januar 2024
Katowice Kattowitz 279.190
Częstochowa Tschenstochau 205.969
Sosnowiec Sosnowitz 187.115
Gliwice Gleiwitz 169.915
Zabrze Hindenburg O.S. 153.838
Bielsko-Biała Bielitz-Biala 165.766
Bytom Beuthen O.S. 147.759
Rybnik Rybnik 130.887
Ruda Śląska Ruda O.S. 130.302
Tychy Tichau 122.045
Dąbrowa Górnicza Dombrowa 113.460
Chorzów Königshütte 100.593
Jaworzno Jaworzno 86.812
Jastrzębie-Zdrój Bad Königsdorff-Jastrzemb 82.301
Mysłowice Myslowitz 71.280
Siemianowice Śląskie Laurahütte (Siemianowitz) 63.401
Żory Sohrau 61.774
Tarnowskie Góry Tarnowitz 61.321
Będzin Bendzin 53.848
Piekary Śląskie Deutsch Piekar 51.707
Racibórz Ratibor 49.650
Świętochłowice Schwientochlowitz 45.434
Zawiercie Zawiercie 46.106
Wodzisław Śląski Loslau 44.833
Mikołów Nikolai 41.618
Knurów Knurow 35.619
Czechowice-Dziedzice Czechowitz-Dzieditz 34.783
Cieszyn Teschen 32.947
Myszków Mischkau 29.379
Czeladź - 29.876
Żywiec Saybusch 29.732
Czerwionka-Leszczyny Czerwionka-Leschczin 26.522
Pszczyna Pless 25.031
Lubliniec Lublinitz 23.347
Łaziska Górne Ober Lazisk 21.116
Rydułtowy Rydultau 20.168
Orzesze Orzesche 21.986
Schlesisches Parlament

In der Woiwodschaft Schlesien gibt es einen gewählten Woiwodschaftssejmik und Woiwodschaftsmarschall sowie einen von der Regierung ernannten Woiwoden.

Woiwodschaftssejmik

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Bei den Selbstverwaltungswahlen in Polen 2024 wurde auch der Woiwodschaftssejmik neu gewählt. Dabei ergab sich folgendes Ergebnis:[10]

Woiwodschaftssejmik Schlesien 2024–
Wahlkomitee Stimmen in % Mandate
Bürgerkoalition (KO) 32,4
20/45
Recht und Gerechtigkeit (PiS) 31,1
18/45
Trzecia Droga (TD) 10,6
5/45
Linke (Lewica) 8,2
2/45
Konfederacja und unabhängige lokale Verwaltungen 6,9
0/45
Übrige 10,8
0/45
Sitzverteilung im Woiwodschaftssejmik
von Schlesien 2024
2
20
5
18
20 18 
Insgesamt 45 Sitze


Von 2018 bis 2024 setzte sich der Woiwodschaftssejmik folgendermaßen zusammen:

Woiwodschaftssejmik Schlesien 2018–2024[11]
Wahlkomitee Stimmen in % Mandate
Recht und Gerechtigkeit (PiS) 32,1
22/45
Bürgerkoalition (KO) 28,8
20/45
Bund der Demokratischen Linken (SLD) / Lewica Razem (Razem) 8,3
2/45
Kukiz’15 (Kukiz’15) 6,6
0/45
Polnische Volkspartei (PSL) 5,2
1/45
Übrige 19,0
0/45

Woiwodschaftsmarschall

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Woiwodschaftsmarschall war von 2018 bis 2024 Jakub Chełstowski (PiS). Seither übt Wojciech Saługa (PO), der es bereits von 2014 bis 2018 innehatte, erneut das Amt aus.

Die Schlesische Technische Universität in Gliwice (Fakultät für Chemie)

In der Woiwodschaft gibt es elf öffentliche Hochschulen.[12] Die größte Hochschule ist die Schlesische Universität Katowice mit 19.142 Studierenden (Stand: 31. Dezember 2024).[13][14]

Die Hauptstadt der Region (Katowice) beherbergt u. a. die Schlesische Medizinische Universität Katowice, die Wirtschaftsuniversität Kattowitz, die Karol-Szymanowski-Musikakademie Katowice, die Akademia Wychowania Fizycznego im. Jerzego Kukuczki w Katowicach sowie die Akademie der Bildenden Künste Kattowitz.[14] Częstochowa ist Sitz der Technischen Universität Częstochowa und der Jan-Długosz-Universität Częstochowa.[15][16]

Die Schlesische Technische Universität in Gliwice ist im Perspektywy-Ranking der technischen Hochschulen 2025 aufgeführt.[17] Bielsko-Biała ist Standort der Universität Bielsko-Biała (bis September 2023: Technische und Humanistische Akademie).[18]

Darüber hinaus wurden in der Region 17 neue private Hochschulen gegründet.[19]

In der Woiwodschaft studieren über 300.000 Personen. Zu den größten Hochschulen (nach Studierendenzahl, Stand: 31. Dezember 2023) zählen:[20]

  1. Schlesische Universität Katowice (18.306 Studierende),
  2. Schlesische Technische Universität in Gliwice (15.790 Studierende),
  3. Akademia WSB (WSB-Universität) in Dąbrowa Górnicza (11.430 Studierende),
  4. Schlesische Medizinische Universität Katowice (10.203 Studierende),
  5. Wirtschaftsuniversität Kattowitz (8.077 Studierende),
  6. Jan-Długosz-Universität Częstochowa (5.631 Studierende),
  7. Technische Universität Częstochowa (5.430 Studierende),
  8. Universität Bielsko-Biała (4.167 Studierende).
Kraftwerk Łagisza

Im Vergleich mit dem BIP der EU, gemessen am Kaufkraftstandard, erreichte die Woiwodschaft 2018 einen Index von 74 (EU-27 = 100), bezogen auf den Wert pro Erwerbstätigem erreichte Schlesien hingegen einen Index von 83 (EU-27 = 100).[21]

Mit einem Wert von 0,887 erreicht Schlesien Platz 6 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.[22]

Im Zuge des Strukturwandels und dem Niedergang der Schwerindustrie stieg die Zahl der Arbeitslosen vor allem im Sekundärsektor stark an. Es konnten aber in den letzten Jahren in anderen Wirtschaftsbereichen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, weshalb die Arbeitslosenquote deutlich zurückging. Nach den Woiwodschaften Masowien und Großpolen hat sie die geringste Arbeitslosenquote Polens (Stand Dezember 2009).

  • 16,9 % (31. Dezember 2004)
  • 15,2 % (30. April 2006)
  • 11,7 % (30. April 2007)
  • 8,2 % (30. April 2008)[23]
  • 9,2 % (Dezember 2009)[24]
  • 11,3 % (Dezember 2013)
  • 8,2 % (Dezember 2015)[25]

Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote (laut Eurostat-Definition) 3,9 %.[26]

Steinkohlebergbau, Eisen- und Schwermetallhütten, Elektroindustrie, Maschinenbau und Automobilindustrie bilden die Hauptzweige der hier ansässigen Industrie. Die Woiwodschaft Schlesien ist der am stärksten industrialisierte Teil Polens.

  • Steinkohle
  • Eisen-, Zink- und Bleierze

Ein großer Teil der Woiwodschaft hat Anteil an Mittelgebirgen, wobei das hügelige Terrain im Süden in die Beskiden übergeht, einer touristischen Region mit Wintersportorten wie Szczyrk, Ustroń, Wisła. Beliebt unter Wanderern und Kletterern ist auch das Bergland des Krakau-Tschenstochauer Jura, das aber auch für seine historischen Burgruinen aus dem 14. und 15. Jahrhundert bekannt ist, die durch den Szlak Orlich Gniazd (die Adlerhorstroute) touristisch erschlossen sind.

Das industrielle Erbe der Region wird mehr und mehr touristisch erschlossen. Die Route technischer Kulturdenkmäler führt zu interessanten Industriedenkmalen.

Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica, Kreuzung der Autobahnen A1 und A4
Drogowa Trasa Średnicowa

Quer durch die Woiwodschaft Schlesien, von West nach Ost, verläuft die A4 oder E40 (Wrocław – Katowice – Kraków) und von Norden nach Süden die Autobahn A1 bzw. E75 (Łódź – Częstochowa – Gliwice – Ostrava).

Weitere wichtige Straßenverbindungen bilden unter anderem die Schnellstraße S1 bzw. Landesstraße 1 (Katowice – Bielsko-Biała), die Schnellstraße S52 (Bielsko-Biała – Cieszyn – Brno) sowie die teilweise mehrspurig ausgebauten Landesstraßen 11 (Poznań – Katowice), 46 (Opole – Częstochowa – Kielce) und 81 (Katowice – Skoczów).

Die Städte im Oberschlesischen Industriegebiet sind intern über die autobahnähnliche Drogowa Trasa Średnicowa miteinander verbunden.

Das befestigte Straßennetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von rund 22.037 Kilometern, davon entfielen 133 Kilometer auf Schnellstraßen und 214 Kilometer auf Autobahnen.[27]

Der Betreiber des Schienennetzes in Schlesien ist, wie in ganz Polen, die PKP S.A. (Polnische Staatliche Eisenbahn AG). Der größte Schienenverkehrsknoten der Region befindet sich in Katowice.

Der Regionalverkehr wird in der Woiwodschaft Schlesien allerdings fast ausschließlich durch die regionale Eisenbahngesellschaft Koleje Śląskie betrieben. Ausgenommen davon sind nur einige Verbindungen in andere Woiwodschaften, die teilweise von Polregio betrieben werden. Den Fernverkehr organisiert PKP Intercity.

Das Eisenbahnnetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von 1.925 Kilometern, wovon 1.667 Kilometer elektrifiziert sind.[27]

Rund 30 Kilometer nördlich der Woiwodschaftshauptstadt befindet sich der internationale Flughafen Katowice, welcher der viertgrößte Flughafen Polens ist.

Commons: Silesian Voivodeship – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. Arbeitsmarkt in der Woiwodschaft Schlesien im Jahr 2020, Stand 30.11.2020 – Regionales Arbeitsamt in Katowice, Wojewódzki Urząd Pracy w Katowicach, abgerufen am 29. Dezember 2020.
  3. Geografia - Serwis Województwa Śląskiego. Abgerufen am 24. Januar 2026 (polnisch).
  4. Landflächennutzung - Regionales Statistikamt in Katowice, Urząd Statystyczny w Katowicach (Memento vom 11. Januar 2021 im Internet Archive), abgerufen am 10. Januar 2021
  5. Dariusz Majchrzak: Śląska autonomia dla Zagłębia Dąbrowskiego? Sprawa włączenia Zagłębia Dąbrowskiego do województwa śląskiego w II RP (polnisch)
  6. Tomasz Zarycki: Regional identity in the three Polish Regions: Świetokrzyskie, Śląskie, Warmińsko-Mazurskie voivodships, 2005, S. 17–55 (englisch)
  7. Bevölkerung nach Woiwodschaften am 31. Dezember 2019 – Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 29. Dezember 2020.
  8. Einwohnerentwicklung 1995 bis 2019, Polska w liczbach (gemäß der Daten vom Hauptstatistikamt GUS), abgerufen am 29. Dezember 2020.
  9. Lebenserwartung im Jahr 2019 (PDF) – Hauptstatistikamt GUS, Główny Urząd Statystyczny, S. 17–18, abgerufen am 9. Januar 2022.
  10. Ergebnis auf wybory.gov.pl, abgerufen am 1. Juli 2024.
  11. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2024.
  12. Szkolnictwo wyższe w województwie śląskim w roku akademickim 2024/2025. (PDF) In: Urząd Statystyczny w Katowicach (Statistics Poland). 24. September 2025, abgerufen am 17. Januar 2026 (polnisch).
  13. Fakty i liczby. In: Uniwersytet Śląski w Katowicach. Abgerufen am 17. Januar 2026 (polnisch).
  14. a b Science and Education. In: EUCYS Katowice 2024. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
  15. Czestochowa University of Technology. In: study.gov.pl. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
  16. Jan Dlugosz University in Czestochowa. In: study.gov.pl. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
  17. Ranking Uczelnie techniczne 2025. In: Ranking Szkół Wyższych Perspektywy. Abgerufen am 17. Januar 2026 (polnisch).
  18. Bielsko-Biala Academy of Technology and Humanities changes its name to the University of Bielsko-Biala. In: Polish Science. 29. August 2023, abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
  19. Zbyszko Chojnicki; Teresa Czyż: Changes in Higher Education during the Period of Transformation in Poland – Regional Differences. In: Zbyszko Chojnicki; Jerzy J. Parysek (Hrsg.): Polish Geography: Problems, Researches, Applications. Bogucki Wydawnictwo Naukowe, Poznań 2000, ISBN 83-8816335-3, S. 41–57.
  20. Ranking największych uczelni w Polsce - Ciekawe Statystyki. In: Ciekawe Statystyki. 11. Januar 2025, abgerufen am 8. Januar 2026 (polnisch).
  21. Eurostat. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  22. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 9. Januar 2022 (englisch).
  23. Polnisches Statistisches Amt (Memento vom 27. Juni 2008 im Internet Archive) (PDF)
  24. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010 (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  25. Zentrales Statistikamt Polens (GUS)
  26. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.
  27. a b Daten zum Transport in der Woiwodschaft Schlesien - Regionales Statistikamt in Katowice, Urząd Statystyczny w Katowicach, abgerufen am 9. Januar 2022.

Koordinaten: 50° 20′ N, 19° 0′ O